New Outlook: PST-Dateien endlich vollständig integriert

Microsofts moderner E-Mail-Client erreicht volle PST-Integration. Gleichzeitig behebt der Konzern Copilot-Probleme und kämpft mit Mac-Synchronisationsfehlern.

Seit Anfang Juli 2026 können Nutzer nun vollständig auf alte PST-Dateien zugreifen – ein Schritt, der die Modernisierung von Outlook entscheidend voranbringt.

Lang erwartete Funktion endlich verfügbar

Die vollständige Integration von PST-Dateien in den „New Outlook“ ist der Höhepunkt einer Entwicklung, die Mitte 2025 begann. Nutzer können jetzt Daten importieren und exportieren, in importierten Ordnern suchen sowie Kalender und Kontakte übertragen. Damit schließt Microsoft eine der größten Lücken zwischen dem klassischen und dem modernen Client.

Bereits im Juni 2025 hatte der Konzern den E-Mail-Export eingeführt, im August 2025 folgte der schreibgeschützte Zugriff auf Kalender. Die aktuelle Version bringt nun die volle Funktionalität.

Eine Einschränkung bleibt vorerst: Der klassische Outlook-Client muss weiterhin auf demselben System installiert sein, um die nötigen Architekturkomponenten bereitzustellen. Microsoft verspricht, diese Hürde noch im Laufe des Jahres 2026 zu beseitigen.

Copilot-Probleme behoben – neue Störungen aufgetaucht

Ende Juni 2026 kämpfte Microsoft mit einem Bug im klassischen Outlook für Windows: Der Copilot-Chat-Button war bei Nutzern mit Basislizenz verschwunden. Ein serverseitiges Update am 29. Juni 2026 stellte die Funktion wieder her. Betroffene wurden aufgefordert, die Anwendung neu zu starten oder das Office-Paket zu aktualisieren.

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Doch kaum war ein Problem gelöst, tauchte das nächste auf. Anfang dieser Woche meldeten Nutzer von Mac- und Windows-Clients Ausfälle: Die Suchleiste und bestimmte Funktionen zur Erstellung von Copilot-Notizbüchern waren blockiert. Microsoft identifizierte einen Code-Fehler in einem kürzlichen Deployment und leitete eine schrittweise Behebung ein. Die vollständige Lösung sollte bis zum späten Abend des 2. Juli 2026 bereitstehen.

Mac-Nutzer kämpfen mit Synchronisationsproblemen

Die Umstellung auf die neuen Client-Versionen verläuft auf dem Mac nicht reibungslos. Nach dem macOS-Tahoe-26.2-Update am 30. Juni 2026 berichteten Geschäftskunden von Synchronisationsfehlern. Weitere dokumentierte Probleme der letzten Wochen: Schriftart-Inkonsistenzen in Version 16.110 und beschädigte PDF-Anhänge.

Die Community-Plattformen verzeichnen inzwischen über 3.400 aktive Anfragen zum New Outlook für Mac. Besonders häufig klagen Nutzer über Schwierigkeiten bei der Gmail-Synchronisation in Outlook 365, verschwindende Kontaktnotizen beim Wechsel von der alten Version und wiederholte Anmeldeaufforderungen. Auch Anpassungsfunktionen wie das Ändern von Ordnerfarben oder das Bearbeiten von Adressbucheinträgen fehlen im aktualisierten Interface.

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Datensicherung auf dem Mac: OLM-Dateien und Time Machine

Während der New Outlook nun PST-Dateien verarbeitet, setzt die native Mac-Umgebung weiterhin auf OLM-Dateien und eine lokale Datenbank in den System-Containern. Technische Anleitungen vom Juli 2026 empfehlen daher den Einsatz von Time Machine für regelmäßige stündliche oder tägliche Backups dieser lokalen Datenbanken.

Für den plattformübergreifenden Datentransfer bleiben Drittanbieter-Tools gefragt. Sie wandeln PST-Dateien in OLM-, MBOX- oder PDF-Formate um und erleichtern so den Wechsel zu Microsoft 365 oder Gmail. Microsoft arbeitet unterdessen daran, bis Jahresende die volle Funktionsparität zwischen altem und neuem Client herzustellen.