Nvidia investiert 2 Mrd. Dollar in KI-Infrastrukturfonds

Nvidia beteiligt sich mit 2 Milliarden US-Dollar an Brookfields KI-Fonds und mobilisiert mit Partnern über 500 Milliarden US-Dollar Fremdkapital.

Nvidia hat sich laut Investorendokumenten mit 2 Milliarden US-Dollar am Brookfield Artificial Intelligence Infrastructure Fund beteiligt, wie Bloomberg in einem Bericht vom 17. September 2026 meldete.

Der Chiphersteller tritt dabei als Anchor-Investor auf, gemeinsam mit der Kuwait Investment Authority. Der Fonds investiert nach diesen Angaben in Fabriken, sogenannte Behind-the-Meter-Stromlösungen sowie Compute-Infrastruktur – zentrale Bausteine für den Aufbau neuer Rechenzentrumskapazitäten.

Teil einer breiteren Finanzierungsoffensive

Das Engagement bei Brookfield fügt sich in eine größere Strategie Nvidias ein, Drittkapital für den Ausbau von KI-Infrastruktur zu mobilisieren. Bereits im August 2026 hatte das Unternehmen laut einem Bericht von businessupturn.com Partnerschaften mit Brookfield, Apollo, BlackRock, Blackstone, Goldman Sachs und KKR geschlossen, um Finanzierungsplattformen aufzubauen. Ziel dieser Kooperationen ist es, mehr als 500 Milliarden US-Dollar an externem Kapital für KI-Infrastrukturprojekte zu erschließen.

Nvidia treibt zudem eigene Infrastrukturprojekte voran: Im Juli 2026 wurde laut demselben Bericht ein KI-Fabrik-Projekt mit dem koreanischen Technologiekonzern NAVER bekannt, das einen Ausbau von derzeit 55 Megawatt auf 200 Megawatt bis 2028 vorsieht.

Kapitalbedarf der Branche wächst rapide

Die Beteiligung an Brookfield reiht sich in eine Serie milliardenschwerer Finanzierungsrunden ein, die derzeit die KI-Infrastrukturbranche prägen. So schloss der Cloud- und Rechenzentrumsanbieter Crusoe nach eigenen Angaben eine Series-F-Finanzierung über 3,9 Milliarden US-Dollar ab, bei einer Post-Money-Bewertung von 30,9 Milliarden US-Dollar.

Co-Leads der Runde waren Atreides, Mubadala und Valor, unter den weiteren Investoren finden sich Founders Fund, GIC, Nvidia, QIA und TPG. Crusoe, das laut Reuters 2018 als Krypto-Firma startete, gibt einen Gesamtvertragswert von über 140 Milliarden US-Dollar sowie eine vertraglich gebundene Kapazität von mehr als 6 Gigawatt an, wovon 1 Gigawatt bereits operativ sei.

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Nvidia beteiligt sich laut Investorendokumenten mit 2 Milliarden US-Dollar am KI-Infrastrukturfonds von Brookfield und tritt dort als Anchor-Investor neben der Kuwait Investment Authority auf. Das Engagement ist Teil einer breiteren Offensive, über die gemeinsam mit Brookfield, Apollo, BlackRock, Blackstone, Goldman Sachs und KKR mehr als 500 Milliarden US-Dollar Drittkapital für KI-Infrastruktur erschlossen werden sollen. Wie diese Strukturen aufgebaut sind und welche Prüfpunkte für Infrastruktur-Investments daraus folgen, ordnet unsere kostenlose Analyse ein. Analyse zur KI-Infrastruktur-Finanzierung anfordern

Die Cloud-Buchungen seien im Jahresvergleich um mehr als das 20-fache gestiegen, der annualisierte Umsatz aus Managed Inference liege bei über 100 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.800 Mitarbeiter in fünf Ländern und berief zudem drei neue Direktoren: Seifert, Stein und Straubel.

Auch andere Finanzierungsvorgänge unterstreichen den Kapitalhunger der Branche: Laut Bloomberg stellten zehn Banken – darunter Goldman Sachs, Sumitomo Mitsui Banking, Barclays, BNP Paribas und Bank of Nova Scotia – einen Chip-Kredit über 22 Milliarden US-Dollar für das neue Cloud-Joint-Venture Crux AI von Blackstone und Alphabet bereit.

Der Bitcoin-Miner CleanSpark wiederum will rund 2,23 Milliarden US-Dollar über ein Junk-Bond-Angebot aufnehmen, um ein Rechenzentrum mit Meta-Bezug in Sandersville, Georgia, zu finanzieren; die fünfjährigen Notes werden laut Bloomberg-Bericht von Morgan Stanley geführt.

Weitere Kapitalflüsse in die KI-Wertschöpfungskette

Der Chip-Entwickler Positron AI sicherte sich eine Series-C-Finanzierung über 875 Millionen US-Dollar, aufgeteilt in 375 Millionen US-Dollar unter Co-Lead von Atreides und Valor sowie 500 Millionen US-Dollar als Series C-1 unter Führung von NEA und Jim Clark – bei einer Bewertung von rund 5 Milliarden US-Dollar.

Die eigenen Asimov-Chips des Unternehmens werden auf dem 3-Nanometer-Verfahren von TSMC gefertigt, der Tapeout ist für Ende 2026 geplant, die Produktion für die zweite Hälfte 2027.

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Der Kapitalbedarf der KI-Infrastruktur zeigt sich derzeit in einer Serie milliardenschwerer Transaktionen: ein Chip-Kredit über 22 Milliarden US-Dollar für ein Cloud-Joint-Venture, ein Junk-Bond-Angebot über rund 2,23 Milliarden US-Dollar für ein Rechenzentrum und eine Series-F-Runde über 3,9 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 30,9 Milliarden US-Dollar. Wer die Renditechancen dieses Segments einschätzen will, braucht belastbare Kriterien statt Schlagzeilen. Unsere kostenlose Checkliste zeigt, worauf Sie bei Kapazität, Vertragsbindung und Kapitalstruktur achten sollten. Checkliste für Infrastruktur-Investments sichern

Auch Wagniskapitalgeber reagieren auf den Trend: Bain Capital Ventures legte laut TechCrunch und Bloomberg einen neuen Fonds über 1,6 Milliarden US-Dollar auf – 14 Prozent größer als der Vorgängerfonds über 1,4 Milliarden US-Dollar.

Der Fonds soll in 30 bis 40 Frühphasen-Startups aus den Bereichen Infrastruktur, Gesundheitswesen, physische KI und Sicherheit investieren, von der Seed- bis zur Series-B-Phase. Im Portfolio findet sich unter anderem Crusoe, das laut Berichten mit rund 30 Milliarden US-Dollar bewertet wird und als Kandidat für einen Börsengang gilt.