New Outlook: Import und Cloud-Migration werden im Juli einfacher

Microsoft und Drittanbieter präsentieren Lösungen für träge PST-Archive. Cloud-Migration und KI-Bereinigung sollen Abhilfe schaffen.

Überladene PST-Dateien bremsen Outlook aus – Entwickler liefern jetzt Lösungen.

Microsoft und Drittanbieter haben am heutigen Montag eine Reihe neuer Werkzeuge und Funktionen vorgestellt, die das seit Langem bekannte Problem träger Outlook-Performance angehen sollen. Im Fokus stehen die Verwaltung überdimensionierter PST-Dateien und der Umzug in die Cloud.

Neue Funktionen für den „New Outlook“

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Für die modernisierte Version von Outlook zeichnet sich ein konkreter Fahrplan ab. Bereits im Juli 2026 soll das Importieren von PST-Dateien für Kalender und Kontakte möglich werden – eine lang erwartete Funktion für alle, die noch mit Altlasten kämpfen. Ebenfalls im Juli geplant: eine delegierte Freigabefunktion. Im August folgt dann die „Alle Konten“-Ansicht.

Der September bringt erweiterte Serienbrief-Funktionen und eine verbesserte Integration mit Office-Dateien.

Doch trotz dieser Neuerungen bleibt die Kritik an der Zuverlässigkeit des New Outlook bestehen. Berichten zufolge laden E-Mails bei manchen Nutzern länger als zehn Sekunden. In Unternehmen setzen viele daher weiterhin auf die klassische Version – sie gilt als deutlich stabiler.

Spezialisierte Tools zähmen überquellende Archive

Gegen die Performance-Einbußen durch riesige PST-Dateien haben mehrere Hersteller am Montag neue oder aktualisierte Werkzeuge präsentiert. Der „Advanced PST Splitter“ etwa teilt große Archive in kleinere, handliche Segmente. Die Aufteilung erfolgt nach Kriterien wie Größe, Datum, Jahr, Ordner oder E-Mail-Konto. Das Tool unterstützt sowohl ANSI- als auch Unicode-Formate und alle Outlook-Versionen.

Der Aryson PST File Converter wandelt PST-Daten in Formate wie PDF, EML und MBOX um oder migriert sie direkt in Cloud-Dienste wie Gmail und Yahoo Mail. Filter für Absender, Empfänger und Betreff sind integriert.

Wer auf Outlook ganz verzichten möchte, kann auf den vMail PST Email Extractor zurückgreifen. Er extrahiert E-Mail-Adressen im Batch-Verfahren und exportiert sie als CSV oder PDF.

Cloud-Migration wird komfortabler

Softaken Software hat am Sonntag Version 2.0 seines PST to Office 365 Importers veröffentlicht. Die neue Software bringt eine Pause-und-Fortsetzen-Funktion mit Checkpointing mit – ein Segen für lange Migrationsprozesse. Die Authentifizierung erfolgt über OAuth 2.0 via Microsoft Graph. Ein idempotentes Speichersystem verhindert doppelte Daten. Unterstützt werden PST, OST und IMAP. Eine Testversion erlaubt die Migration von bis zu zehn Elementen pro Ordner.

Für Server-Probleme gibt es ebenfalls Hilfe: Stellar Repair for Exchange hat sich an einer korrupten Exchange-Datenbank (EDB) mit zehn Gigabyte Größe bewährt. Das Tool stellte E-Mails, Anhänge und Kalender wieder her – zur Ausgabe als PST oder zur direkten Wiederherstellung in Microsoft 365.

Windows-Update bringt Geschwindigkeit – und einen neuen Bug

Auch Microsoft selbst liefert einen Beitrag zum Thema Performance. Das Juni-Update KB5094126 für Windows 11 führt ein Profil für niedrige Latenz ein. Es erhöht kurzzeitig die CPU-Frequenz bei Interaktionen mit dem Datei-Explorer und dem Startmenü. Die Verzögerung im Explorer sinkt von 210 auf 125 Millisekunden.

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Das Update schloss 208 Sicherheitslücken – brachte aber auch einen neuen Fehler mit sich: Der Papierkorb zeigt nun interne IDs statt Dateinamen an. Ein Fix soll Mitte Juli erscheinen.

KI entdeckt versteckten Speichermüll

Eine KI-gestützte Untersuchung vom vergangenen Samstag zeigt zudem, dass spezialisierte Werkzeuge erhebliche Mengen an verstecktem Speichermüll aufspüren können, den Windows‘ eigene Optimierungsroutinen übersehen. In einem Fall identifizierte die Suche 143 Gigabyte unnötiger Daten – darunter 91 Gigabyte alter virtueller Maschinen und 15 Gigabyte Anwendungsprotokolle. Wer solche Datenbereinigung manuell oder KI-gestützt durchführt, schafft wertvollen Platz für große Datenbankdateien – etwa die von Outlook.