Nova Lake-S: Intel wechselt zu neuem LGA1954-Sockel

Intel setzt bei Nova Lake-S auf LGA1954, bis zu 52 Kerne und 175 Watt. Der Core Ultra 7 270K Plus fällt auf 199,99 US-Dollar.

Der Chiphersteller Intel hat die Einführung eines neuen Prozessorsockels für die kommende Desktop-Generation Nova Lake-S offiziell bestätigt. Wie aus der am 27. August 2026 aktualisierten Liste der Design-In-Tools des Unternehmens hervorgeht, wird die nächste Architektur auf dem Sockel LGA1954 basieren.

In den Dokumenten wird konkret ein ILM-Kit (Independent Loading Mechanism) für einen LGA1954 NVL-S Interposer geführt, welcher für die Nutzung mit dem Gen5 VR Test Tool vorgesehen ist.

Mit diesem Schritt steht fest, dass der erst mit Arrow Lake-S eingeführte Sockel LGA1851 bereits in naher Zukunft abgelöst wird. Für den Betrieb der neuen Prozessoren wird zudem die Einführung einer neuen Generation von Hauptplatinen erwartet, die voraussichtlich unter der Bezeichnung der 900er-Serie firmieren werden.

Technische Spezifikationen der Core Ultra Series 4

Die unter dem Codenamen Nova Lake-S entwickelten Prozessoren werden voraussichtlich als „Core Ultra Series 4“ auf den Markt kommen. Die nun vorliegenden technischen Eckdaten deuten auf eine signifikante Skalierbarkeit der Architektur hin. Das Portfolio soll demnach Modelle mit einer Kernanzahl zwischen 6 und 52 Kernen umfassen. Die thermische Verlustleistung (TDP) wird je nach Modell in einem Bereich von 35 bis 175 Watt spezifiziert.

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Ein wesentliches Merkmal der neuen Architektur ist die Integration eines sogenannten bLLC-Caches, der eine Größe von bis zu 288 Megabyte erreichen kann. Auch beim Arbeitsspeicher setzt Intel auf höhere Leistungsstandards: Die Plattform unterstützt DDR5-8000 und ist für Speicherkapazitäten von 256 Gigabyte und mehr ausgelegt.

In Bezug auf die Konnektivität bietet die neue Generation Unterstützung für Wi-Fi 7 und Thunderbolt 5. Die grafische Ausgabe übernimmt eine integrierte Xe3-GPU, während für KI-Berechnungen die NPU6 zum Einsatz kommt, die eine Rechenleistung von 74 TOPS erzielen soll.

Marktreaktionen und Abverkauf aktueller Generationen

Die bevorstehende Umstellung auf die LGA1954-Plattform zeigt bereits Auswirkungen auf die Preisgestaltung aktueller Prozessormodelle. Am 28. August 2026 wurde beim US-amerikanischen Einzelhändler Micro Center ein massiver Preissturz für den Intel Core Ultra 7 270K Plus verzeichnet.

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Die CPU wurde dort für 199,99 US-Dollar angeboten, was das erste Mal markiert, dass ein Desktop-Prozessor mit 24 Kernen für unter 200 US-Dollar im Handel erhältlich ist.

Dieser Preisnachlass wird von Marktanalysten als Vorbereitung auf den Generationswechsel gewertet. Der Core Ultra 7 270K Plus verfügt über 24 Kerne, die sich in 8 Performance-Kerne und 16 Efficiency-Kerne aufteilen.

Die CPU bietet zudem 36 Megabyte L3-Cache und erreicht im Boost-Modus eine Taktfrequenz von bis zu 5,5 Gigahertz. Die aggressive Preispolitik bei bestehenden Lagerbeständen unterstreicht die Erwartungen an den technologischen Sprung, den Intel mit Nova Lake-S und dem damit verbundenen Sockelwechsel vollziehen will.