Das System ermittelt den exakten Standort von Anrufern der 110 automatisch – ohne dass diese ihren Aufenthalort nennen müssen. Der Pilotbetrieb läuft bei Gefahr für Leib und Leben oder bei laufenden Straftaten.
Der Datenschutz ist klar geregelt: Die Standortdaten werden nur 60 Minuten gespeichert und dann gelöscht.
Banking, PayPal und WhatsApp – auf keinem anderen Gerät speichern wir so viele sensible Daten wie auf dem Smartphone. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Android-Gerät mit 5 einfachen Schritten effektiv vor Hackern und Viren absichern. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken
Android-Malware in fabrikneuen Geräten entdeckt
Während die Polizei auf präzise Ortung setzt, steigen die Risiken durch Cyberkriminalität massiv. Sicherheitsforscher fanden die Malware Keenadu in der Firmware neuer Android-Geräte. Bis Februar waren über 13.000 Smartphones infiziert – Schwerpunkte liegen in Deutschland, Japan und Brasilien. Die Schadsoftware ermöglicht Werbebetrug, Gerätekontrolle und Zugriff auf Bankdaten.
Noch dreister agiert die CallPhantom-Kampagne. 28 betrügerische Android-Apps wurden über 7,3 Millionen Mal aus dem Play Store heruntergeladen. Sie versprachen Zugriff auf fremde Anrufprotokolle, lieferten nach Zahlung von bis zu 80 US-Dollar pro Jahr aber nur Zufallsdaten. Google hat die Apps inzwischen entfernt.
Banking-Trojaner kapert Zwei-Faktor-Authentifizierung
Der Trojaner TCLBANKER zielt auf 59 Finanzinstitute, Kryptobörsen und Fintechs ab. Seine Verbreitung läuft über WhatsApp und Outlook. Eine Wurm-Komponente namens SORVEPOTEL verbreitet die Malware eigenständig weiter. Der Trojaner nutzt Overlay-Angriffe und fängt Zwei-Faktor-Codes ab, um Transaktionen zu autorisieren.
KI macht Betrug kaum noch erkennbar
Die Methoden der Kriminellen werden raffinierter. Die FTC verzeichnete über eine Million Fälle von Imposter-Betrug mit einem Gesamtschaden von 3,5 Milliarden US-Dollar. Drei Sekunden Audiomaterial reichen, um eine Stimme täuschend echt zu klonen und für Schockanrufe zu missbrauchen.
Mit PromptSpy entdeckten Forscher die erste Android-Malware, die Googles Gemini-KI nutzt. Sie erstellt Screenrecordings und extrahiert Daten vom Sperrbildschirm. Quishing-Angriffe per QR-Code stiegen im ersten Quartal um 146 Prozent auf 18,7 Millionen Fälle.
Social Engineering bleibt die größte Gefahr
Rund 75 Prozent aller Sicherheitsvorfälle basieren auf menschlicher Manipulation. In der Schweiz versendete die Operation Road Trap seit Jahresende rund 79.000 betrügerische SMS mit falschen Parkgebühren. In Deutschland verlor eine Nutzerin 300 Euro über eine gefälschte Park-App. Weil sie die Transaktion per TAN autorisiert hatte, verweigerte die Bank die Erstattung.
Gerichte stärken Verbraucherschutz
Das Landgericht Berlin II entschied im April: Eine Bank muss einem Kunden über 200.000 Euro Schaden ersetzen. Das Gericht sah keine grobe Fahrlässigkeit. Als Reaktion führen erste Unternehmen verpflichtende Zwei-Faktor-Authentifizierung ein.
Neue Sicherheitsstandards bei Google und Apple
Google führte Anfang Mai Binary Transparency ein, um App-Integrität zu prüfen. Im Sommer folgt der Advanced Flow in Brasilien und Singapur – er erschwert das riskante Sideloading von Drittanbieter-Apps. Eine weltweite Ausweitung ist für nächstes Jahr geplant.
Apple veröffentlicht Mitte Mai iOS 26.5 mit Sicherheitskorrekturen und RCS-Verschlüsselung. Für Juni wird Android 17 erwartet, das besseren Schutz gegen Malware-Installationen bieten soll.
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Kritische Lücken in Snapdragon und Android
Für Snapdragon-Prozessoren wurden Schwachstellen gemeldet, die Fernsteuerung ermöglichen. Im Android-QUIC-Protokoll wurden Lücken entdeckt, die VPN-Tunnel umgehen. GrapheneOS hat bereits Updates ausgeliefert.
Die FCC verschärfte zudem die Regeln zur Identitätsprüfung bei der Telefonnummern-Vergabe.
Experten raten: Links vor dem Öffnen prüfen, keine unbekannten APK-Dateien installieren und auf künstlichen Zeitdruck bei Nachrichten achten. Bei Datenklau hilft der Sperr-Notruf 116 116. Die Kombination aus staatlicher Präzision bei Notrufen und individuellem Sicherheitsbewusstsein bleibt der entscheidende Schutzfaktor.

