Nvidia, Microsoft und der Chip-Architekt Arm haben mit einer koordinierten Teaser-Kampagne den Startschuss für eine neue Generation von Computern gegeben. Am 29. Mai posteten alle drei Unternehmen identische Botschaften in den sozialen Medien – und kündigten damit eine Zeitenwende für den Personal Computer an.
Die Botschaften enthielten die geografischen Koordinaten des Taipei Music Center und des Nangang Exhibition Centre – der Hauptveranstaltungsorte der Computex 2026, die in der kommenden Woche beginnt. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Nvidia-CEO Jensen Huang wird am 1. Juni um 11:00 Uhr Ortszeit in Taipeh eine Keynote halten.
Während Microsoft die Hardware-Revolution vorantreibt, zögern viele Nutzer noch beim Wechsel auf das aktuelle Betriebssystem. Dieser kostenlose Expertenreport zeigt Ihnen, wie der Umstieg auf Windows 11 ohne Risiko und Datenverlust gelingt. Jetzt Windows 11 Starterpaket kostenlos sichern
Nvidias Angriff auf Intel und AMD
Branchenbeobachter erwarten die Vorstellung einer neuen Prozessor-Serie auf Arm-Basis. Die Chips mit den Arbeitstiteln N1 und N1X sind speziell für Windows-basierte KI-PCs konzipiert. Der N1X soll ein Hochleistungs-System-on-a-Chip (SoC) werden, das in Zusammenarbeit mit dem taiwanesischen Halbleiter-Spezialisten MediaTek entsteht.
Die technischen Daten können sich sehen lassen: Gefertigt wird der Chip im 3-Nanometer-Verfahren von TSMC. Die Architektur umfasst voraussichtlich 20 Arm-Kerne – zehn leistungsorientierte Cortex-X925-Kerne und zehn effiziente Cortex-A725-Kerne. Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal ist jedoch die integrierte Grafikleistung.
Der N1X soll auf Blackwell-Architektur basieren und bis zu 6.144 CUDA-Kerne bieten. Das würde die Grafikleistung auf das Niveau dedizierter Mittelklasse-Grafikkarten wie der RTX 5060 Ti oder RTX 5070 heben. Damit greift Nvidia nicht nur die x86-Dominanz von Intel und AMD an, sondern positioniert sich auch als ernstzunehmende Alternative zu Apples M-Serie.
Microsoft setzt auf Evolution statt Revolution
Microsofts Beteiligung an der Teaser-Kampagne ist Teil einer größeren Strategie. Pavan Davuluri, der Chef von Windows und Devices bei Microsoft, hat Spekulationen über ein mögliches „Windows 12″ eine Absage erteilt. Statt eines neuen Betriebssystems setzt der Konzern auf die Weiterentwicklung von Windows 11 und neue Hardware-Tools für Entwickler.
Das Ziel: die Expansion der KI-PC-Kategorie durch die Copilot+-Initiative. Am 29. Mai veröffentlichte Microsoft neue Experimental-Builds von Windows 11, darunter die Insider Preview Build 26300.8553. Diese Updates bringen ein anpassbares Startmenü, Verbesserungen an der Taskleiste und ein Low-Latency-Profil für mehr Systemleistung.
Mit den ständigen Updates und neuen Funktionen von Windows 11 steigen auch die Anforderungen an die Nutzer, Probleme eigenständig zu lösen. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report von Experte Manfred Kratzl, wie Sie Update-Fehler und Systemprobleme in wenigen Minuten selbst beheben. Kostenlosen Erste-Hilfe-Report für Windows 11 herunterladen
Hardware-Partner bereiten sich auf Marktstart vor
Mehrere große Hersteller arbeiten bereits an Geräten mit den neuen Nvidia-Chips. Dell soll ein aktualisiertes XPS-Modell mit dem N1X planen. Lenovo entwickelt offenbar mehrere Geräte, darunter das Legion 7, das IdeaPad Slim 5 und das Yoga Pro 7. Die Legion-7-Variante könnte ein 245-Watt-Netzteil benötigen, um die leistungsstarke Blackwell-Grafik zu versorgen.
Auch ASUS hat ein ProArt-Notebook angedeutet, das den N1-Prozessor nutzen könnte. Die offizielle Vorstellung wird auf der Computex Anfang Juni erwartet. Die ersten Geräte dürften allerdings erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 in den Handel kommen.

