Nationwide warnt Millionen Kunden vor gefälschten Post-Briefen

Betrüger nutzen professionell gefälschte Post, um Kunden mit angeblichen Top-Sparangeboten zu täuschen. Die britische Nationwide Building Society bestätigt die Masche und gibt Erkennungsmerkmale bekannt.

Eine neue Betrugswelle nutzt täuschend echte Briefe, um Sparer mit falschen Top-Zinsen zu ködern. Die britische Nationwide Building Society warnt ihre Kunden vor dieser gefährlichen Masche.

Die Betrüger setzen auf altmodische Post, um digitale Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen. Die Briefe imitieren das offizielle Branding der Bank und locken mit exklusiven, angeblich hochverzinslichen Sparangeboten. Besonders in der Feiertagszeit häufen sich die Meldungen über diese neuartige „Snail Mail“-Betrugskampagne.

Gefälschte „Exklusiv-Angebote“ für Sparer

Die professionell gestalteten Schreiben richten sich gezielt an Kunden der Nationwide. Sie werben mit festverzinslichen Sparbriefen, deren Konditionen deutlich über dem Marktdurchschnitt liegen sollen. Konkret nennen die Fälschungen einen „1-Year Fixed Rate Bond Saver“ mit 6,45 Prozent und einen „2-Year Fixed Rate Saver“ mit 6,02 Prozent.

Um glaubwürdig zu wirken, behaupten die Absender eine „direkte Zusammenarbeit“ mit der seriösen Plattform Raisin. Das Angebot sei „exklusiv“ und „nicht öffentlich online einsehbar“ – ein klassischer Trick, um eine Überprüfung auf der echten Website der Bank zu verhindern.

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Interessierte werden aufgefordert, sich per E-Mail an eine spezifische Adresse wie APPLY@RAISINGPROMOTIONS.COM zu wenden. Der subtile Tippfehler in der Domain – „raising“ statt „raisin“ – ist ein klares Warnsignal. Nach der Kontaktaufnahme dürften die Betrüger sensible Finanzdaten abfragen oder zur Überweisung auf ein „Treuhandkonto“ auffordern.

So erkennen Sie die Fälschungen

Das Economic Crime Team von Nationwide hat bestätigt, dass es sich um Betrug handelt. Trotz des nachgeahmten Logos verraten sich die Briefe durch mehrere Merkmale:

  • Generische Ansprache: Statt des echten Namens steht oft „Sehr geehrter geschätzter Kunde“.
  • Künstlicher Zeitdruck: Fristen wie „Angebot muss bis zum 5. Dezember genutzt werden“ sollen zu überstürztem Handeln drängen.
  • Unübliche Kontaktwege: Seriöse Banken fordern niemals zur Antragstellung über eine externe E-Mail-Adresse auf.
  • Mangelnde Druckqualität: Viele Briefe wirken wie einfache Laserdrucke und nicht wie professionelle Firmenpost.

„Nationwide bestätigt, dass dies kein offizieller Brief ist“, heißt es in einer Stellungnahme. Echte Partnerangebote seien stets über die offizielle Website oder Banking-App verifizierbar.

Warum setzen Betrüger wieder auf Briefe?

Der Rückgriff auf physische Post markiert eine strategische Wende. Da E-Mail-Filter und die digitale Aufklärung der Nutzer besser werden, besinnen sich Kriminelle auf traditionelle Methoden. Ein Brief in der Hand wirkt vertrauenswürdiger als eine verdächtige E-Mail – besonders für ältere Menschen.

„Die Betrüger spekulieren darauf, dass wir bei physischer Post unsere Wachsamkeit senken“, erklärt ein Cybersicherheitsexperte. „Der Einsatz echter Markennamen wie Raisin schafft eine Glaubwürdigkeit, die täuschend echt wirken kann.“

Die Masche nutzt zudem die aktuelle Wirtschaftslage aus. Sparer sind auf der Suche nach besseren Renditen. Die angebotenen Zinsen sind attraktiv genug, um Interesse zu wecken, aber nicht so unrealistisch, dass sie sofort Misstrauen erregen.

Schutz vor der Hybrid-Betrugswelle

Experten rechnen für 2026 mit einer Zunahme solcher „Hybrid“-Betrugsmaschen, die offline und online verknüpfen. Der automatische Schutz von Banken stößt hier an Grenzen; die Verantwortung zur Prüfung liegt stärker beim Verbraucher.

Nationwide und andere Institute dürften ihre Aufklärungskampagnen verstärken. Für Kunden gelten klare Regeln:
* Unabhängig prüfen: Nutzen Sie niemals die Kontaktdaten aus einem verdächtigen Schreiben. Rufen Sie die Bank unter der Nummer auf Ihrer Karte an oder besuchen Sie die offizielle Website.
* Briefe melden: Verdächtige Post sollte umgehend der Bank gemeldet werden – per E-Mail an phishing@nationwide.co.uk oder persönlich in einer Filiale.

Die klare Botschaft zum Jahreswechsel: Seien Sie bei unerwarteten Finanzangeboten extrem vorsichtig – egal, ob sie per SMS, E-Mail oder Brief kommen.

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