Nvidia Cloud Partner: Tracking wird in Südostasien zur Pflicht für Zertifizierung

Der Konzern koppelt den Partnerstatus an Betriebsüberwachung und begrenzt zugleich den Anteil chinesischer Kunden an neuer Cloud-Kapazität.

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Nvidia verschärft die Auflagen für Rechenzentrumsbetreiber: Cloud-Anbieter in Südostasien müssen künftig dem Überwachungsprogramm Fleet Intelligence beitreten, um den Status als Nvidia Cloud Partner (NCP) zu erhalten. Diese Zertifizierung sichert Betreibern einen bevorzugten Zugriff auf hochgradig nachgefragte KI-Beschleuniger des Halbleiterkonzerns.

Überwachung von Betriebsdaten ohne Fernabschaltung

Das Fleet-Intelligence-System dient der Erfassung technischer Kennzahlen sowie der Lokalisierung von Beschleunigerkarten. Die Software überwacht den operativen Betrieb, Temperaturen, den Energieverbrauch sowie Systemausfälle und ordnet die Hardware festen Standorten zu. Nach vorliegenden Berichten erfolgt jedoch keine automatische Übermittlung dieser Standort- und Betriebsdaten an Nvidia oder Regierungsbehörden der Vereinigten Staaten.

Für Eigentümer und Betreiber der Grafikprozessoren stellt das Unternehmen den Dienst kostenfrei bereit. Das System verzichtet auf physische Tracker und verfügt über keinen Mechanismus zur Fernabschaltung von Hardware.

Außerhalb der verpflichtenden NCP-Zertifizierung in Südostasien verbleibt die Nutzung der Plattform auf freiwilliger Basis. Bislang ist nicht geklärt, ob bestehende Vertragspartner das System verpflichtend nachrüsten müssen oder ob eine Ausweitung der Regelung auf Märkte außerhalb Südostasiens geplant ist.

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Politischer Druck und Schmuggelermittlungen

Hintergrund der verschärften Kontrollen ist die wachsende Frustration US-amerikanischer Behörden über Umgehungen geltender Handelsbeschränkungen. Ermittler vermuten, dass chinesische Unternehmen über Zwischenhändler in südostasiatischen Ländern beschränkte Nvidia-Hardware im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar bezogen haben.

Im Fokus der Aufmerksamkeit steht unter anderem das Unternehmen Megaspeed International, das seit 2023 als zertifizierter Cloud-Partner gelistet ist. Gegen das Unternehmen laufen seit über einem Jahr behördliche Prüfungen in den USA und Singapur.

Anlass ist der Vorwurf einer Diskrepanz zwischen dem erworbenen Hardwarevolumen und dem tatsächlich nachweisbaren Betrieb im Rechenzentrum. Megaspeed weist diese Darstellungen zurück. Berichten der New York Times zufolge steht zudem ein leitender Angestellter unter dem Verdacht der Spionage für Peking.

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Nvidia-Chef Jensen Huang bezeichnete die geschäftlichen Interaktionen mit dem Partner als völlig normal und erklärte, sein Konzern habe jeden einzelnen Grafikprozessor in den Installationen des Unternehmens erfasst. Für den 18. November luden die republikanischen Führungen der Ausschüsse für Außenpolitik, China und Geheimdienste des US-Repräsentantenhauses Huang zu einem parlamentarischen Briefing vor.

Verknappung der Kundenlisten und Quoten für Kapazitäten

Parallel zu den Tracking-Auflagen schränkt Nvidia den Vertrieb in Asien weiter ein. Das Unternehmen strich rund die Hälfte der zuvor genehmigten asiatischen Käufer von seinen Vertriebslisten. Gleichzeitig wies der Halbleiterhersteller seine Partner an, den Anteil vermieteter Rechenleistung an chinesische Klienten zu beschränken.

Wie am 3. November bekannt wurde, verlangt Nvidia von Cloud-Anbietern auf mündlichem Weg, dass bei Neukunden mindestens 51 Prozent der bereitgestellten Kapazitäten an Parteien außerhalb Chinas vergeben werden müssen.

Mehr zum Thema bei Tom’s Hardware: „Nvidia tightens tracking of AI GPUs in Southeast Asia as Chinese chip smuggling draws scrutiny, report claims …“