Der Softwareanbieter Nintex hat am 26. August 2026 eine umfassende Weiterentwicklung seiner Automatisierungsplattform Nintex Automation CE angekündigt. Im Zentrum der Neuerungen steht die Einführung einer einheitlichen Plattformarchitektur sowie der sogenannten Nintex Solutions, die sich derzeit in einer offenen Beta-Phase befinden.
Mit diesem Schritt zielt das Unternehmen auf die Realisierung einer agentischen Geschäftsorchestrierung ab, bei der autonome Software-Einheiten eine tragende Rolle in Unternehmensprozessen übernehmen.
Einheitliche Plattform für komplexe Prozesssteuerung
Die Neuausrichtung der Plattform sieht vor, bisher oft isolierte Automatisierungswerkzeuge in einer kohärenten Umgebung zusammenzuführen. Ein wesentliches Element dieser Strategie sind die Nintex Solutions. Diese fungieren als verwaltete Container, in denen sämtliche für einen Geschäftsprozess relevanten Komponenten gebündelt werden.
Laut Unternehmensangaben umfassen diese Container nicht nur klassische Workflows und digitale Formulare, sondern auch Integrationen zu Drittsystemen, automatisierte Dokumente und die neu eingeführten Software-Agents.
Durch die Bündelung dieser Elemente in einer einheitlichen Struktur soll die Komplexität bei der Verwaltung von Unternehmensanwendungen reduziert werden. Ein integraler Bestandteil dieses Ansatzes ist das Application Lifecycle Management (ALM).
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Durch die Einbettung von ALM-Funktionen direkt in die Container-Struktur können Unternehmen den gesamten Lebenszyklus ihrer Automatisierungslösungen – von der ersten Entwicklung über Tests bis hin zur produktiven Bereitstellung und Wartung – zentral steuern und überwachen.
Integration von künstlicher Intelligenz und Agent-Technologie
Ein Schwerpunkt der aktuellen Weiterentwicklung liegt auf der tiefen Integration von künstlicher Intelligenz (KI). Nintex bietet im Rahmen der Plattformaktualisierung eine KI-gestützte Erstellung von Prozessen an.
Nutzer können auf KI-Assistenten und spezifische Vorlagen zurückgreifen, um Automatisierungsabläufe schneller zu konfigurieren. Diese Werkzeuge zur KI-gestützten Erstellung sowie die entsprechenden Templates sind laut der Ankündigung vom 26. August 2026 bereits für Anwender verfügbar.
Die Einführung der agentischen Orchestrierung markiert einen technologischen Wandel in der Prozessautomatisierung. Während herkömmliche Workflows oft starren, vordefinierten Regeln folgen, ermöglichen die in der Plattform integrierten Agents eine dynamischere Aufgabenbewältigung.
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Diese Einheiten sind darauf ausgelegt, innerhalb der orchestrierten Prozesse eigenständigere Funktionen zu übernehmen, was die Flexibilität der gesamten IT-Infrastruktur im Unternehmen erhöhen soll.
Verfügbarkeit und Rollout-Planung
Interessierte Unternehmen und Entwickler haben ab sofort die Möglichkeit, die neuen Funktionen im Rahmen einer offenen Beta-Phase zu testen. Diese Testphase umfasst insbesondere die Nintex Solutions und die damit verbundenen Orchestrierungswerkzeuge. Der Anbieter betonte, dass die KI-Unterstützung und der KI-Assistent bereits fester Bestandteil des Angebots sind, um die Erstellung neuer Lösungen zu beschleunigen.
Für die breite Markteinführung nannte das Unternehmen ebenfalls einen zeitlichen Rahmen. Die allgemeine Verfügbarkeit der Nintex Solutions ist für einen späteren Zeitpunkt im laufenden Jahr vorgesehen. Damit schließt das Unternehmen die Lücke zwischen der aktuellen Testphase und dem vollständigen produktiven Einsatz der neuen Orchestrierungsfunktionen in der Breite des Marktes.

