Nubia NaviX Ultra: Chinas erstes KI-Agent-Smartphone erhält Zulassung

ZTE hat die Freigabe für das KI-Agenten-Smartphone abgeschlossen. Der Verkaufsbeginn des Nubia NaviX Ultra ist für September vorgesehen.

Die chinesische Regulierungsbehörde MIIT hat am 1. September 2026 die Netzwerkzugangsgenehmigung für das Nubia NaviX Ultra erteilt. Mit diesem Schritt hat das auch als „Doubao Phone“ bekannte Gerät den vollständigen Compliance-Prozess abgeschlossen, der von der Registrierung des zugrunde liegenden KI-Modells bis zur finalen Terminal-Zulassung reicht. Das Smartphone wird als weltweit erstes in Massenproduktion gefertigtes Gerät der Kategorie „KI-Agent“ positioniert.

Strategische Kooperation und Markteinführung

Die Entwicklung des neuen Modells erfolgte in einer engen Zusammenarbeit zwischen ZTE, das rund 78 % der Anteile an der Marke Nubia hält, und dem Technologiekonzern ByteDance. Im Zentrum der Kooperation steht die Integration des Doubao-Sprachassistenten.

Ni Fei, Präsident von ZTE-Terminal, bestätigte am 1. September 2026, dass der offizielle Verkaufsstart für den laufenden Monat September geplant sei. ZTE sei damit das erste Unternehmen, das den regulativen Prozess für ein Smartphone mit integriertem KI-Agenten erfolgreich durchlaufen habe.

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Bereits im Dezember 2025 verzeichnete das Projekt ein erhebliches Interesse am Markt, als ein Kontingent von 30.000 Einheiten eines technischen Prototyps innerhalb kurzer Zeit ausverkauft war. Das nun zugelassene Serienmodell soll in den Gehäusefarben Schwarz, Weiß, Blau und Pink erscheinen, wobei ausgewählte Varianten durch einen markanten orangefarbenen KI-Button ergänzt werden.

Technische Spezifikationen und Hardware-Partner

Das Nubia NaviX Ultra setzt laut Branchenberichten auf leistungsstarke Komponenten, um die Anforderungen der On-Device-KI zu erfüllen. Das Gerät verfüge über ein 6,78-Zoll-Display mit einer 1,5K-Auflösung und einer Bildwiederholrate von 144Hz.

Als Herzstück dient ein Snapdragon 8 Elite Chip (teils als Gen 5 bezeichnet). Für die Energieversorgung sorgt ein Akku mit einer Kapazität von wahlweise 7000mAh oder 7100mAh, der Schnellladevorgänge mit 90W beziehungsweise 100W unterstützen soll.

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Das Kamerasystem besteht aus vier Modulen mit jeweils 50-Megapixel-Auslösung, wobei das gesamte Kameramodul von Sunny Optical zugeliefert wird. Von der Produktion des KI-Agenten-Smartphones profitiert die gesamte Industriekette: Während Fujian Sunrisun als ODM-Auftragsfertiger fungiert, erwarten Speicherchip-Hersteller wie Longsys, Biwin und GigaDevice einen steigenden Wertanteil pro Gerät aufgrund der höheren Anforderungen an den Arbeitsspeicher.

KI-Integration und regulatorische Freigabe

Ein wesentliches Merkmal des Doubao-Sprachmodells ist dessen regulatorischer Status. Es hat die Registrierung für generative KI bei der zuständigen Behörde CAC abgeschlossen und rangiert damit in derselben Freigabe-Charge wie Lösungen von Apple, Huawei, vivo und Xiaomi. Die On-Device-KI nutzt für ihre Funktionen direkte Service-Verbindungen (MCP), wodurch ein Scannen des Bildschirminhalts zur Informationsgewinnung entfällt.

Der integrierte Doubao-Assistent soll laut Herstellerangaben vier Kernkompetenzen abdecken: das Verstehen von Nutzeranliegen, die aktive Ausführung von Aufgaben, die Erinnerung an Kontexte sowie die Gewährleistung von Datensicherheit.

Ni Fei dankte in diesem Zusammenhang den zuständigen Behörden für die Unterstützung während des Zulassungsverfahrens. Die regulatorische Freigabe für die On-Device-KI liegt bereits vollständig vor, sodass dem Marktstart keine weiteren administrativen Hürden im Weg stehen.