Gleich mehrere Hersteller bringen neue Hardware auf den Markt – darunter Noctuas lang erwarteten Einstieg in die Flüssigkühlung.
Noctua wagt den Schritt zur Wasserkühlung
Am 16. Juni 2026 hat der österreichische Hersteller Noctua offiziell den Einstieg in den Markt für All-in-One-Wasserkühlungen (AIO) vollzogen. Die neue NL-LC1-Serie ist eine kleine Sensation: Bisher hatte sich Noctua fast ausschließlich auf Luftkühlung spezialisiert. Die Serie basiert auf der Asetek Emma V2-Plattform und setzt – typisch für den Hersteller – auf akustische Performance statt auf optische Spielereien.
Anzeige: Wer die neue Noctua NL-LC1 optimal in seinen High-End-PC integrieren will, findet in diesem kostenlosen Leitfaden den kompletten 6-Schritte-Plan – von der Auswahl der richtigen Größe bis zur Feineinstellung der Pumpe. Jetzt 6-Schritte-Plan anfordern
Die NL-LC1-Reihe ist in drei Größen erhältlich: 240 mm, 360 mm und 420 mm. Die Preise liegen zwischen 219,90 Euro für das kleinste Modell und 279,90 Euro für das Flaggschiff. Wer auf bunte RGB-Beleuchtung oder integrierte Displays hofft, wird enttäuscht: Noctua bleibt seinem ikonischen Braun-Beige-Farbschema treu.
Technische Finesse im Detail
Was die neuen Kühler auszeichnet, steckt im Inneren:
– Akustik-Engineering: Ein spezieller NL-PNA1-Pumpen-Schalldämpfer mit dreischichtiger Akustikstruktur und einem abgestimmten Massendämpfer
– Drei Pumpenmodi: Leise, Ausgeglichen und Manuell
– Lüftertechnik: Je nach Größe kommen die bewährten NF-A12x25 G2 oder NF-A14x25 G2 zum Einsatz
– Montage: Das SecuFirm2+-System unterstützt sowohl Intels LGA 1851 als auch AMDs AM5-Sockel
Noctua-CEO Roland Mossig betonte, dass Flüssigkühlung zwar seit langem verlockende Leistungsreserven biete, das Unternehmen aber einen neuen Standard für Zuverlässigkeit und Laufruhe setzen wolle. Die sechsjährige Garantie untermauert diesen Anspruch. Für rund 19,90 Euro gibt es zudem einen optionalen NL-ACF1-Lüfter, der direkt die Spannungswandler und Arbeitsspeichermodule kühlt.
ASUS setzt auf Displays und Leistung
Nur einen Tag später, am 17. Juni 2026, legte ASUS nach. Die neue ROG Strix LC IV-Serie verfolgt einen komplett anderen Ansatz: Statt puristischem Design setzt ASUS auf ein hochauflösendes 5,08-Zoll-IPS-Display zur Hardware-Überwachung und Individualisierung.
Die technischen Daten können sich sehen lassen: Bis zu zehn Prozent mehr Leistung und eine um drei Dezibel geringere Geräuschentwicklung im Vergleich zum Vorgänger. Ein neuer AIO-Q-Connector vereinfacht zudem die Installation auf kompatiblen ASUS-Mainboards erheblich. Der Preis für das 360-mm-ARGB-LCD-Modell liegt in der DACH-Region bei 239,90 Euro. Eine weiße SLC-Variante mit kürzeren Schläuchen soll im Juli folgen.
Spezialisten und Schnäppchenjäger kommen auf ihre Kosten
Anzeige: Steigende thermische Anforderungen moderner Prozessoren machen eine zuverlässige Kühlung unverzichtbar. Dieser Report vergleicht Noctua, ASUS und DeltaMate – mit Checkliste für den richtigen Sockel und Tipps zur Lautstärkeoptimierung. Kostenlosen Vergleichsreport sichern
Bereits am 15. Juni 2026 sorgte die DeltaMate MPII-Serie für Aufsehen. Die neuen CPU-Wasserblöcke setzen Maßstäbe in Sachen Präzision: Verfeinerte Mikrofin-Strukturen, die speziell auf bestimmte Prozessorarchitekturen zugeschnitten sind – 25 Fin-Reihen für AMD AM5-CCDs und 40 ultrafeine Fins für Intel LGA 1851. Vernickelte Kupferkaltplatten und Borosilikatglas-Fenster zur Sichtkontrolle runden das Paket ab.
Parallel dazu bedient ADATA XPG am 17. Juni 2026 das preisbewusste Segment. Die neuen MAESTRO-Luftkühler und INFINITY-Lüfter zielen auf Bastler ab, die angesichts der gestiegenen Hardwarepreise nach günstigen, aber leistungsfähigen Lösungen suchen. Die Modelle MAESTRO 42SA und 62DA meistern thermische Verlustleistungen von 200 beziehungsweise 230 Watt – mit ARGB-Beleuchtung und langlebigen Flüssigkeitslagern (FDB).
Die aktuellen Marktbewegungen zeigen einen klaren Trend: Die Hersteller reagieren auf die steigenden thermischen Anforderungen moderner Prozessoren. Dabei zeichnet sich eine deutliche Spaltung des Marktes ab – zwischen teuren, displaybestückten Premium-Modellen und leistungsorientierten, leisen Lösungen für Puristen.

