Die IT-Beratung msg und der Cyber-Spezialist SECUINFRA gehen eine strategische Partnerschaft ein. Ziel ist ein Rund-um-die-Uhr-Schutz für Unternehmen gegen wachsende Cyber-Bedrohungen. Der Schritt kommt zur rechten Zeit: Seit Ende 2025 verschärft das neue IT-Sicherheitsgesetz NIS2 die Anforderungen für Tausende Firmen drastisch.
Lücke im Markt für 24/7-Überwachung schließen
Kern der Kooperation ist die Integration des zertifizierten Security Operations Center (SOC) von SECUINFRA in das Dienstleistungsportfolio von msg. Kunden aus Banken, Versicherungen und dem öffentlichen Sektor erhalten so nahtlosen Übergang von der Sicherheitsberatung zur operativen Cyber-Abwehr. Für viele Organisationen schließt sich damit eine kritische Lücke. Der chronische Fachkräftemangel macht den Betrieb eigener, durchgehend besetzter Sicherheitsteams oft unmöglich.
„Durch die Partnerschaft können unsere Kunden auf SOC-Dienstleistungen in Enterprise-Qualität zugreifen, ohne die hohen Investitionen für einen eigenen Aufbau tätigen zu müssen“, erklärt ein msg-Sprecher. Der Fokus liegt auf Managed Detection and Response (MDR). Dabei geht es nicht um passives Blocken bekannter Viren, sondern um aktive Jagd auf Bedrohungen und Echtzeit-Analyse von Netzwerkanomalien. Spezialisten im SOC überwachen die Systeme der Kunden ganzjährig, um Angriffe zu identifizieren und einzudämmen, bevor sie großen Schaden anrichten.
Das neue NIS2-Gesetz und die steigende Zahl versteckter Angriffe zeigen: Viele Unternehmen brauchen rund-um-die-Uhr-Detektion, haben aber nicht die internen Ressourcen. Das kostenlose E‑Book „Cyber Security Awareness Trends“ erklärt praxisnah, wie Managed Detection & Response (MDR) und SOC‑Services funktionieren, welche schnellen Abwehrmaßnahmen Sie sofort umsetzen können und wie Sie Meldefristen zuverlässig einhalten. Ein kompakter Leitfaden für IT‑Leiter und Entscheider im Mittelstand. Jetzt kostenlosen Cyber-Security-Report herunterladen
Neue Dienstleistung: Versteckte Angreifer aufspüren
Parallel zur Partnerschaft führen die Unternehmen einen neuen Service ein: das Managed Compromise Assessment. Dieser proaktive Dienst sucht nach „schlafenden“ Bedrohungen – Malware oder Zugangspunkte, die bereits die erste Verteidigungslinie umgangen haben, aber stillhalten, um unentdeckt zu bleiben.
Moderne, fortgeschrittene Angriffe verharren oft monatelang untätig in Netzwerken, bevor sie ihr Ziel wie Datendiebstahl oder Erpressung ausführen. Der neue Service nutzt forensische Tools, um genau diese versteckten Kompromittierungs-Indikatoren aufzuspüren. Er ist für verschiedene IT-Landschaften verfügbar, darunter Microsoft Cloud, klassische Rechenzentren und hybride Modelle. Diese Flexibilität spricht besonders den deutschen Mittelstand an.
NIS2-Gesetz treibt Nachfrage und Konsolidierung
Der Zeitpunkt der Allianz ist kein Zufall. Seit dem Inkrafttreten des deutschen NIS2-Umsetzungsgesetzes im Dezember 2025 unterliegen Tausende bisher nicht regulierter Unternehmen aus Bereichen wie Abfallwirtschaft oder Lebensmittelproduktion strengen Cybersicherheits-Pflichten.
„Das Gesetz schreibt kurze Meldefristen für Vorfälle vor und macht Vorstände persönlich haftbar“, betont eine Rechtsanwältin für IT-Sicherheitsrecht. Diese Regulierung treibt die Nachfrage nach externen Anbietern, die konforme Service-Level-Agreements garantieren können. Der Markt für „Cybersecurity as a Service“ verzeichnet im DACH-Raum bereits zweistellige Wachstumsraten.
Die Partnerschaft spiegelt einen breiteren Trend wider: Beratungsunternehmen rüsten sich mit operativen Fähigkeiten auf, um die lukrative Marktlücke zu besetzen. Ähnliche Bewegungen, wie die Restrukturierung der Deutschland-Aktivitäten des Schweizer Anbieters InfoGuard im Januar, deuten auf ein hartes Rennen um Marktanteile hin.
KI als Helfer, der Mensch entscheidet
Ein zentraler Baustein des gemeinsamen Angebots ist der intensive Einsatz von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (KI). Sie bewältigt die enorme Flut an Sicherheitswarnungen moderner IT-Systeme. Das SOC von SECUINFRA nutzt hochentwickelte SIEM-Systeme, die Daten Tausender Endpunkte sammeln und auswerten.
Dabei bleibt der Mensch unverzichtbar. KI filtert zwar falsche Alarme heraus, doch für die finale Analyse kritischer Vorfälle sind zertifizierte Analysten entscheidend. Diese „Human-in-the-Loop“-Strategie gilt als essenziell, um komplexe Angriffsvektoren wie Social Engineering zu verstehen, bei denen automatisierte Tools oft den Kontext nicht erfassen.
Durch die Kombination von msgs Branchenwissen – dem Verständnis dafür, was für ein Geschäft kritisch ist – und SECUINFRAs technischer Bedrohungsanalyse versprechen die Partner eine kontextbewusste Verteidigungsstrategie. Für die deutsche Wirtschaft, die zunehmend Ziel automatischer, KI-gestützter Angriffe wird, könnte dieses Modell Schule machen.
Übrigens: KI und Automatisierung entlasten SOCs, ersetzen aber keine zertifizierten Analysten – und neue Regelwerke (z. B. KI‑Verordnung, NIS2) verlangen Nachweise, Dokumentation und Risikbewertungen. Das kostenlose E‑Book fasst die relevanten gesetzlichen Änderungen zusammen, zeigt Prioritäten für die Automatisierung und liefert konkrete Schritte zur Zusammenarbeit mit externen SOC‑Partnern. Ein praktischer Leitfaden, wenn Sie jetzt einen zertifizierten SOC evaluieren möchten. E-Book ‚Cyber Security Awareness Trends‘ anfordern





