New Outlook: Über zehn Funktionen bis Oktober schließen Lücke

Microsoft schließt Funktionslücken im New Outlook bis Oktober 2026. Neue Tools erleichtern PST-Import und Cloud-Migration für Unternehmen.

Microsoft und Drittanbieter haben neue Werkzeuge vorgestellt, die den Umgang mit PST-Dateien und die Cloud-Migration erleichtern sollen.

Mehr als zehn neue Funktionen bis Oktober

Microsoft hat einen detaillierten Fahrplan für das New Outlook veröffentlicht. Bis Oktober 2026 sollen über zehn neue Funktionen die Lücke zwischen der klassischen und der neuen Version schließen. Besonders Windows-11-Nutzer profitieren von den geplanten Verbesserungen.

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Bereits im Juli 2026 führt Microsoft eine Delegationsfunktion für E-Mails ein – endlich. Zudem kommt ein natives PST-Import-Tool für Kalender und Kontakte. Im August folgt die „Alle-Konten“-Ansicht, die Nutzern mit mehreren Postfächern das Leben erleichtern soll. Ein Serienbrief-Feature und eine tiefere Office-Integration sind für September geplant. Den Abschluss bildet im Oktober eine Ordnerzähler-Funktion.

Doch die Kritik reißt nicht ab. Branchenbeobachter berichten von Ladezeiten bei Benachrichtigungen von über zehn Sekunden. Viele Unternehmen setzen daher weiterhin auf Outlook Classic.

Automatisierte Cloud-Migration im Fokus

Für Administratoren, die komplexe E-Mail-Umgebungen mit POP, IMAP und PST-Archiven betreuen, gibt es neue Hilfestellungen. Am 20. Juni veröffentlichte Lisa Hendrickson einen technischen Leitfaden zum Umstieg vom klassischen Outlook.

Einen Tag später brachte Softaken Software Version 2.0 seines PST-zu-Office-365-Importers auf den Markt. Das Tool setzt auf OAuth 2.0-Authentifizierung über Microsoft Graph und bietet eine „Pause-und-Fortsetzen“-Funktion mit Checkpoints – ein Segen für große Datenmengen. Auch Anbieter wie Shoviv und Barracuda haben neue Lösungen vorgestellt, die PST-Dateien zusammenführen oder Cloud-Postfächer mit KI-Schutz versehen.

Für Unternehmen, die nach Azure migrieren, gibt es ebenfalls Neuigkeiten: A1 Technologies erhielt am heutigen Montag eine offizielle Microsoft-Spezialisierung für Infrastruktur- und Datenbankmigration. Vorausgegangen war ein Audit erfolgreicher Übergänge in der Finanz- und Forschungsbranche.

Outlook für Mac: Neues Design und PST-Import

Im Apple-Universum hat Microsoft Outlook für Mac in Version 16.110 veröffentlicht. Das Update bringt das „Liquid Glass“-Design, das speziell auf macOS 26 Tahoe zugeschnitten ist. Der wichtigste funktionale Neuzugang: ein nativer PST-Import. Damit lassen sich E-Mail-Archive direkt von Windows auf den Mac übertragen – ohne Drittanbieter-Tools.

Auch Mobilnutzer kommen nicht zu kurz. Für Android gab es kürzlich ein Datumsvorschau-Update. Und im Juli soll Copilot auf iOS direkt in der Dateivorschau verfügbar sein.

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KI-Agenten und Sicherheitsfrist

Die Cloud-Offensive von Microsoft wird zunehmend von Künstlicher Intelligenz bestimmt. Auf der Build 2026 stellte der Konzern „Scout“ vor – einen stets aktiven KI-Agenten für Microsoft 365, der eigenständig E-Mails kategorisiert und Besprechungszusammenfassungen erstellt. Die allgemeine Verfügbarkeit wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Parallel dazu kündigte Nylas am 22. Juni „Agent Accounts“ an: KI-Agenten erhalten eigene E-Mail-Adressen und Kalender per API.

Eine dringende Warnung gibt es für alle Nutzer von Microsoft Office auf macOS, iOS und iPadOS: Bis zum 13. Juli 2026 muss ein Update mit einem erneuerten Lizenzzertifikat installiert werden. Wer die Frist verpasst, landet im Nur-Lese-Modus. Betroffen sind ältere Builds und Standalone-Versionen wie Office 2019 und 2021 für Mac.