Im Zentrum steht der „Agent Toolkit“ – eine Plattform für sogenannte KI-Arbeiter in Unternehmen und der Industrie.
Nemotron 3 Ultra: Rechenpower für Unternehmen
Das Herzstück der neuen Angebote bildet das NemoClaw-Framework zur Steuerung von KI-Agenten sowie das Nemotron 3 Ultra-Modell. Mit 550 Milliarden Parametern und einer Mixture-of-Experts-Architektur (MoE) ist es für anspruchsvolle Unternehmensaufgaben ausgelegt. Laut NVIDIA bietet das Modell eine fünffach schnellere Inferenz und bis zu 30 Prozent niedrigere Kosten im Vergleich zu früheren Versionen. Die Unterstützung eines Kontextfensters von einer Million Token ermöglicht die Verarbeitung großer Datenmengen.
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Zu den ersten Anwendern zählen Cadence, Dassault Systèmes, Siemens und Synopsys. Sie nutzen NemoClaw, um autonome KI-Ingenieure zu entwickeln. Berichten zufolge verkürzen die Werkzeuge Arbeitsabläufe, die zuvor Wochen dauerten, auf wenige Stunden. CrowdStrike und Palantir setzen die Nemotron-Modelle für Entscheidungsfindung und Bedrohungserkennung ein. Während das Toolkit und NemoClaw sofort verfügbar sind, erscheint Nemotron 3 Ultra am 4. Juni 2026 über NIM-Mikrodienste und Cloud-Partner wie Google Cloud, Oracle und Dell.
Sicherheit und Infrastruktur für KI-Agenten
Mit der OpenShell-Sicherheitslaufzeit adressiert NVIDIA Datenschutz- und Sicherheitsbedenken in autonomen Umgebungen. Die containerisierte Umgebung unterliegt strengen Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien für KI-Agenten. Microsoft, Canonical und Red Hat integrieren OpenShell in ihre Software-Stacks.
Gemeinsam mit Microsoft arbeitet NVIDIA zudem an nativen Windows-Sicherheitsfunktionen für persönliche KI-Agenten. Für die lokale KI-Ausführung präsentierte das Unternehmen den RTX Spark-Chip. Entwickelt mit MediaTek und Microsoft, kombiniert er eine Blackwell-RTX-GPU mit 6.144 CUDA-Kernen und eine 20-Kern-Grace-CPU. Hardware-Partner wie Asus, Dell, HP, Lenovo und MSI planen, ab Herbst 2026 Laptops und Desktops mit dem RTX Spark auszuliefern.
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Physische KI und industrielle Blaupausen
NVIDIA erweitert sein Engagement in der „Physical AI“ mit der Veröffentlichung offener Werkzeuge und Modelle für Robotik und autonome Fahrzeuge. Das Cosmos 3 World Foundation Model, ein „Omni-Modell“ auf Basis einer Mixture-of-Transformers-Architektur, wurde am 1. Juni 2026 freigegeben. Trainiert auf 20 Billionen Tokens – darunter 1 Milliarde Bilder und 400 Millionen Videos – ist Cosmos 3 in zwei Versionen erhältlich: einer 8-Milliarden-Parameter „Nano“-Version für Edge-Geräte und einer 32-Milliarden-Parameter „Super“-Version für präzise physikalische Schlussfolgerungen.
Für den Automobilsektor stellte NVIDIA Alpamayo 2 Super vor, ein 32-Milliarden-Parameter-Modell für Level-4-Robotaxis. Es bietet eine 360-Grad-Wahrnehmung und soll im Sommer 2026 auf GitHub und Hugging Face verfügbar sein.
Im Fertigungsbereich liefert der neue Factory Operations Blueprint (FOX) eine Referenzarchitektur für autonome Fabrikmanager. Industriepartner melden bereits deutliche Leistungssteigerungen: Foxconn verzeichnet eine 80 Prozent schnellere Ursachenanalyse und eine 15 Prozent höhere Produktivität, Pegatron konnte die Trainingszeiten um 67 Prozent reduzieren. Delta Electronics verbesserte die Erkennungsraten um 17 Prozent, Advantech senkte den Energieverbrauch um 10 Prozent.

