NSA empfiehlt: Smartphone wöchentlich neustarten gegen Spionage

Die US-Sicherheitsbehörde rät zum regelmäßigen Reboot als einfache Gegenmaßnahme gegen moderne Spyware, die im Arbeitsspeicher operiert. Experten sehen darin einen wichtigen Baustein der Cyberhygiene.

Die US-Sicherheitsbehörde NSA rät zu einem einfachen Trick gegen hochgefährliche Handy-Spionage: Einmal pro Woche den Neustart-Knopf drücken. Der Grund? Immer mehr Angriffe zielen auf den Arbeitsspeicher – und der wird dabei geleert.

Zero-Click-Exploits: Die unsichtbare Gefahr

Die größte Sorge der Sicherheitsexperten sind heute Zero-Click-Exploits. Diese Angriffe benötigen keinerlei Interaktion des Nutzers. Es reicht oft der Empfang einer manipulierten Nachricht in einem Messenger-Dienst, um Spyware wie Pegasus zu installieren. Die Schadsoftware nutzt bis dahin unentdeckte Sicherheitslücken (Zero-Day-Schwachstellen) und agiert danach völlig im Verborgenen. Sie kann Gespräche abhören, Nachrichten mitlesen und Kamera sowie Mikrofon aktivieren – ohne dass der Besitzer etwas bemerkt.

So durchbricht der Neustart die Angriffskette

Viele dieser modernen Spionage-Tools operieren vorrangig im flüchtigen Arbeitsspeicher (RAM), nicht im dauerhaften Festspeicher. Das macht sie für Virenscanner schwerer auffindbar und hinterlässt kaum Spuren. Genau hier setzt die NSA-Empfehlung an: Ein vollständiger Neustart löscht den RAM-Speicher komplett. Damit wird die dort residierende Malware entfernt. Der Angriff ist unterbrochen, und die Kriminellen müssten den riskanten Infektionsversuch von Neuem starten – was ihre Entdeckungswahrscheinlichkeit deutlich erhöht.

Anzeige

Passend zum Thema Messenger-Sicherheit: Oft genügt eine manipulierte Nachricht, damit Spyware wie Pegasus ins Telefon eindringt. Der kostenlose Telegram-Startleitfaden zeigt in klaren, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie Sie in wenigen Minuten zu einem datensicheren Messenger wechseln, geheime Chats aktivieren und Ihre Nummer verbergen. Zusätzlich enthält das Paket eine praktische 5-Minuten-Checkliste für sichere Einstellungen und eine Anleitung zum problemlosen Datenumzug. Ideal für alle, die Nachrichten ohne Angst vor unbemerkter Überwachung senden wollen. Telegram-Startpaket jetzt gratis sichern

Ein Baustein der Cyberhygiene, kein Allheilmittel

Sicherheitsexperten betonen: Der wöchentliche Neustart ist keine Allzweckwaffe. Hartnäckige Spyware, die sich tief im System eingenistet hat, überlebt ihn. Dennoch stellt die Maßnahme eine effektive, einfache Hürde gegen eine wachsende Bedrohungsklasse dar. Sie ist ein zentraler Baustein der Cyberhygiene, ähnlich wie regelmäßige Updates. Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstützt grundsätzlich solche präventiven Maßnahmen.

Smartphones als lohnende Ziele

Die Empfehlung unterstreicht einen Paradigmenwechsel. Während frühere Angriffe oft auf Fahrlässigkeit der Nutzer setzten, umgehen moderne Exploits diese Hürde komplett. Smartphones sind besonders verwundbar, da sie – anders als Laptops – oft wochenlang ohne Unterbrechung laufen. Dieser Dauerbetrieb bietet Angreifern ein ideales Einfallstor. Der einfache Neustart bringt hier Ordnung in den digitalen Haushalt.

Mehrschichtiger Schutz bleibt unverzichtbar

Die NSA warnt, dass Angreifer ihre Methoden stetig anpassen. Daher ist eine mehrschichtige Sicherheitsstrategie essenziell. Neben dem wöchentlichen Neustart gelten weiterhin grundlegende Regeln:
* Updates sofort installieren: Sie schließen kritische Sicherheitslücken.
* Starke Authentifizierung nutzen: Einzigartige Passwörter und biometrische Sperren wie Fingerabdruck.
* Konnektivität managen: WLAN und Bluetooth bei Nichtgebrauch deaktivieren; öffentliche Netzwerke mit Vorsicht genießen.
* App-Berechtigungen kritisch prüfen: Nur Apps aus vertrauenswürdigen Quellen installieren und den Zugriff auf Kontakte, Mikrofon oder Standort regelmäßig überprüfen.

Die simple Aktion des Neustarts wird so zur ersten, leicht umsetzbaren Verteidigungslinie im alltäglichen Cyberkrieg – direkt aus der Tasche.