Nvidias Mega-Partnerschaft mit Meta ist der Startschuss für den Angriff auf den Milliardenmarkt für PC-Prozessoren. Das Unternehmen will die Dominanz von Intel und AMD brechen.
Der Deal mit dem Facebook-Konzern gilt als strategische Weichenstellung. Anfang der Woche bestätigte eine Analyse: Die vereinbarte Lieferung von Millionen Nvidia-Grace-CPUs an Meta ist kein Einzelgeschäft, sondern der Beginn einer Offensive. Nvidia will nicht länger nur Grafikkarten liefern, sondern als vollwertiger CPU-Hersteller den gesamten PC-Markt aufrollen. Der Einstieg in den Consumer-Bereich mit eigenen Arm-Chips für Laptops steht unmittelbar bevor.
Vom KI-Riesen zum PC-Hersteller
Die Pläne sind konkret. Bereits im ersten Quartal 2026 sollen die ersten Laptops mit Nvidias eigenem Arm-basierten „N1X“-Chip auf den Markt kommen. Das Unternehmen verfolgt dabei eine Doppelstrategie: Eine enge Kooperation mit dem taiwanesischen Chipspezialisten MediaTek für Windows-on-Arm-Systeme und die parallele Entwicklung einer eigenen, unabhängigen Chip-Serie.
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„Das Timing ist perfekt gewählt“, analysieren Branchenbeobachter. Der Markt driftet Richtung „KI-PC“, wo Nvidia mit seiner unangefochtenen Expertise in Grafik und künstlicher Intelligenz einen klaren Vorteil hat. Der Aufschub des ursprünglich für 2025 geplanten Starts diente offenbar der Abstimmung mit Microsofts Zeitplan für eine neue Generation von Windows-on-Arm-Geräten.
Schock für die Konkurrenz
Die Ankündigung sendet Schockwellen durch die Branche. Vor allem für AMD wird die Lage brenzlig. In einem Quartalsbericht vom November 2025 hatte das Unternehmen bereits die Partnerschaft zwischen Intel und Nvidia als Geschäftsrisiko benannt. Gemeint ist ein separater Deal vom September 2025: Intel und Nvidia entwickeln gemeinsam Chips, die Intel-CPU-Kerne mit Nvidia-RTX-Grafikeinheiten kombinieren.
Nvidia setzt also auf mehrere Pferde gleichzeitig – die eigene Arm-Architektur und die Kooperation mit dem x86-Riesen Intel. Für AMD bedeutet das doppelten Druck: im High-End-Gaming durch die Intel/Nvidia-Allianz und im mobilen, effizienten Segment durch Nvidias reine Arm-Chips.
Die integrierte KI-Plattform als Trumpf
Nvidias größter Vorteil ist die Kontrolle über die gesamte Hardware-Kette. Das Unternehmen verkauft nicht einfach Prozessoren, sondern schafft eine durchgängig optimierte Plattform für KI-Anwendungen. Vorbild ist der GB10 Grace Blackwell Superchip, der CPU und GPU in einem Modul vereint und leistungsstarke KI-Arbeitsstationen wie die DGX Spark antreibt.
Durch proprietäre Hochgeschwindigkeitsverbindungen wie NVLink-C2C, die siebenmal schneller sind als PCIe Gen 5, entsteht ein kohärenteres und leistungsstärkeres System. Der für Consumer-Laptops erwartete N1X-Chip soll auf derselben Technologie basieren: eine leistungsstarke Arm-CPU kombiniert mit Tausenden CUDA-Kernen für Grafik und KI.
Countdown zum Marktstart läuft
Die Uhr tickt. Noch vor Ende März 2026 werden die ersten N1X-Laptops erwartet. Drei weitere Varianten der N1-Serie sollen im zweiten Quartal folgen. Die Roadmap zeigt Nvidias langfristiges Commitment: Für das dritte Quartal 2027 ist bereits die nächste Generation, die „N2“-Serie, geplant.
Zwar gab es Mitte 2025 Berichte über hardwarebedingte Verzögerungen. Doch der jüngste Rückenwind durch den Meta-Megadeal und die strategischen Partnerschaften zeigen: Nvidias Eroberungszug in den CPU-Markt hat an Fahrt aufgenommen. Der Kampf um den PC-Prozessor, jahrzehntelang ein Duell zwischen Intel und AMD, bekommt einen dritten, äußerst potenten Kontrahenten. Für Verbraucher könnte das eine neue Ära leistungsstarker, KI-fokussierter Computer einläuten.





