Nepal-Flutkatastrophe: 70 Telekommunikationsmasten zerstört

Nach der Flut in Nepal reparieren Nepal Telecom und Ncell beschädigte Netze, bieten kostenlose Kommunikation an und unterstützen die Rettung Vermisster.

Eine schwere Sturzflut entlang des Bhotekoshi-Flusses hat an der nepalesisch-tibetischen Grenze eine humanitäre Krise ausgelöst und die Telekommunikationsinfrastruktur in weiten Teilen der Region zerstört.

Seit dem Einsetzen der Fluten am 26. August 2026 sind zahlreiche Dörfer in den Distrikten Nuwakot, Rasuwa und Dhading von der Außenwelt abgeschnitten. Während die Rettungskräfte hunderte Todesopfer bergen, arbeiten die Mobilfunkbetreiber unter Hochdruck an der Wiederherstellung der zerstörten Netze, um die Suche nach über 1.000 Vermissten zu unterstützen.

Massive Schäden an der Infrastruktur behindern Rettungsarbeiten

Die Sturzflut am 26. August zerstörte nicht nur drei Dutzend Brücken und zwölf Wasserkraftdämme, sondern legte auch die regionale Kommunikation lahm. Berichten zufolge wurden etwa 70 Telekommunikationsmasten außer Betrieb gesetzt, zudem erlitten Glasfaserkabel auf einer Länge von 70 bis 80 Kilometern schwere Schäden.

Diese Unterbrechungen erschweren den Kontakt zu den betroffenen Gebieten erheblich, in denen sich zum Zeitpunkt des Unglücks auch zahlreiche ausländische Staatsbürger aufhielten.

Die Zahl der Todesopfer wird mittlerweile auf über 500 geschätzt, während die Angaben zu den Vermissten zwischen 910 und mehr als 1.500 Personen schwanken. Unter den Vermissten befinden sich nach offiziellen Angaben 517 ausländische Staatsangehörige sowie zahlreiche Pilger und Wanderer.

Premierminister Balen Shah mobilisierte 13.295 Sicherheitskräfte für die Rettungseinsätze. Bisher konnten 573 Personen durch 69 Luftflüge aus der Gefahrenzone evakuiert werden.

Wiederherstellung der Netze durch Nepal Telecom und Ncell

Die führenden Telekommunikationsanbieter des Landes haben umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, um die Verbindung in den Katastrophengebieten wiederherzustellen. Nepal Telecom gab bekannt, bis zum 28. August den Mobilfunkdienst an 80 überschwemmungsgeschädigten Standorten in den Distrikten Rasuwa, Nuwakot und Dhading wieder in Betrieb genommen zu haben.

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Um die Stromversorgung in Gebieten ohne lokales Netz zu sichern, wurden zusätzliche Generatoren in die betroffenen Regionen entsandt. Dennoch blieben zeitweise 60 von insgesamt 152 betroffenen Standorten des Unternehmens außer Betrieb.

Der Anbieter Ncell meldete die Wiederherstellung von 18 Mobilfunkmasten. Das Unternehmen hat zudem finanzielle Soforthilfe in Höhe von 10 Millionen Rupien angekündigt. Beide Unternehmen stellten fest, dass die Reparaturarbeiten durch die zerstörte Verkehrsinfrastruktur und anhaltende Regenfälle massiv erschwert werden.

Kostenlose Kommunikationsdienste für Betroffene

Um die Koordination der Rettungsmaßnahmen und den Kontakt zwischen Angehörigen zu erleichtern, haben beide Netzbetreiber kostenlose Dienste für die betroffenen Regionen freigeschaltet. Nepal Telecom verlängerte das Angebot von kostenlosen Sprachdiensten, 50 SMS pro Tag sowie einem Datenvolumen von 2 GB pro Tag bis zum 30. August 2026.

Ncell kündigte an, seine kostenlosen Sprach-, Daten- und SMS-Dienste in den Überschwemmungsgebieten ab dem 29. August 2026 um weitere sieben Tage zu verlängern. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die verbliebenen Netzkapazitäten ohne finanzielle Hürden für Notrufe und die Übermittlung von Lebenszeichen genutzt werden können.

Grenzüberschreitende Auswirkungen und Lage in Tibet

Die Katastrophe betrifft auch das angrenzende chinesische Territorium. Nahe dem Grenzübergang Gyirong Port löste die Flut Schlammlawinen aus, die mehrere Todesopfer forderten und hunderte Menschen als vermisst gelten lassen.

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Während Nepal Telecom und Ncell nach der Flut 80 bzw. 18 Standorte wiederherstellen konnten, blieben 60 von 152 Standorten vorübergehend außer Betrieb. Die Lektion: Schnelle Mast-Wiederherstellung ist machbar, aber nur mit klaren Prozessen. Erfahren Sie in diesem Report, wie Sie Ihre Netze nach Katastrophen schneller wieder hochfahren und Ausfallzeiten minimieren. Leitfaden für schnelle Wiederherstellung sichern

Nach Angaben des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnik konnte eine Basisstation im Schlammrutschgebiet wiederhergestellt werden, während zwei neue Stationen errichtet wurden. Zudem wurde 5G-Roaming in der Region Gyirong Port aktiviert, um die grenzüberschreitende Kommunikation für Rettungsteams zu verbessern.

Während Indien bereits 47 Tonnen Hilfsgüter nach Nepal entsandt hat, lehnte Premierminister Shah den Einsatz ausländischer Rettungsteams bisher ab und bat stattdessen um finanzielle Unterstützung für den Wiederaufbau der Infrastruktur. In den Distrikten Rasuwa und Nuwakot wurden Soforthilfen von jeweils 10 Millionen NPR bereitgestellt, während Dhading 5 Millionen NPR erhielt.