Ninkear L20: Mini-PC mit 0,66 Litern und KI-NPU für 699 Euro

Ninkear bringt mit dem L20 einen kompakten Mini-PC mit Intel Core Ultra 5 und 40 TOPS KI-Leistung für 699 Euro auf den Markt.

Im Segment der ultrakompakten Computersysteme hat der Hersteller Ninkear Mitte August den neuen L20 Mini-PC vorgestellt. Das Gerät zeichnet sich durch ein Gehäusevolumen von lediglich 0,66 Litern aus und setzt auf die aktuelle Prozessor-Generation von Intel, um eine hohe Rechenleistung für KI-Anwendungen und grafische Aufgaben auf engstem Raum zu bieten.

Technische Spezifikationen und Leistungsdaten des L20

Der Ninkear L20 misst 129 x 129 x 43 Millimeter bei einem Gewicht von 625 Gramm. Im Inneren arbeitet ein Intel Core Ultra 5 226V Prozessor, der über acht Kerne verfügt und eine Taktfrequenz von bis zu 4,5 GHz erreicht.

Die Thermal Design Power (TDP) wird mit 17 Watt angegeben. Für grafische Berechnungen ist eine Arc 130V Grafikeinheit mit sieben Xe-Kernen und einer Taktung von 1,85 GHz integriert.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Leistungsfähigkeit bei Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Die verbaute Neural Processing Unit (NPU) leistet laut Herstellerangaben 40 TOPS, während das Gesamtsystem eine Performance von 97 TOPS erreicht. Damit unterstützt der Rechner Funktionen wie Microsofts Copilot+.

Zur weiteren Ausstattung gehören 16 Gigabyte LPDDR5X-8533 Arbeitsspeicher sowie wahlweise eine Solid-State-Drive (SSD) mit einer Kapazität von 512 Gigabyte oder 1 Terabyte. Der Speicher lässt sich über zwei M.2-Steckplätze verwalten.

Die Konnektivität wird durch eine Vielzahl von Schnittstellen sichergestellt. Hierzu zählen fünf USB 3.0 Type-A-Anschlüsse, ein USB4-Port, DisplayPort sowie ein HDMI-Ausgang, der eine Bildwiederholrate von 120 Hz bei 4K-Auflösung ermöglicht.

Insgesamt können bis zu drei Displays gleichzeitig angesteuert werden. Für Netzwerkverbindungen stehen 2.5GbE-Ethernet, Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.3 zur Verfügung. Die Stromversorgung erfolgt über einen 100-Watt-Adapter, zudem ist eine VESA-Montage möglich.

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Marktstart und Preisgestaltung

Der Ninkear L20 wurde für die Basisversion mit 512 Gigabyte SSD zu einem Preis von 699 Euro (etwa 810 US-Dollar) angekündigt. In Polen wird das Modell ab 3.010 PLN (rund 700 Euro) geführt. Für die Variante mit 1 Terabyte Speicher wird ein Aufpreis von 100 Euro fällig, was einem Endpreis von 799 Euro (etwa 925 US-Dollar) entspricht.

Wettbewerb und alternative Hardware-Lösungen

Zeitgleich mit der Vorstellung von Ninkear präsentierten auch andere Branchenteilnehmer neue Hardware-Lösungen im Bereich der Kompakt-PCs. ZOTAC stellte mit der ZBOX QU29N5000 eine deutlich leistungsstärkere Workstation vor.

Das System verfügt über ein Volumen von 3,03 Litern und ist mit einem Intel Core Ultra 9 sowie einer RTX PRO 5000 Grafikkarte mit 24 Gigabyte GDDR7-Speicher ausgestattet. Mit einer KI-Leistung von 1860 TOPS ist das Modell für lokale Large Language Models (LLMs) konzipiert und wird als Barebone für 6.230 US-Dollar angeboten.

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Minisforum erweiterte sein Portfolio um das Modell 139D7 mit Intel Core i9-13900HX, das ab 495 US-Dollar erhältlich ist, sowie den MS02 Ultra mit Intel Core Ultra 235HX. Letzterer unterstützt externe Grafikkarten wie die RTX 4060 und bis zu 256 Gigabyte DDR5-Arbeitsspeicher.

HP kündigte zudem für den August 2026 den OmniDesk Mini-PC an, der auf der Intel Core Ultra Series 3 basiert und Thunderbolt Share unterstützt. Im Bereich der Einsteigermodelle präsentierte PELADN den WO5 304 mit einem Intel Core 3 304 Prozessor.

Im High-End-Bereich positioniert sich zudem der EVO X1 PRO von GMKtec, der mit einem AMD Ryzen AI 9 HX 470 und 64 Gigabyte Arbeitsspeicher für 1.599,99 US-Dollar auf den Markt kommt. Abgerundet wird das aktuelle Marktumfeld durch den IT13 MAX von Geekom, der in Fachkreisen kürzlich durch Modifikationen als Retro-Konsole mit NFC-Kartuschen Beachtung fand.