Der erste umfassende Leistungstest für Netgears neuen Top-Hotspot, den Nighthawk M7, liegt vor. Die Ergebnisse bestätigen: Das Gerät ist ein leistungsstarkes, wenn auch teures Werkzeug für internationale Geschäftsreisende und digitale Nomaden. Besonders das integrierte eSIM-Marktplatz-Feature könnte die mobile Konnektivität revolutionieren.
Leistungstests: Wi-Fi 7 im Praxischeck
Das Herzstück des Nighthawk M7 ist der neue Wi-Fi 7-Standard (802.11be). Dieser soll Latenzen verringern und den Datendurchsatz in überfüllten Netzwerken erhöhen. Tests, die am 15. Februar veröffentlicht wurden, zeigen deutliche Geschwindigkeitsvorteile gegenüber dem Vorgängermodell M6.
Auf sub-6GHz-5G-Netzen erreichte der Hotspot im Schnitt 182 Mbit/s im drahtlosen Betrieb. Noch besser schneidet er per USB-C-Kabel ab: Hier wurden im Test durchschnittlich 242 Mbit/s gemessen. Damit nutzt das Gerät den verbauten Qualcomm-Snapdragon-SDX72-Chipsatz optimal aus.
Der M7 nutzt die 2,4- und 5-GHz-Bänder, verzichtet aber auf das 6-GHz-Band stationärer Router. Ein kluger Schachzug? Analysten sehen darin einen Kompromiss zugunsten der Akkulaufzeit – ein entscheidender Faktor für ein mobiles Gerät. Für die meisten Anwender reicht die Leistung jedoch aus, um verfügbare 5G-Verbindungen voll auszulasten und bis zu 32 Geräte gleichzeitig zu versorgen.
Der eSIM-Marktplatz: Ende der Roaming-Abzocke?
Die eigentliche Innovation steckt jedoch in der Software. Netgear hat einen integrierten eSIM-Marktplatz in die Begleit-App des Geräts eingebaut. Dieses Feature löst ein Hauptproblem von Vielreisenden: die Suche nach lokalen SIM-Karten und horrende Roaminggebühren.
Nutzer können damit Datenpakete für über 140 Länder direkt im Gerät durchstöbern, kaufen und aktivieren. Praxistests zeigen: Nach der Landung in einem neuen Land steht innerhalb weniger Minuten eine lokale Datenverbindung – ganz ohne Gang zum Kiosk.
Das entsperrte Gerät unterstützt sowohl physische Nano-SIMs als auch eSIM-Profile von Drittanbietern. Für Geschäftsreisende ist das ideal: Sie können zwischen einer Firmen-SIM und einem privaten, lokalen eSIM-Profil wechseln. Die Verwaltung erfolgt nahtlos über die Geräteoberfläche, ein großer Schritt gegenüber den umständlichen Webportalen älterer Modelle.
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Hardware-Design und Akkulaufzeit im Test
Äußerlich bleibt der Nighthawk M7 dem klassischen „Puck“-Design treu, präsentiert sich aber in einem neuen, mattschwarzen Finish. Ein 2,4-Zoll-Farb-Touchscreen zeigt auf einen Blick Datenverbrauch, Signalstärke und verbundene Geräte an.
Die Akkulaufzeit ist für mobile Hotspots entscheidend. In standardisierten Dauertests vom 15. Februar hielt der 3.850-mAh-Akku etwa 10 Stunden durch. Damit liegt er zwar unter den 13 Stunden aus der Werbung, reicht aber für einen kompletten Remote-Arbeitstag aus. Zudem kann das Gerät ohne Akku betrieben werden, wenn es am Netzteil hängt – ein Plus für den stationären Einsatz im Hotel, der die Batterie schont.
Kritik gibt es für den fehlenden integrierten Ethernet-Anschluss. Wer kabelgebundenes Internet benötigt, ist auf einen separaten Adapter angewiesen – ein Kompromiss gegenüber den größeren M6 Pro-Modellen.
Marktkontext: Für wen lohnt sich die Investition?
Der Nighthawk M7 erscheint zum richtigen Zeitpunkt. Im Jahr 2026 werden Wi-Fi-7-fähige Smartphones und Laptops allgegenwärtig sein. Die Nachfrage nach Hotspots, die mithalten können, steigt.
Doch mit einem Preis von 499,99 Euro positioniert sich das Gerät im Premium-Segment. Für Gelegenheitsnutzer bleibt das Tethering über das Smartphone eine kostenlose Alternative. Tests betonen jedoch: Dedizierte Hotspots bieten einen besseren Empfang und vermeiden die Überhitzung und den schnellen Akkuverbrauch, die beim Tethering mit dem Handy auftreten.
Im Vergleich zum älteren M6 Pro ist der M7 kompakter und reisefreundlicher. Auch wenn ihm die Millimeterwellen-(mmWave)-Unterstützung fehlt, sorgt seine breite sub-6GHz-Kompatibilität für zuverlässige Verbindungen in den meisten globalen Netzen.
Die Technik-Community ist sich einig: Der Netgear Nighthawk M7 setzt mit seiner Kombination aus Wi-Fi-7-Leistung und revolutionärer eSIM-Verwaltung neue Maßstäbe für internationale Konnektivität – vorausgesetzt, man ist bereit, den hohen Preis zu zahlen.





