MSI bringt mit der RTX 5090 Lightning Z die wohl extremste Grafikkarte aller Zeiten auf den Markt. Nach sieben Jahren Pause kehrt die legendäre Lightning-Serie zurück und setzt mit einer 1000-Watt-Leistungsaufnahme und integriertem 8-Zoll-Bildschirm neue Maßstäbe für Enthusiasten.
Die Rückkehr einer Legende
Die Lightning-Serie war stets MSIs Flaggschiff für extreme Overclocker. Die neue RTX 5090 Lightning Z und ihr etwas langsamerer Bruder, die Lightning X, setzen diese Tradition fort. Die Branche spricht bereits von einem „entfesselten“ Design.
Herzstück beider Karten ist ein maßgeschneiderter Schaltkreis mit einem gewaltigen 40-Phasen-Spannungsregler. Dieses System ist das stabilste, das je in einer Consumer-Grafikkarte verbaut wurde. Es versorgt den stromhungrigen GB202-Grafikchip von NVIDIA. Zwei 16-polige Stromanschlüsse sind nötig, um die Leistung zu liefern.
Während die Standard-RTX 5090 für etwa 600 Watt ausgelegt ist, hält die Lightning-Serie im „Extreme“-Modus volle 1000 Watt aus. Das verdoppelt den Spielraum für Rekord-Overclocking.
Extreme Technik: Flüssigkühlung für ein Kilowatt
Eine Kilowatt thermische Energie erfordert mehr als Luftkühlung. Beide Lightning-Modelle werden daher mit einer vorinstallierten All-In-One-Wasserkühlung ausgeliefert. Der Kühlkörper besitzt einen 360-Millimeter-Radiator mit drei Hochdruck-Lüftern.
Der Kühlblock bedeckt nicht nur den Grafikchip, sondern auch den Speicher und die Spannungsregler. So bleiben alle Komponenten auch bei Volllast im grünen Bereich.
Das Alleinstellungsmerkmal ist das integrierte 8-Zoll-Display. Es zeigt in Echtzeit Spannungen, Taktraten und Temperaturen an oder spielt eigene Animationen ab. MSI empfiehlt, die Karte senkrecht einzubauen, um das Display optimal zu präsentieren.
Lightning Z vs. Lightning X: Der feine Unterschied
Beide Karten teilen sich das gleiche Board und Kühlsystem. Der Unterschied liegt im ausgewählten Chip und den Taktraten.
- Lightning Z: Das absolute Topmodell. Nur 1.300 Stück werden weltweit produziert. Der Werks-Overclock treibt den Boost-Takt auf 2.730 MHz. Sie ist für Sammler und Rekordjäger gedacht.
- Lightning X: Die etwas zugänglichere Variante. Der Takt liegt bei etwa 2.565 MHz, aber die 1000-Watt-Architektur und das 8-Zoll-Display bleiben. Die Verfügbarkeit wird dennoch knapp sein.
Rekorde und eine spektakuläre Verlosung
Die Lightning Z schreibt bereits jetzt Geschichte. Professionelle Overclocker haben die Karte mit Flüssigstickstoff auf über 3,7 GHz getrieben und mehrere Weltrekorde gebrochen. Ein spezielles „XOC“-BIOS erlaubt dabei sogar bis zu 2.500 Watt.
Um die Community einzubinden, startete MSI am 14. Januar eine globale Verlosung. Bei der „Break Your Limit“-Aktion kann ein Teilnehmer eine Lightning Z gewinnen – ein Preis mit einem geschätzten Wert von über 3.700 Euro.
Marktkontext: Ein Luxusgut für Nischen-Enthusiasten
Der Launch erfolgt in einer Zeit, in der High-End-Grafikkartenpreise neue Höhen erreichen. Analysten schätzen den Preis der Lightning Z auf über 3.700 Euro. Sie ist damit ein Luxusartikel, keine Standardkomponente.
MSI rät Käufern zudem zum Upgrade des Netzteils. Empfohlen wird ein Modell mit mindestens 1.600 Watt und zwei nativen 16-poligen Anschlüssen. Die Lightning-Karten erfordern oft einen Komplettumbau des Systems.
Ausblick: Sofort ausverkauft
Für Februar erwartet der Handel einen sofortigen Ausverkauf der streng limitierten Lightning Z. Die Lightning X wird etwas verfügbarer sein, aber dennoch eine Rarität bleiben.
Mit diesem Launch setzt MSI eine neue Messlatte für Grafikkarten-Hersteller. Der Beweis, dass eine 1000-Watt-Consumer-Karte machbar ist, könnte die Konkurrenz zu eigenen Ultra-Enthusiast-Designs antreiben. Vorerst thront die Lightning Z jedoch allein auf dem Thron – als unbestrittener König des technischen Exzesses.




