Der Hardware-Hersteller MOREFINE hat mit dem G2 eine externe Grafikeinheit (eGPU) enthüllt, die erstmals eine Desktop-Version der NVIDIA GeForce RTX 5060 Ti in einem extrem kompakten Gehäuse vereint. Das Gerät kostet umgerechnet rund 1.099 Euro und ist ab dem 20. Mai 2026 lieferbar.
Die Ankündigung kommt zu einer Zeit, in der sich die gesamte Hardware-Branche neu sortiert. Während Apple einen Führungswechsel vollzieht und Intel seine GPU-Pläne verschiebt, setzt MOREFINE auf eine klare Nische: Desktop-Leistung im Rucksackformat.
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Leistungsstarke Technik auf kleinstem Raum
Mit nur 140 x 100 x 54 Millimetern und einem Gewicht von 700 Gramm ist der G2 kaum größer als ein externes SSD-Gehäuse. Im Inneren arbeitet jedoch die Desktop-Version der RTX 5060 Ti mit 16 GB GDDR7-Speicher – ein deutlicher Unterschied zu den abgespeckten Mobil-Varianten derselben GPU.
Drei Lüftermodi erlauben es dem Nutzer, zwischen leiser Kühlung und maximaler Performance zu wählen. Das Netzteil ist extern, um das kompakte Format zu ermöglichen. Laut technischen Tests treibt der G2 4K-Displays mit 144 Hz problemlos an – ein wichtiges Kriterium für Gamer und Kreativprofis.
Der Preis von rund 1.099 Euro platziert das Gerät im Premium-Segment. Zum Vergleich: Ein MacBook Neo für 599 Euro in Kombination mit einem günstigen iPad ist aktuell günstiger als manche High-End-2-in-1-Laptops – das zeigt, wie stark der Wettbewerbsdruck auf spezialisierte Hardware-Hersteller ist.
Thunderbolt 5 und OCuLink: Neue Maßstäbe bei der Anbindung
Ein zentrales Verkaufsargument des G2 ist die Unterstützung der neuesten Anschlussstandards. Thunderbolt 5 und OCuLink 4.0 x4 minimieren den typischen Leistungsverlust, der bei externen GPUs durch die PCIe-Schnittstelle entsteht. Thunderbolt 5 liefert zudem bis zu 100 Watt Power Delivery – der angeschlossene Laptop wird also gleichzeitig geladen.
Drei USB-3.2-Gen1-Ports, ein HDMI-2.0- und ein DisplayPort-1.4-Ausgang machen den G2 zur zentralen Dockingstation für Peripherie und mehrere Monitore. Für Nutzer mit kompatibler Hardware bietet der OCuLink-Anschluss eine noch direktere Verbindung, die Branchenbeobachter als überlegen bei der Latenz betrachten.
Diese Ausstattung ist kein Zufall: Microsoft hat im April 2026 damit begonnen, kritische Windows-Updates direkt auszuliefern – ein Zeichen für die zunehmende Integration von Hardware und Software. MOREFINE setzt mit Thunderbolt 5 auf Zukunftssicherheit, da immer mehr Laptops den Standard übernehmen.
Marktkontext: Intels GPU-Debakel und Apples Strategiewechsel
Die Markteinführung des G2 fällt in eine phase der Neuordnung im Grafikchip-Markt. Während NVIDIA seine Blackwell-Architektur und Mittelklasse-Karten wie die RTX 5060 Ti ausrollt, kämpfen die Wettbewerber mit Verzögerungen:
- Intel hat die Veröffentlichung neuer Gaming-Grafikkarten auf 2027 verschoben und die Celestial-Architektur eingestellt. Auch die Server-CPU Diamond Rapids kommt erst Mitte 2027.
- Apple wiederum plant einen strategischen Schwenk: Das MacBook Neo für 599 Euro mit A18-Pro-Chip soll direkt mit dem iPad Air konkurrieren. Ein Touchscreen-MacBook Pro mit OLED und hybridem „macOS 27“ ist in Entwicklung.
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Führungswechsel bei Apple: Hardware rückt in den Fokus
Am 1. September 2026 wird John Ternus, seit 25 Jahren Hardware-Chef bei Apple, Tim Cook als CEO ablösen. Der Maschinenbauingenieur gilt als Hardware-Fan und dürfte die Integration Künstlicher Intelligenz in physische Geräte vorantreiben.
Dieser Trend zur „physischen KI“ verändert bereits das Rechenzentrum. KI-Agenten benötigen keine statischen Berechnungen mehr, sondern zustandsbehaftete Prozesse – das verschiebt den Engpass vom Grafikchip auf die gesamte Systemkoordination. NVIDIA und Google Cloud haben mit dem Vera-Rubin-Stack und A5X-Instanzen bereits entsprechende Infrastruktur angekündigt.
Modelle wie DeepSeek V4 (gestartet am 24. April 2026) benötigen zwar weniger KV-Cache und FLOPs als Vorgänger, profitieren aber weiterhin enorm von Hochleistungs-GPUs wie der Blackwell GB200 oder den RTX-50-Serien-Karten.
Zukunft der externen Grafikeinheiten
Der Erfolg des G2 hängt davon ab, ob er professionelle Nutzer überzeugt, die Desktop-Grafikleistung ohne Gaming-Laptop benötigen. Geräte wie das erwartete iPhone Fold (Ende 2026) und leistungsstärkere iPads übernehmen zunehmend klassische Computeraufgaben. Doch für Rendering, KI-Entwicklung und High-End-Gaming bleibt dedizierte Desktop-Hardware unverzichtbar.
Mit Thunderbolt 5 als neuem Standard könnte der G2 zum Katalysator für eine ganze Produktkategorie werden. Die Grenzen zwischen mobilen und stationären Computern verschwimmen weiter – und MOREFINE setzt darauf, dass der Bedarf an modularer Hochleistung auch in einer Welt immer stärkerer Mobilprozessoren bestehen bleibt.
Die Vorbestellungen laufen. Am 20. Mai zeigt sich, ob der Markt bereit ist für eine eGPU jenseits der 1.000-Euro-Marke.





