Nichts bleibt wie es war: Das Londoner Tech-Unternehmen Nothing bringt im März günstige Over-Ear-Kopfhörer auf den Markt. Die Nothing Headphone (a) sollen für 159 Euro starten – und damit deutlich preiswerter sein als das Premium-Modell.
Damit setzt das Unternehmen seine Strategie fort, das erfolgreiche „(a)“-Konzept auch im Audio-Bereich auszubauen. Laut einem detaillierten Leak des bekannten Insiders Billbil-kun ist der Verkaufsstart für den 12. März 2026 geplant. Die Vorbestellungen sollen bereits eine Woche früher, am 5. März, beginnen. An diesem Tag wird auch die offizielle Vorstellung erwartet.
Farbenfroher Bruch mit der Tradition
Die Kopfhörer markieren einen deutlichen Stilbruch. Statt des klassischen Schwarz-Weiß-Designs soll es die Headphone (a) in vier Farben geben: Schwarz, Weiß, Pink und Gelb. Diese Entscheidung zielt klar auf eine jüngere, modebewusste Zielgruppe ab – eine Strategie, die Nothing bereits mit seiner „(a)“-Serie und der Sub-Marke CMF verfolgt.
Frühere Gerüchte deuteten auf eine abgespeckte Version der teuren Headphone (1) hin. Der nun geleakte Preis von nur 159 Euro macht dies jedoch unwahrscheinlich. Stattdessen scheint es sich um eine komplett neue Entwicklung für das Einsteigersegment zu handeln. Welche Features die Kopfhörer genau bieten, ist noch unklar. Der Preis legt nahe, dass sie im Vergleich zum 299-Euro-Modell reduzierte Funktionen haben werden.
Fokus auf die Mittelklasse
Die Entwicklung passt perfekt in Nothing’s Strategie für 2026. CEO Carl Pei hatte kürzlich bestätigt, dass das Unternehmen in diesem Jahr kein neues Top-Smartphone veröffentlichen wird. Stattdessen konzentriert man sich auf ein größeres Upgrade des kommenden Phone (4a) und den Ausbau des Audio-Geschäfts.
Die „(a)“-Bezeichnung steht bei Nothing für die Kernwerte des Unternehmens – markantes Design und saubere User Experience – zu einem erschwinglichen Preis. Dieser Ansatz hat bei den Smartphones funktioniert und wird nun auf Audio-Produkte übertragen. Die neuen Kopfhörer sollen das wachsende Ökosystem aus Nothing-Geräten weiter vervollständigen.
Harte Konkurrenz im Mittelklasse-Segment
Mit dem Einstieg in den Mittelklasse-Markt begibt sich Nothing in hart umkämpftes Terrain. Zum Preis von 159 Euro treten die Headphone (a) gegen etablierte Modelle von Marken wie Sony und JBL an, die in diesem Segment stark vertreten sind.
Der Erfolg wird maßgeblich davon abhängen, ob Nothing seine Alleinstellungsmerkmale – das transparente Design und die besondere User Experience – auch in der günstigeren Variante umsetzen kann. Mit bunten Farben und einer Kunststoff-Konstruktion zielt das Unternehmen gezielt auf ein junges Publikum, das sowohl auf Ästhetik als auch auf den Preis achtet.
Was kommt als Nächstes?
Bis zur erwarteten Ankündigung am 5. März bleibt noch etwas Zeit. Nothing ist für seine geschickten Marketingkampagnen bekannt, die die Vorfreude vor einem Launch steigern. In den kommenden Wochen dürften weitere Details zu den technischen Spezifikationen durchsickern – etwa zur Akkulaufzeit, der Größe der Treiber oder möglichen Active-Noise-Cancelling-Funktionen.
Der Start der Headphone (a) ist ein wichtiger Schritt für Nothing. Das Unternehmen wandelt sich vom disruptiven Startup zu einer etablierten Consumer-Electronics-Marke mit einer mehrstufigen Produktstrategie. Wie sich die Kopfhörer im umkämpften Budget-Audio-Markt schlagen, wird ein entscheidender Indikator für das langfristige Wachstum des Unternehmens sein.





