MuleSoft AI Pod: Globant kombiniert KI und Ingenieure für Integrationen

Globant verbindet KI-Agenten mit menschlichen Ingenieuren und bietet drei Ausbaustufen für automatisierte Integrationsprozesse in Unternehmen an.

Anfang September hat das Technologieunternehmen Globant die Einführung des sogenannten MuleSoft AI Pod bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um ein hybrides Betriebsmodell, das künstliche Intelligenz und menschliche Ingenieursleistung kombiniert, um die Integration von Unternehmenssoftware zu beschleunigen. Das Modell setzt auf den Einsatz von KI-Agenten, die gemeinsam mit Fachkräften Integrationsprozesse steuern und umsetzen sollen.

Skalierbare Integrationsmodelle und Leistungswerte

Der MuleSoft AI Pod wird in drei verschiedenen Konfigurationsstufen angeboten, um unterschiedlichen Unternehmensanforderungen gerecht zu werden. Die Stufe „Lean“ ist auf sechs Integrationen pro Monat ausgelegt, während die Variante „Scaled“ zwölf und die Version „Advanced“ bis zu 24 Integrationen monatlich ermöglicht.

Durch den Einsatz dieser hybriden Struktur strebt das Unternehmen signifikante Verbesserungen bei den betrieblichen Kennzahlen an. Interne Benchmarks deuten auf einen Automatisierungsgrad von bis zu 80 Prozent in den Arbeitsprozessen hin. Zudem soll die Zeitspanne bis zur Wertschöpfung (Time-to-Value) um 15 bis 25 Prozent verkürzt werden. Der allgemeine Effizienzgewinn durch den Einsatz des Modells wird mit etwa 35 Prozent beziffert.

Strategische Einbettung in das Salesforce-Ökosystem

Die Einführung des neuen Angebots stützt sich auf eine über zwei Jahrzehnte gewachsene Partnerschaft zwischen Globant und Salesforce. Das Unternehmen blickt auf mehr als 1.200 abgeschlossene Projekte in diesem Umfeld zurück und verfügt über einen Pool von über 500 Experten für die Salesforce-Plattform Agentforce.

Die Entwicklung korrespondiert mit umfassenden Bewegungen innerhalb der Branche zur Automatisierung operativer Prozesse. Im vergangenen Jahr schloss Salesforce die Übernahme von Regrello ab, das nun unter der Bezeichnung Agentforce Operations firmiert.

Anzeige

Wer sich mit der zunehmenden Vernetzung und Automatisierung von Geschäftsprozessen befasst, muss auch die damit verbundenen Risiken im Blick behalten. Dieses kostenlose E-Book klärt darüber auf, welche rechtlichen Pflichten und Cyber-Bedrohungen Unternehmer jetzt kennen müssen. Report zu neuen KI-Gesetzen und Cyberrisiken anfordern

Diese Technologie zur agentenbasierten Prozessautomatisierung verspricht, Zykluszeiten um 50 bis 70 Prozent zu reduzieren und den Aufwand für die manuelle Dateneingabe um bis zu 80 Prozent zu senken. Die Bereitstellung erfolgt hierbei über verschiedene Pakete, die eine unterschiedliche Anzahl an sogenannten Blueprints umfassen.

Wachsender Markt für agentische Automatisierungslösungen

Der Vorstoß von Globant erfolgt in einem Marktumfeld, in dem zahlreiche Anbieter auf agentengestützte Systeme setzen. Zoho integrierte in seinem PaaS-Bereich Catalyst kürzlich fortschrittliche Sprachmodelle wie Anthropic Claude Code und OpenAI Codex, um die Zuverlässigkeit von KI-generiertem Code in Produktionsumgebungen zu erhöhen.

Auch UiPath hat mit der Einführung von Maestro eine Lösung für die agentische Automatisierung vorgelegt. In seinem zweiten Geschäftsquartal des Geschäftsjahres 2026 konnte UiPath einen Umsatz von 410,3 Millionen US-Dollar verzeichnen, was einem Zuwachs von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Anzeige

Mit der fortschreitenden Digitalisierung und dem Einsatz von KI wächst die Notwendigkeit, Sicherheitslücken proaktiv zu schließen und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie Ihr Unternehmen ohne teure Investitionen vor aktuellen Cyberangriffen schützen. Gratis-E-Book: Cyber Security Awareness Trends herunterladen

Ergänzend dazu zeigen Branchentrends eine zunehmende Verzahnung von Logistik- und Finanzprozessen. So wird Stripe voraussichtlich ab Ende August Stablecoin-Auszahlungen in USDC für Händler in zahlreichen Ländern ermöglichen, was die Transaktionsgeschwindigkeit deutlich erhöhen soll.

In einer früheren Studie von McKinsey wurde bereits darauf hingewiesen, dass integrierte Systeme zu 40 Prozent schnelleren funktionsübergreifenden Prozessen und einer Senkung der Betriebskosten um ein Viertel führen können.

Während Unternehmen wie Globant ihre Modelle bereits im Markt positionieren, gibt es in der Branche auch unbestätigte Berichte über ähnliche Entwicklungen bei anderen großen Plattformbetreibern. Branchenanalysten beobachten etwa die mögliche Entwicklung eines Marktplatzes für KI-Agenten bei führenden E-Commerce-Dienstleistern, der autonome Funktionen für Preisgestaltung und Lieferantenverhandlungen bereitstellen könnte.