Die Software-Plattform Monday.com hat eine tiefgreifende Umgestaltung ihrer Unternehmensstruktur eingeleitet. Im Zuge dieser strategischen Neuausrichtung plant das Unternehmen, rund 20 Prozent seiner weltweiten Belegschaft abzubauen. Von den Kürzungen sind etwa 620 Arbeitsplätze betroffen. Wie aus Unternehmenskreisen verlautete, handelt es sich bei diesem Schritt nicht um eine rein defensive Kostensenkungsmaßnahme, sondern um eine gezielte Transformation hin zu einer spezialisierten Plattform für KI-gestützte Arbeitsprozesse.
Eine entsprechende Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC bestätigte vor wenigen Tagen die Einzelheiten der Umstrukturierung. Monday.com rechnet durch die personellen Einschnitte mit einmaligen Kosten in Höhe von 45 bis 55 Millionen US-Dollar, die vorrangig für Abfindungszahlungen aufgewendet werden sollen. Trotz der aktuellen Belastungen blickt das Management optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr und prognostiziert für 2026 ein Umsatzwachstum von bis zu 20 Prozent. Die durch den Stellenabbau freiwerdenden Mittel sollen laut Unternehmensangaben unmittelbar in die Entwicklung neuer Produkte sowie in den Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) reinvestiert werden, um das langfristige Wachstum zu sichern.
Strategischer Wandel inmitten eines branchenweiten Trends
Die Entscheidung von Monday.com steht im Kontext einer umfassenden Konsolidierung innerhalb der Technologiewelt. Seit Beginn des Jahres 2026 haben Unternehmen im US-Tech-Sektor bereits rund 140.000 Stellen gestrichen. Davon entfällt mit etwa 50.000 Entlassungen ein erheblicher Teil auf Branchengrößen wie Amazon, Oracle, Meta und Microsoft. Marktbeobachter registrierten für das erste Halbjahr 2026 insgesamt 139.156 angekündigte Stellenstreichungen bei US-amerikanischen Technologie-Arbeitgebern, was einer Steigerung von 83 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
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Besonders auffällig ist dabei die Rolle der Künstlichen Intelligenz als Katalysator für diese Veränderungen. Bei über 100.000 der gemeldeten Kündigungen im ersten Halbjahr – rund 23 Prozent aller Fälle – wurde der verstärkte Einsatz oder die strategische Fokussierung auf KI als direkter Grund angeführt. Monday.com reiht sich damit in eine Gruppe israelischer Technologiefirmen ein, zu denen auch Wix und Fiverr zählen, die ähnliche Anpassungen vornehmen, um ihre Investitionskapazitäten für KI-Technologien zu erhöhen.
Auswirkungen über die Softwarebranche hinaus
Die Transformation der Arbeitswelt durch Künstliche Intelligenz begrenzt sich dabei nicht nur auf reine Softwareentwickler. Branchenübergreifend passen Unternehmen ihre Personalstrukturen an die neuen technologischen Möglichkeiten an. So kündigte etwa der britische Energieversorger Centrica, bekannt durch die Marke British Gas, an, innerhalb der nächsten zwei Jahre 1.300 Stellen abzubauen. Davon sollen rund 800 Arbeitsplätze unmittelbar durch den verstärkten Einsatz von KI-Lösungen ersetzt werden.
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Weltweit wurden im ersten Halbjahr 2026 nach Schätzungen von Branchenanalysten bereits 165.000 Arbeitsplätze in der Technologiebranche gestrichen. Für Monday.com markiert die aktuelle Restrukturierung den Versuch, durch eine schlankere Organisation und eine klare Ausrichtung auf die KI-gestützte Arbeitswelt wettbewerbsfähig zu bleiben und die Marktanteile im Bereich der Kollaborationssoftware weiter auszubauen.

