mVolt+ 0.36: Software umgeht Nvidia-Leistungslimits ohne Hardware-Mod

Die Software mVolt+ 0.36 hebt die vBIOS-Leistungsgrenzen von Nvidia-Grafikkarten per Software auf. Besonders RTX 5090 und 5080 erreichen deutlich höhere Taktraten und Leistungsaufnahmen.

Ein neues Tuning-Tool namens mVolt+ sorgt für Aufsehen in der Grafikkarten-Community: Die Version 0.36 der Software erlaubt es, die vBIOS-Leistungslimits von Nvidias Blackwell-basierten Grafikkarten zu umgehen – und das ohne die aufwendige und riskante Hardware-Modifikation per Shunt-Widerstand. Nutzer können damit die von Nvidia vorgegebenen Leistungsgrenzen ihrer Karten deutlich überschreiten.

Deutliche Leistungssprünge bei den High-End-Modellen

Am eindrucksvollsten zeigt sich der Effekt bei der RTX 5090: Mit mVolt+ erreicht die Karte eine Leistungsaufnahme von 700 Watt – ein Plus von 21 Prozent gegenüber Nvidias offiziellem TDP-Wert von 575 Watt.

Bei dieser Leistungsaufnahme takten Nutzer nach eigenen Angaben mit rund 3,2 GHz Kerntakt und 2,8 GHz auf dem XBAR-Takt. Reduziert man die Leistungsaufnahme leicht auf 675 Watt, liegen die erreichten Taktraten noch bei 3,15 bis 3,20 GHz.

Auch die RTX 5080 profitiert von dem Tool: Statt der regulären 450 Watt TGP lässt sich die Karte auf 680 Watt bringen, ebenfalls ohne Shunt-Modding. Ein Test mit einer wassergekühlten ASUS ROG Astral RTX 5080 ergab dabei 11.017 Punkte im Steel-Nomad-Benchmark sowie 11.012 Punkte in Speed Way.

Zusatzleistung mit abnehmendem Ertrag

Der Leistungsgewinn durch die höhere Watt-Zufuhr fällt allerdings ungleich aus. Bei der RTX 5090 ergeben sich laut Berichten aus der Community rund 10 zusätzliche Frames pro Sekunde für jeweils 200 zusätzliche Watt – ein Verhältnis, das die Grenzen des Effizienzgewinns bei extremem Übertakten verdeutlicht.

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Noch deutlicher zeigt sich dieser Effekt bei kleineren Modellen: Die RTX 5060 Ti profitiert von mVolt+ nur in sehr geringem Umfang, hier wurde lediglich ein Leistungszuwachs von 20 Watt gemessen. Das Tool scheint also vor allem bei den Topmodellen der Blackwell-Generation nennenswerte Effekte zu erzielen.

Versteckte Steuerungsmechanismen offengelegt

Technisch macht sich mVolt+ zunutze, dass in der Blackwell-Architektur offenbar Steuerungsmechanismen vorhanden sind, die in den regulären vBIOS-Konfigurationen nicht zugänglich sind.

Laut Berichten legt die Software genau diese verborgenen Kontrollmöglichkeiten frei und erlaubt es dadurch, die von Nvidia gesetzten Grenzen zu überschreiten, ohne dass Anwender Hand an die Platine legen und Shunt-Widerstände austauschen müssen – ein Verfahren, das bislang die gängige, aber technisch anspruchsvollere Methode für solche Modifikationen war.

Einordnung für Nutzer

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Für Enthusiasten, die maximale Leistung aus ihrer Hardware herausholen wollen, senkt mVolt+ die Einstiegshürde erheblich, da keine physischen Eingriffe an der Grafikkarte mehr nötig sind.

Gleichzeitig bedeutet der Betrieb weit oberhalb der vom Hersteller spezifizierten Leistungsaufnahme ein höheres Risiko für Bauteile und Kühlsystem, insbesondere bei den beobachteten Werten von 700 Watt für die RTX 5090 und 680 Watt für die RTX 5080. Wie sich Nvidia zu derartigen Tools positioniert und ob Garantieansprüche durch deren Nutzung berührt werden, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.