Neue Malware-Welle bedroht Smartphones weltweit

Sicherheitsexperten warnen vor einer gefährlichen Angriffswelle auf Smartphones. Neue Trojaner wie Perseus und ZeroDayRAT bedrohen Banking-Apps und persönliche Daten.

Eine gefährliche Welle von Erpressungsversuchen und Schadsoftware rollt derzeit auf Smartphone-Nutzer zu. Sicherheitsexperten warnen vor neuartigen Spionage- und Banking-Trojanern sowie perfiden Erpressungsmethoden. Im Zentrum stehen die Android-Malware „Perseus“ und die plattformübergreifende Spionagesoftware „ZeroDayRAT“.

Drive-by-Exploits: Leere Drohung oder echte Gefahr?

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Eine massive Welle von Erpressungs-E-Mails setzt aktuell auf pure Einschüchterung. Die Absender behaupten, sie hätten das Smartphone des Opfers über einen sogenannten Drive-by-Exploit infiziert und intime Aufnahmen gemacht. Als „Beweis“ fügen sie oft ein echtes, altes Passwort bei – gestohlen aus früheren Datenlecks.

Die Täter fordern rund 800 US-Dollar in Bitcoin und drohen mit der Veröffentlichung des angeblichen Videomaterials. Sicherheitsforscher betonen jedoch: In den allermeisten Fällen ist das ein reiner Bluff. Es hat keine Infektion stattgefunden. Die Kriminellen nutzen nur die Angst vor der technisch möglichen Attacke.

ZeroDayRAT und Perseus: Die reale Bedrohung

Während viele Erpresser nur bluffen, sind die Werkzeuge für echte Angriffe erschreckend real. Analysen warnen vor der neuen Android-Malware „Perseus“. Sie tarnt sich als IPTV-Dienst und nutzt Android-Barrierefreiheitsdienste, um im Hintergrund Banking-Transaktionen durchzuführen.

Noch bedrohlicher ist „ZeroDayRAT“. Diese Spionagesoftware wird offen über Telegram verkauft und funktioniert auf Android- und Apple-Geräten. Nach einer Infektion erhalten Angreifer Live-Zugriff auf Kamera, Mikrofon und GPS-Standort. Die Software fängt sogar SMS-Codes ab und macht so die Zwei-Faktor-Authentifizierung vieler Banken wirkungslos.

Mobile Apps sind das neue Hauptziel

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Der „2026 Banking Heist Report“ des Unternehmens Zimperium zeigt einen dramatischen Trend: Mobile Banking-Apps sind endgültig zum Hauptziel für Finanzbetrug geworden. Die Zahl der durch Android-Malware ausgelösten Transaktionen stieg im Jahresvergleich um 67 Prozent.

Drei Schadsoftware-Familien sind für über 60 Prozent aller globalen Angriffe verantwortlich. Das Problem verschärft die Update-Politik: Über 40 Prozent aller aktiven Android-Geräte erhalten keine Sicherheitsupdates mehr. Sie bieten Kriminellen eine ideale Angriffsfläche.

So schützen Sie sich wirksam

Sicherheitsexperten raten zu klaren Maßnahmen. Halten Sie Betriebssystem und Browser immer aktuell. Erhält ein Gerät keine Updates mehr, sollte ein Austausch erwogen werden. Laden Sie Apps nur aus offiziellen Stores herunter.

Bei Erpressungs-E-Mails gilt: Bewahren Sie Ruhe. Zahlen Sie nicht. Blockieren Sie den Absender und ändern Sie kompromittierte Passwörter von einem sicheren Gerät aus. Nutzen Sie für die Zwei-Faktor-Authentifizierung lieber eine Authenticator-App anstelle von SMS-Codes – diese sind für moderne Trojaner leicht abzufangen.