Motorola 2027: Razr Ultra wird erstes Flip-Phone mit GrapheneOS

Motorola erweitert sein Portfolio 2027 um Flaggschiffe mit GrapheneOS. Die Geräte erhalten sieben Jahre Updates und nutzen Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5.

Der Mobilfunkhersteller Motorola bereitet für das Jahr 2027 eine strategische Erweiterung seines Portfolios vor. Wie aus Branchenkreisen bekannt wurde, plant das Unternehmen die Veröffentlichung neuer Flaggschiff-Modelle, die ab Werk das auf Datenschutz und Sicherheit spezialisierte Betriebssystem GrapheneOS unterstützen werden.

Neben einem klassischen, nicht-faltbaren Oberklasse-Smartphone, das als Nachfolger der Signature-Serie gilt, sollen auch die faltbaren Modelle Razr Fold und Razr Ultra Teil dieser Initiative sein. Damit würde das Razr Ultra das erste Flip-Phone am Markt werden, das offiziell mit GrapheneOS betrieben werden kann.

Hardware-Anforderungen und technische Basis

Die Kooperation zwischen Motorola und den Entwicklern von GrapheneOS stellt hohe Anforderungen an die Hardware der kommenden Geräte. Die neuen Smartphones sollen mit Prozessoren aus dem Hause Qualcomm ausgestattet werden. Ein zentraler Bestandteil ist dabei der Snapdragon 8 Elite Gen 5, da dieser über eine funktionierende Memory Tagging Extension (MTE) verfüge.

Diese Technologie ist eine Grundvoraussetzung für die Sicherheitsarchitektur von GrapheneOS. In anderen Varianten der Chipsätze, die nicht der Elite-Klasse angehören, gelte das MTE-Feature derzeit als fehlerhaft, weshalb günstigere Motorola-Modelle mit Standard-Snapdragon-Prozessoren die Anforderungen aktuell nicht erfüllen können.

Ein wesentlicher Unterschied zu bisherigen Modellen besteht in der Langfristigkeit der Software-Unterstützung. Motorola strebt für die neuen Geräte eine Update-Garantie von sieben Jahren an. Dies markiert einen deutlichen Sprung im Vergleich zu den für 2026 angekündigten Modellen des Herstellers.

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So werde das 2026er-Modell des Razr Ultra lediglich drei Jahre lang System-Updates und fünf Jahre lang Sicherheits-Updates erhalten. Eine nachträgliche Unterstützung von GrapheneOS für die 2026er-Generation – einschließlich Signature, Razr Fold und Razr Ultra – ist ausgeschlossen, da diesen Geräten sowohl die MTE-Unterstützung als auch ein notwendiges Secure Element fehlen.

Zusammenarbeit und Software-Entwicklung

Bei der technischen Umsetzung der Portierung übernimmt Motorola laut vorliegenden Informationen einen signifikanten Teil der Entwicklungsarbeit selbst. Es wird betont, dass die Portierung ohne finanzielle Zahlungen seitens GrapheneOS an Motorola erfolgt. Die Software soll auf dem Kernel Linux 6.18 LTS basieren, der einen integrierten Schutz gegen sogenannte Reset-Angriffe bietet.

Trotz der neuen Partnerschaft mit Motorola bleibt die bisherige Hardware-Basis von GrapheneOS erhalten. Auch das kommende Pixel 11 sowie das Pixel 11 Pro Fold werden weiterhin von dem Betriebssystem unterstützt. Motorola positioniert seine neuen Sicherheits-Flaggschiffe jedoch preislich in einer höheren Kategorie als die Pixel-Konkurrenz.

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Marktpositionierung und Preisgestaltung

Die Preisgestaltung für die neuen Motorola-Modelle wird voraussichtlich über dem Niveau der Google-Geräte liegen. Während für das Pixel 11 ein Einstiegspreis von 900 US-Dollar und für das Pro XL ein Preis von 1300 US-Dollar angesetzt wird, sollen die Motorola-Geräte aufgrund der verbauten Hardware-Komponenten teurer ausfallen.

Günstigere Modelle von Motorola, die ebenfalls GrapheneOS unterstützen, könnten zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Da diese Geräte jedoch eine längere Anpassungszeit für die Software-Updates benötigen und die technischen Hürden bei weniger leistungsstarken Chipsätzen höher liegen, liegt der Fokus zum Marktstart im Jahr 2027 zunächst auf dem Premium-Segment.