HMD Global hat am 25. August 2026 das neue Nokia 300 Charge vorgestellt. Das Gerät erweitert das Portfolio der sogenannten Feature-Phones um ein Modell, das neben den klassischen Telefoniefunktionen insbesondere als mobile Energiequelle für andere technische Geräte konzipiert wurde.
Mit einem Akku, der die bisherigen Kapazitäten innerhalb dieser Produktkategorie des Herstellers deutlich übertrifft, adressiert das Unternehmen vor allem Märkte mit Bedarf an robuster Hardware und langen Laufzeiten.
Fokus auf Energieleistung und Reverse-Charging
Zentrales Merkmal des Nokia 300 Charge ist der Akku mit einer Kapazität von 3.700 mAh. Laut Angaben des Herstellers handelt es sich dabei um den größten Energiespeicher, der bislang in einem Nokia-Feature-Phone verbaut wurde. Diese Kapazität ermöglicht eine Standby-Zeit von bis zu 40 Tagen sowie eine reine Gesprächszeit von 37 Stunden mit einer einzigen Ladung.
Über die reine Eigenversorgung hinaus verfügt das Gerät über eine 10W Reverse-Charging-Funktion via USB-C. Damit lässt sich das Mobiltelefon als Notstromquelle für andere Kleingeräte nutzen. Um diesen Vorgang zu steuern, hat HMD Global einen dedizierten „Out“-Button am Gehäuse integriert, der den Ladestrom für externe Geräte freigibt.
Aufgrund dieser Funktionalität wird das Modell in einigen Regionen auch unter der Bezeichnung „Nokia 300 Power Bank“ vermarktet. Um die Kompatibilität mit verschiedenen Anschlüssen zu gewährleisten, legt der Hersteller dem Lieferumfang ein 4-in-1-Kabel bei, das Anschlüsse für Micro-USB, USB-C und USB-A abdeckt.
Technische Ausstattung und Designmerkmale
Trotz der Ausrichtung auf die Energieversorgung bleibt das Nokia 300 Charge in seinem Kern ein klassisches Mobiltelefon der Budget-Klasse. Das Gerät basiert auf dem Unisoc SC6531E-Chipsatz und verfügt über einen Arbeitsspeicher sowie einen internen Speicher von jeweils 4 MB.
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Der Speicher kann über einen microSD-Kartenslot um bis zu 32 GB erweitert werden, um etwa Mediendateien zu sichern. Das Display misst 2,4 Zoll in der Diagonale und nutzt die QVGA-Auflösung.
In puncto Konnektivität setzt das Gerät auf Dual-SIM-Unterstützung und funkt im 2G-Netz (Frequenzen 900/1800). Ein 3,5-mm-Kopfhöreranschluss ist ebenfalls vorhanden.
Ein weiteres funktionales Merkmal ist die integrierte LED-Taschenlampe, die laut Herstellerangaben eine viermal höhere Leuchtkraft aufweist als die des Modells Nokia 105. Mit einem Gewicht von 138 Gramm und einer Gehäusedicke von 14,94 Millimetern bleibt das Telefon trotz des großen Akkus vergleichsweise kompakt.
Marktverfügbarkeit und Preisgestaltung
Das Nokia 300 Charge wird in den drei Farbvarianten Schwarz, Grün und Sandstein angeboten. Die Markteinführung erfolgt zunächst auf den Philippinen, wo das Gerät zu einem Preis von 2.190 Philippinischen Pesos (entspricht etwa 30 Euro oder 3.400 Indischen Rupien) gelistet ist. In Malaysia wird das Mobiltelefon für 148 Malaysische Ringgit (entspricht etwa 31 Euro) angeboten.
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Während das Gerät aktuell für den südostasiatischen Markt bestätigt ist, wird ein schrittweiser weltweiter Rollout in den kommenden Monaten erwartet. Unklar bleibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch, ob HMD Global eine Veröffentlichung des Modells auf dem US-amerikanischen Markt plant.
Branchenanalysten sehen in dem Gerät vor allem eine Lösung für Nutzer in Regionen mit instabiler Stromversorgung oder als Zweitgerät für Outdoor-Aktivitäten, bei denen die Powerbank-Funktion einen Zusatznutzen bietet.
Mehr zum Thema bei Engadget: „The Nokia 300 Charge Doubles As A 10W Powerbank“

