Nothing Phone (4b): Mittelklasse-Smartphone für 329 Euro mit Abstrichen

Das Nothing Phone (4b) überzeugt in Tests mit langem Akku und sauberer Software, verzichtet aber auf Teleobjektiv, Wireless Charging und High-End-Display.

Mehrere Testberichte zum neuen Nothing Phone (4b) zeigen ein Mittelklasse-Smartphone, das mit einem niedrigeren Preis als sein Vorgänger punktet, dafür aber an einigen Stellen sichtbare Abstriche macht.

Nothing bringt das Gerät in verschiedenen Preisregionen auf den Markt: In Großbritannien kostet es 299 britische Pfund, in Deutschland beziehungsweise Europa 329 Euro (umgerechnet rund 384 US-Dollar) und in Singapur 499 Singapur-Dollar. In den USA ist das Phone (4b) laut techadvisor.com nicht erhältlich.

Technische Ausstattung

Das Nothing Phone (4b) setzt auf ein 6,77-Zoll-AMOLED-Display mit 120-Hertz-Bildwiederholrate, angetrieben vom Snapdragon 6 Gen 4. Je nach Testquelle stehen 8 GB Arbeitsspeicher sowie 128 GB oder 256 GB interner Speicher zur Verfügung.

Für Fotos ist eine 50-Megapixel-Hauptkamera zuständig, ergänzt um eine 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera sowie laut bgr.com eine 16-Megapixel-Frontkamera. Der Akku fasst 5200 mAh, in Indien laut bgr.com sogar 6000 mAh. Geladen wird kabelgebunden mit 33 Watt, kabelloses Laden fehlt. Das Gehäuse ist nach IP64 gegen Staub und Spritzwasser geschützt.

Laut techgoondu.com hält der Akku im PCMark-Test 17 Stunden und 20 Minuten durch. Bgr.com bestätigt, dass die Akkulaufzeit für einen ganzen Tag ausreicht. Die Software wird in mehreren Tests als aufgeräumt gelobt, und das markentypische Glyph-Element ist beim 4(b) als schlichterer Lichtstreifen („Glyph Bar“) statt als komplexes Muster umgesetzt.

Kompromisse gegenüber teureren Modellen

Praisepower.org ordnet das Phone 4(b) als rund 70 US-Dollar günstiger ein als das Phone 4(a) und benennt die dafür in Kauf genommenen Abstriche: eine Kunststoffrückseite statt hochwertigerer Materialien, eine niedrigere Displayauflösung von 381 statt 440 Pixel pro Zoll sowie eine deutlich geringere Spitzenhelligkeit von 2000 Nits gegenüber 4500 Nits beim teureren Modell.

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Ein Teleobjektiv fehlt komplett – die Kamera-Ausstattung beschränkt sich auf die 50-Megapixel-Weitwinkel- und die 8-Megapixel-Ultraweitwinkellinse. Laut praisepower.org kommt das Phone 4(b) vier Monate nach dem Phone 4(a) auf den Markt.

Auch bei der Kamera zeigen sich in den Tests Grenzen: Bgr.com bewertet die Aufnahmequalität als ausreichend, vermisst aber ein Teleobjektiv. Techgoondu.com attestiert der Hauptkamera gute Ergebnisse, sieht die Ultraweitwinkellinse bei wenig Licht jedoch schwächeln.

Design und Einordnung

Bgr.com beschreibt das Design des 4(b) im Vergleich zu anderen Nothing-Modellen als dezenter, während techgoondu.com von einem „weniger ambitionierten“ Erscheinungsbild spricht. Beide Einschätzungen decken sich mit dem Bild eines Geräts, das gezielt auf Preis-Leistung statt auf Premium-Anspruch setzt.

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Für Käufer, die im Mittelklasse-Segment nach einem Smartphone mit langer Akkulaufzeit und cleaner Software suchen, positioniert sich das Phone (4b) damit als Alternative zu Geräten mit größerem Funktionsumfang.

Wer Wert auf ein Teleobjektiv, kabelloses Laden oder höhere Displayschärfe legt, muss laut den vorliegenden Tests zu einem der teureren Nothing-Modelle greifen, etwa dem parallel getesteten Phone 4a Pro mit Snapdragon 7 Gen 4, 5080-mAh-Akku und Dreifachkamera mit 140-fachem Digitalzoom für 499 US-Dollar.