Muse Spark Open: Meta und Apple bringen KI auf Mac Studios mit M5 Ultra

Das 816-Milliarden-Parameter-Modell läuft lokal auf vernetzten Mac Studios; die Aktien von Meta und Apple gaben leicht nach.

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Meta hat das Open-Weight-Modell Muse Spark Open angekündigt und arbeitet mit Apple zusammen, um das System lokal auf High-End-Macs auszuführen. Ziel der Kooperation ist es, den lokalen Betrieb auf Mac Studios mit dem Chip M5 Ultra über das Entwicklungsframework MLX zu ermöglichen. Wie Berichte vom 15. Oktober 2026 darlegen, soll die Partnerschaft anspruchsvolle KI-Arbeitslasten direkt auf Rechnerverbünden am Arbeitsplatz etablieren.

Hohe Parameterzahl und breite Bereitstellung

Nach Angaben von Meta handelt es sich bei Muse Spark Open um das leistungsfähigste Open-Weight-Modell aus den USA. Es ist als nativ multimodales Mixture-of-Experts-System (MoE) mit insgesamt 816 Milliarden Parametern konzipiert, von denen 42 Milliarden aktiv genutzt werden, und verfügt über ein Kontextfenster von 1 Million Token.

Laut internen Benchmarks des Unternehmens übertrifft das Modell chinesische Konkurrenzsysteme wie GLM 5.3 und Kimi K3 bei agentischen Aufgaben und visuellem Denken.

Die Modellgewichte werden unter der Muse Model License veröffentlicht, die eine eingeschränkte kommerzielle Nutzung vorsieht. Neben dem kostenlosen Download über Hugging Face wird das Modell auf Plattformen wie Amazon SageMaker AI, Google Cloud Model Garden und Microsoft Foundry Models bereitgestellt.

Zu den API-Partnern gehören Baseten, Fireworks AI, Groq, Modal, Nebius, OpenRouter und Together AI. Auf Seite der GPU-Infrastruktur sorgt ein Helion-Kernel in SGLang laut Meta für einen 1,03- bis 3,95-fachen Kernel-Speedup auf Nvidia- und AMD-Grafikkarten sowie für 3 Prozent End-to-End-Speedup auf Beschleunigern des Typs AMD MI350.

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Lokale Ausführung auf Mac-Studio-Clustern

Im Rahmen der gemeinsamen Optimierung testete Apple ML Research das Modell auf eigener Hardware. Ein Cluster aus vier Mac Studios erreicht in der NVFP4-Quantisierung eine Ausgabegeschwindigkeit von über 36 Token pro Sekunde bei einem Kontext von 8.192 Token.

In Standardpräzision BF16 benötigt das Modell mehr als 1,6 Terabyte Arbeitsspeicher, während in NVFP4 rund 493 Gigabyte Speicher anfallen, weshalb eine Parallelisierung erforderlich ist.

Über MLX lässt sich Muse Spark Open laut Meta auf zwei Mac Studios mit M5 Ultra betreiben, die jeweils bis zu 512 Gigabyte Unified Memory und eine Bandbreite von 1,2 Terabyte pro Sekunde bieten.

Nach Angaben von Apple ML Research beschleunigt eine Pipeline-Parallelisierung über zwei Systeme den Prefill bei 65.536 Token um das bis zu rund 1,8-Fache gegenüber einem Einzelknoten. Die Verbindung erfolgt über RDMA via Thunderbolt 5 unter macOS 26.2 sowie MLX ab Version 0.30.1.

Im Hardware-Vergleich hebt Apple ML Research hervor, dass der M5 Ultra die Time-to-First-Token (TTFT) dank integrierter Neural Accelerators um das bis zu 4,6-Fache gegenüber dem Vorgänger M3 Ultra verkürzt.

Die Dekodierung laufe 1,6-mal schneller ab, gestützt auf die höhere Bandbreite des gemeinsamen Arbeitsspeichers von 1,2 Terabyte pro Sekunde im Vergleich zu 819 Gigabyte pro Sekunde beim M3 Ultra. Die Spitzenleistung unter Volllast bei 65.536 Token Kontext beziffert Apple ML Research auf rund 200 Watt beim M3 Ultra und rund 300 Watt beim M5 Ultra.

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Kosten und strategische Einordnung

Nutzer können laut Meta zwei bis vier Mac Studios zusammenschalten, um Aufgaben wie Programmierung, Videoanalysen und agentische Workflows zu bewältigen. Dies senke laufende Betriebskosten und erhöhe die Datensicherheit.

Ein Mac Studio mit M5 Ultra und 256 Gigabyte Arbeitsspeicher schlägt bei Apple mit mindestens 10.799 US-Dollar zu Buche, während vier dieser Systeme für den lokalen Betrieb rund 38.000 US-Dollar kosten. Eine Variante mit 512 Gigabyte Speicher soll im späteren Verlauf des Oktobers folgen; Preis und genauer Termin stehen noch aus.

Die Zusammenarbeit markiert eine Annäherung der Konzerne nach früheren Belastungen: 2022 hatte Meta geschätzt, dass Apples Datenschutzänderungen aus dem Jahr 2021 rund 10 Milliarden US-Dollar Werbeumsatz gekostet hätten. Zur Vorstellung dankte Meta-Chef Mark Zuckerberg dem Apple-Manager John Ternus.

Meta-KI-Chef Alexandr Wang verwies auf den ehemaligen Apple-Manager Daniel Gross als Schlüsselfigur der seit mehreren Monaten laufenden Kooperation. Die Finanzmärkte reagierten verhalten auf die Ankündigung: Berichten vom 15. Oktober 2026 zufolge verlor die Meta-Aktie META 0,11 Prozent, während das Apple-Papier AAPL um 0,28 Prozent nachgab.

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