Nvidia CMP 170HX: Hack freischaltet 64 GB Speicher statt 8 GB

Ein Firmware-Eingriff hebt die VRAM-Sperre der Nvidia CMP 170HX auf und erhöht die Nachfrage nach der günstigen Mining-Grafikkarte erheblich.

Ein neuer Software-Mod sorgt für Aufsehen in der Hardware-Community: Auf der Nvidia CMP 170HX, einer ursprünglich für 250 US-Dollar erhältlichen Mining-Grafikkarte, lässt sich der Videospeicher von werksseitig 8 GB auf bis zu 64 GB freischalten. Möglich macht dies ein Tool namens „cmpunlocker“.

Wie der Hack funktioniert

Die CMP 170HX basiert auf dem GA100-Chip im 7-nm-Verfahren und verfügt physisch bereits über deutlich mehr HBM2e-Speicher, als die Firmware freigibt. Genau hier setzt der Mod an: Er nutzt einen Fehler im BootROM der Karte, um die Sperre zu umgehen und wahlweise 64 GB statt der vorgesehenen 8 GB oder 40 GB statt 10 GB freizuschalten, wie korben.info berichtete.

Für den Einsatz des Tools sind allerdings einige Voraussetzungen nötig: Der Rechner muss unter Linux x86-64 mit Root-Rechten laufen, zudem wird der nvidia-open-Treiber in der Version 610.43.0x benötigt. Der Vorteil für Anwender: Der Patch übersteht auch einen Neustart des Systems. Ein Nachteil bleibt jedoch bestehen – die PCIe-Anbindung läuft nach dem Mod lediglich mit Gen2 x4.

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Laut einem Bericht von cryptonomist.ch lassen sich theoretisch bis zu 64 GB oder sogar 80 GB VRAM freischalten, wobei sich in der Praxis vor allem die 40-GB-Variante als stabil erwiesen hat.

Neben dem zusätzlichen Speicher stellt der Mod auch zuvor deaktivierte Compute-Kerne wieder her und verbessert die PCIe-Anbindung von ursprünglich 1.0 x4 auf 2.0 x4.

Die Marktfolgen des Hacks sind bereits spürbar: Der Preis für die CMP 170HX, die ursprünglich rund 250 US-Dollar kostete, ist Berichten zufolge auf über 1.000 US-Dollar gestiegen – ein deutliches Zeichen dafür, wie stark die Nachfrage nach der Karte durch die Aussicht auf günstigen Hochkapazitäts-VRAM angezogen hat.

Diskussion um Risiken und Legitimität

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In der Community wird der Mod kontrovers diskutiert, wie tomshardware.com berichtete. Zur Debatte stehen sowohl die technische Legitimität des Eingriffs als auch mögliche Risiken für Nutzer, die ihre Hardware auf diese Weise modifizieren.

Da es sich um einen Firmware-Eingriff handelt, der eine ursprünglich vom Hersteller gesperrte Funktion freischaltet, bewegen sich Anwender in einem Bereich, der außerhalb des offiziell unterstützten Betriebs liegt.

Für Nutzer, die auf günstigen Speicherplatz für Machine-Learning- oder Rechenaufgaben angewiesen sind, dürfte die CMP 170HX durch den Mod dennoch attraktiv bleiben – vorausgesetzt, sie akzeptieren die technischen Einschränkungen bei der PCIe-Geschwindigkeit sowie die grundsätzlichen Risiken eines nicht herstellerseitig unterstützten Eingriffs in die Firmware der Karte.