Motorola bringt Bewegung in den Wettstreit um das nächste große Falthandy-Format. In einem Teaser-Video, das die Historie der Razr-Reihe seit 2004 nachzeichnet und 22 Jahre Razr feiert, deutete der Hersteller ein neues, deutlich breiteres Foldable im Stil eines Passports an.
Das Gerät im Video erscheint bewusst im Schatten, wirkt aber breiter als Samsungs Galaxy Z Fold8 und trägt eine durchgehende Kamera-Leiste über die gesamte Rückseite. Konkrete Spezifikationen, Preis oder Launch-Termin nannte Motorola in dem Clip nicht.
Passport-Format soll gegen Samsung und Apple antreten
Das gezeigte Gerät wirkt dicker als bisherige Razr-Modelle, besitzt flache Kanten und ein pillenförmiges Kameragehäuse. Die rund acht Sekunden lange Sequenz zeigt zudem eine horizontale Kamera-Leiste, wie sie ähnlich beim erwarteten iPhone Duo und beim Xiaomi 18 Fold zu sehen ist. Motorola positioniert das neue Modell damit erkennbar als Antwort auf die Galaxy-Z-Fold-Serie von Samsung und auf Apples erstes Falthandy.
In einem separaten Auftritt kritisierte Motorola Apples späten Markteintritt ins Foldable-Segment und verglich das eigene Gerät mit einem „kleinen Passaporte“ – schmaler in der Anmutung, aber breiter aufgeklappt als bisherige Razr-Foldables. Samsung wiederum reagierte auf das Apple-Event mit einem spöttischen Social-Media-Post.
Display kommt von BOE
Neu an den zuletzt bekannt gewordenen Details ist die Angabe zum Display-Zulieferer: Für das als „Razr Fold Wide“ gehandelte Gerät soll BOE das Panel liefern.
Diese Zuordnung passt zu den zuvor durchgesickerten Design-Unterlagen, die ein nahezu faltenfreies Innendisplay, ein randloses Cover-Display sowie ein „3D-Glas“ mit stark gebogenen Seitenkanten zeigen – ein Kantenprofil, das an bisherige Motorola-Edge-Modelle erinnert.
Motorola zeigt in seinem Teaser ein deutlich breiteres Falthandy im Passport-Stil — ein klares Signal gegen Galaxy Z Fold8 und iPhone Duo. Konkrete Specs, Preis oder Termin nennt der Hersteller aber bis heute nicht. Damit Sie trotzdem wissen, ob sich das Warten lohnt, fasst unser kostenloser Guide die bekannten Details zusammen. Foldable-Formate im Vergleich — jetzt Guide sichern
Die Skizzen weisen zudem asymmetrische Kanten auf: links scharf, rechts abgerundet, kombiniert mit einem besonders schlanken Gehäuse und einem leicht zu öffnenden Klappmechanismus.
Zertifizierung und Zeitplan bleiben vage
Eine WPC-Zertifizierung nährt Spekulationen über eine bevorstehende Marktvorbereitung. Allerdings betrifft die zuletzt registrierte WPC-Freigabe offenbar zunächst eine Verizon-Variante des bereits existierenden Razr Fold, erkennbar an einer Modellnummer mit dem Zusatz „V“ sowie an Qi-2.2.1-Laden ohne Magnete.
Ob und wann daraus ein eigenständiges „Razr Fold Wide“ wird, ist weiterhin offen. Frühere Gerüchte sprechen von einem möglichen Event noch in den kommenden Wochen und einem Marktstart bis Ende des Jahres, ein Name, ein Preis oder ein verbindliches Launch-Datum sind aber bislang nicht bestätigt.
Bestehendes Razr Fold als Referenzpunkt
Zur Einordnung: Das aktuelle Motorola Razr Fold, vorgestellt zur CES 2026, bietet ein 8,1-Zoll-Innendisplay, ein 6,6-Zoll-Cover-Display, einen Snapdragon 8 Gen 5 sowie drei 50-Megapixel-Kameras. Es ist seit Mai 2026 für rund 2.000 Euro beziehungsweise 1.899 US-Dollar erhältlich, verfügt über einen 6.000-mAh-Akku mit 80 Watt kabelgebundenem und 50 Watt kabellosem Laden und wiegt 243 Gramm.
Über 2.000 Euro für ein Foldable sind kein Kleingeld — und niemand sagt Ihnen verbindlich, welches Faltformat sich durchsetzt. Unser kostenloser Guide ordnet Passport-Breitformat, Buch- und Flip-Varianten ein und zeigt, welche Modelle von Motorola, Samsung und Apple ihren Preis aktuell rechtfertigen. Preis-Leistungs-Check für Foldables anfordern
Zum Vergleich: Apples iPhone Duo bietet ein 7,6-Zoll-Innendisplay, ein 5,4-Zoll-Außendisplay, den Chip A20 Pro, Apple-Pencil-Unterstützung sowie Touch ID und startet bei 1.999 US-Dollar beziehungsweise ab 2.299 Euro.
Samsungs Galaxy Z Fold8 Ultra wird mit rund 2.399 Euro gehandelt. Als weitere Konkurrenten im breiten Foldable-Segment gelten Huawei Pura X Max und Xiaomi 18 Fold. Wie sich Motorolas kommendes Modell preislich und technisch gegen dieses Feld positioniert, bleibt bis zu einer offiziellen Ankündigung offen.

