Gleich drei Hersteller haben im Juni 2026 ihre neuesten Flaggschiffe vorgestellt – mit KI-Prozessoren, Augmented-Reality-Brillen und Preisen, die an High-End-Gaming-Laptops erinnern.
MSI Claw 8: Intels Antwort auf die Konkurrenz
MSI bringt sein nächstes Handheld am 23. Juni 2026 auf den Markt. Der Claw 8 EX AI Plus ist das erste Gerät mit dem neuen Intel Arc G3 Extreme-Chip auf Basis der Lunar-Lake-Architektur. Der Einstiegspreis liegt bei umgerechnet rund 1.700 Euro – ein deutliches Signal, dass MSI nicht im Budget-Segment mitspielen will.
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Die technischen Daten können sich sehen lassen: 32 Gigabyte LPDDR5X-Arbeitsspeicher, eine Terabyte-SSD und ein 8-Zoll-IPS-Touchscreen mit 120 Hertz. Besonders bemerkenswert: Der 80-Wattstunden-Akku soll die hohe Leistungsaufnahme des neuen Prozessors abfedern. Erste Tests mit einer Beta-Version von SteamOS zeigen, dass selbst anspruchsvolle Titel wie „Cyberpunk 2077″ flüssig laufen – je nach Einstellung zwischen 40 und 60 Bildern pro Sekunde.
Zum Vergleich: Das ist das Niveau eines soliden Gaming-Notebooks, nur im Hosentaschenformat.
OneXPlayer X2 Mini Pro: Crowdfunding mit überraschendem CPU-Wechsel
Noch einen Schritt weiter geht OneXPlayer. Das Unternehmen startete am 15. Juni 2026 eine Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo für den X2 Mini Pro. Die Preise beginnen bei umgerechnet 2.400 Euro für die Version mit 48 Gigabyte RAM und einer Terabyte SSD. Das absolute Spitzenmodell mit 64 Gigabyte RAM, zwei Terabyte Speicher und Flüssigkeitskühlung kostet knapp 2.900 Euro.
Doch es gibt eine Überraschung: Statt des ursprünglich angekündigten 16-Kern-Prozessors kommt nun der AMD Ryzen AI Max+ 388 mit acht Kernen zum Einsatz. Die Grafikeinheit bleibt die Radeon 8060S, unterstützt von einer KI-Einheit mit 50 Billionen Operationen pro Sekunde. Das 8,8-Zoll-AMOLED-Display liefert satte 144 Hertz – ein Traum für schnelle Shooter und Rennspiele.
Die Auslieferung soll im Juli 2026 beginnen. Wer nicht so tief in die Tasche greifen will, kann sich auch das Schwestermodell OneXPlayer X2 mit abnehmbaren Controllern oder den Apex Air ansehen – letzterer punktet mit einem wechselbaren 85-Wattstunden-Akku.
ASUS und XREAL: Gaming-Brille mit 240 Hertz
Die vielleicht spektakulärste Ankündigung kommt von ASUS und dem AR-Spezialisten XREAL. Gemeinsam präsentieren sie die ROG XREAL R1 Edition 20 – eine Augmented-Reality-Brille, die erstmals 240 Hertz Bildwiederholrate bietet. Möglich macht das Sony-Micro-OLED-Technologie.
Die technischen Details der Brille:
– 1.920 x 1.080 Pixel pro Auge
– Virtuelle 171-Zoll-Leinwand aus vier Metern Entfernung
– Nur 91 Gramm leicht
– Integrierte Bose-Lautsprecher
– Elektrochrome Abdunklung und 3DoF-Tracking
Die Brille kommt im Bundle mit dem Xbox Ally X20, der einen 7,4-Zoll-OLED-Bildschirm und den AMD Ryzen AI Z2 Extreme-Prozessor mitbringt. In Japan startet das Set am 14. Juli 2026 – der Preis liegt umgerechnet bei etwa 1.000 Euro für die Brille allein.
Der Clou: Die AR-Brille wird per USB-C angeschlossen und ist nicht nur mit dem ASUS-Ökosystem kompatibel. Ein separater Dock mit HDMI 2.0 und DisplayPort 1.4 macht sie zum vielseitigen Tool für alle, die Gaming jenseits des Bildschirms erleben wollen.
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Was bedeutet das für Gamer?
Der Trend ist eindeutig: Tragbare Konsolen werden erwachsen. Wo vor zwei Jahren noch Kompromisse bei Leistung und Akku nötig waren, liefern die neuen Modelle echte Desktop-Performance. Die Kehrseite: Die Preise explodieren. Wer das Neueste vom Neuen will, muss tief in die Tasche greifen – 2.000 Euro und mehr sind keine Seltenheit mehr.
Ob sich die Investition lohnt, hängt vom eigenen Anspruch ab. Für Gelegenheitsspieler reichen günstigere Modelle völlig aus. Wer aber die neuesten Titel in maximaler Qualität unterwegs zocken will, kommt an diesen High-End-Geräten kaum vorbei.

