Auf dem OCP Global Summit 2026 in San Jose präsentiert MSI eine erweiterte Palette an offener Rechenzentrums- und KI-Infrastruktur. Im Zentrum des Messeauftritts stehen 21-Zoll-ORv3-Systeme und modulare Bausteine nach dem Standard DC-MHS. Ergänzt wird die Präsentation durch GPU-Server-Plattformen auf Basis der NVIDIA-MGX-Architektur sowie eine kompakte Desktop-Lösung für KI-Entwicklungen.
Modulare ORv3- und DC-MHS-Architekturen
Die von MSI vorgestellten 21-Zoll-ORv3-Systeme basieren auf der DC-MHS-Spezifikation und setzen auf Prozessoren der Serie AMD EPYC 9006, die bis zu 600 Watt TDP pro Knoten unterstützen.
Die Plattformen sind mit einer 48-Volt-Stromschiene, PCIe 6.0 sowie Unterstützung für RDIMM mit bis zu 8.000 MT/s und MRDIMM mit bis zu 12.800 MT/s ausgestattet.
Bei den Serverknoten differenziert das Unternehmen zwischen zwei Bauweisen: Das Modell CD281-S4091-X2 ist als luftgekühltes 2OU-System mit zwei Knoten konzipiert und bietet pro Node 16 DDR5-DIMM-Steckplätze sowie acht frontseitige E1.S-PCIe-6.0-NVMe-Schächte.
Für dichtere und flüssigkeitsgekühlte Umgebungen steht das Modell CD182-S6091-X2 bereit, das in einem 1OU-Gehäuse zwei direktflüssigkeitsgekühlte Knoten integriert und pro Node 32 DDR5-DIMM-Slots sowie vier frontseitige E1.S-NVMe-Einschübe umfasst.
Darüber hinaus erweitert MSI sein DC-MHS-HPM-Portfolio über AMD- und Intel-Architekturen hinweg mit den Formfaktoren M-FLW, M-DNO Type 4/2 und M-SDNO. Für AMD-Prozessoren stehen die Module D6082, D4091 und D4081 mit PCIe 6.0, bis zu 32 DDR5-DIMM-Steckplätzen und MRDIMM bis 12.800 MT/s zur Verfügung.
Für Intel-Umgebungen umfasst das Angebot die Boards D5062, D3066, D3071 und D3061. Das Modell D3071 unterstützt Intel Xeon 6900E+ mit 12 Speicherkanälen und MRDIMM bis 8.800 MT/s sowie PCIe 5.0 und OCP 3.0.
Hochleistungs-GPU-Server und Rack-Integration mit NVIDIA MGX
Für hochskalierende Workloads stellt MSI ein 48RU-Rack auf Basis der NVIDIA-MGX-Architektur aus. Der Schrank integriert vier flüssigkeitsgekühlte Server des Typs CG681-S6093, ergänzt durch NVIDIA Spectrum-4 SN5600 für das Daten-Switching und SN2201 für das Out-of-Band-Netzwerk. Bei voller Bestückung fasst das 48RU-Rack bis zu 32 Einheiten der NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition.
Die rasante Entwicklung bei KI-Systemen stellt nicht nur Hardware-Anforderungen, sondern unterwirft Unternehmen auch neuen rechtlichen Leitplanken. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den Überblick über Fristen, Pflichten und Risikoklassen, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Das darin eingesetzte 6U-System CG681-S6093 nimmt pro Einheit bis zu acht flüssigkeitsgekühlte GPUs der RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition auf. Angetrieben wird die Plattform von zwei Prozessoren der Serie AMD EPYC 9006. Neben bis zu 32 DDR5-DIMM-Slots und PCIe 6.0 verfügt der Server über bis zu acht NVIDIA ConnectX-8 SuperNICs mit jeweils 400 Gbps Ethernet pro Port, was voll bestückt eine Netzwerkbandbreite von bis zu 3,2 Tbps pro Server ermöglicht.
Für hybride Arbeitslasten ergänzt MSI das Angebot um das 2U-System CG290-S3063 auf NVIDIA-MGX-Basis. Dieses unterstützt Prozessoren der Reihen Intel Xeon 6500P oder 6700P, bietet 136 PCIe-Lanes, 16 DDR5-RDIMM-Slots für bis zu 6.400 MT/s, acht PCIe-5.0-x16-Steckplätze, vier U.2-NVMe-Laufwerke sowie zwei M.2-Slots. Es fasst bis zu vier Beschleuniger, wahlweise NVIDIA H200 NVL, RTX PRO 6000 oder RTX PRO 4500 Blackwell Server Edition.
Kompaktes KI-Supercomputing und Marktperspektiven
Für Arbeitsgruppen und lokale Entwicklungsumgebungen zeigt MSI die XpertStation WS300 auf Basis der NVIDIA-DGX-Station-Architektur. Das Desktop-System integriert den NVIDIA GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip und stellt bis zu 748 Gigabyte kohärenten Speicher bereit.
Wer moderne KI-Technologien einsetzt, muss heute genau wissen, welche Systeme als Hochrisiko eingestuft werden und welche Dokumentationspflichten damit verbunden sind. Dieser kostenlose Report klärt auf, was Unternehmen jetzt konkret tun müssen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act herunterladen
Zur Netzanbindung dient eine duale 400-GbE-Verbindung über eine ConnectX-8 SuperNIC. Die unter Linux und Windows lauffähige Station lässt sich zudem mit einem zweiten System zu einem Cluster koppeln.
Wie das Management von MSI hervorhob, liege der strategische Schwerpunkt auf einer flexiblen Skalierung, die von einzelnen Workstations bis hin zu vollständigen KI-Racks reicht. Marktbeobachter verweisen derweil auf branchenweite Herausforderungen wie mögliche Lieferengpässe bei spezialisierten GPU-Komponenten sowie den intensiven Wettbewerb durch alternative modulare Rechenzentrumsarchitekturen.

