N-Studio: ScreenToGif-Nachfolger startet im Microsoft Store

Nicke Manarins N-Studio vereint Bildschirmaufnahme und Schnitt in einem Tool. Die Software ist ab sofort im Microsoft Store erhältlich.

Der Entwickler Nicke Manarin hat mit N-Studio einen Nachfolger für sein beliebtes Open-Source-Tool ScreenToGif veröffentlicht. Die neue Software vereint Bildschirmaufnahme, Timeline-Editor und Export-Funktionen in einer Anwendung.

N-Studio ist seit dem 5. Mai 2026 im Microsoft Store verfügbar und adressiert ein bekanntes Problem von Windows-Nutzern: die Zersplitterung der nativen Aufnahme-Tools. Während Microsoft mit Snipping Tool, Game Bar und Clipchamp gleich mehrere Lösungen anbietet, wirken diese oft wie isolierte Insellösungen. Für professionelle Anwender, die Dokumentationen, Support-Tickets oder Kundenpräsentationen erstellen, fehlt bislang ein durchgängiger Workflow.

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Zwei Editionen für unterschiedliche Anforderungen

Die Software erscheint in zwei Versionen: einer kostenlosen Starter-Edition und einer kostenpflichtigen Professional-Variante für umgerechnet rund 33 Euro. Die Basisversion bietet bereits umfangreiche Aufnahme-Optionen:

  • Aufnahme-Steuerung: Bildraten von 1 bis 60 fps, manuelle Auslöser durch Mausklicks oder Tastaturbefehle
  • Audio und Eingaben: Gleichzeitige Aufnahme von Systemaudio und Mikrofon, Darstellung von Mausklicks und Tastatureingaben
  • Basisschnitt: Trimmen, Zuschneiden und Skalieren von Aufnahmen
  • Export: Unterstützung für MP4, MKV, GIF, APNG, WEBP und zahlreiche weitere Formate

Die Professional-Version erweitert das Angebot um einen vollwertigen Timeline-Editor mit mehreren Ebenen für Text, Formen, Zeichnungen und externe Medien. Hinzu kommen Spezialfunktionen wie Pixelierung für sensible Daten, Helligkeitsanpassungen und Fortschrittsbalken. Besonders praktisch: Die Timelapse-Funktion erlaubt Aufnahmen mit bis zu einem Bild pro Stunde für Langzeitdokumentationen.

Vom Spezialisten zum Allrounder

Nicke Manarin ist in der Windows-Community kein Unbekannter. Sein Tool ScreenToGif hatte sich als Spezialist für leichte Animationen einen Namen gemacht. N-Studio führt diese Tradition fort, erweitert das Konzept aber deutlich in Richtung eines universellen Aufnahme- und Bearbeitungswerkzeugs.

Die Marktpositionierung ist strategisch klug gewählt. Während das macOS-Ökosystem mit durchdachten Bildschirmaufnahme-Apps punktet, blieb Windows-Nutzern lange die Wahl zwischen rudimentären Bordmitteln und überdimensionierten Profi-Suiten. N-Studio besetzt diese Lücke mit einem pragmatischen Ansatz: Keine Werbung, keine Wasserzeichen, keine künstlichen Aufnahmebegrenzungen – weder in der kostenlosen noch in der Bezahlversion.

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Technische Voraussetzungen und Ausblick

Das Tool läuft unter Windows 10 und 11. Empfohlen werden mindestens 8 GB Arbeitsspeicher sowie ein Quad-Core-Prozessor für flüssiges Arbeiten mit mehreren Ebenen. Die Professional-Lizenz schließt kostenlose Updates für alle künftigen Versionen 1.x ein – ein klares Signal für Langzeitnutzer.

Ob N-Studio den Spagat zwischen Leichtigkeit und Funktionsumfang meistert, wird sich zeigen. Der Vorgänger ScreenToGif überzeugte durch Effizienz, der Neue muss nun beweisen, dass sich die zusätzliche Komplexität eines Timeline-Editors nicht negativ auf die Performance auswirkt. Gelingt dieser Balanceakt, könnte N-Studio tatsächlich zum neuen Standard für kleine, aber feine Kreativ-Tools unter Windows werden.