Nvidia festigt seine Vorherrschaft in der KI-Ära mit einer direkten Milliardenbeteiligung an ChatGPT-Erfinder OpenAI. Der Deal ersetzt ein früheres Infrastruktur-Abkommen und könnte schon dieses Wochenende besiegelt werden.
Die strategische Kehrtwende von einem komplexen, 100 Milliarden Euro schweren Infrastrukturpakt hin zu einer direkten Kapitalbeteiligung markiert einen Wendepunkt in der Partnerschaft. Statt einer langfristigen, an Meilensteine geknüpften Liefervereinbarung pumpt der Chip-Riese nun liquide Mittel in das KI-Unternehmen. Diese Flexibilität ist für OpenAIs rasante Expansion entscheidend.
Rekordbewertung und ein kreisförmiger Geldfluss
Die Investition ist Teil einer Finanzierungsrunde, die OpenAI mit etwa 830 Milliarden Euro bewerten würde. Das wäre ein Rekord für ein Privatunternehmen. Der Deal hat eine bemerkenswerte Dynamik: Ein Großteil des frischen Kapitals dürfte direkt zurück zu Nvidia fließen – für den Kauf hochmoderner KI-Chips wie der H100- oder der neuen B200-Blackwell-Generation.
Diese „kreisförmige“ Transaktion zementiert Nvidias Marktdominanz. Der Konzern subventioniert quasi sein eigenes Wachstum, indem er seine größten Kunden finanziert. Neben Nvidia sollen auch andere Tech-Giganten wie SoftBank und Amazon an der Mega-Runde beteiligt sein.
Spekulationen über einen Bruch widerlegt
Wochenlang kursierten Gerüchte, der ursprüngliche Infrastruktur-Deal aus September 2025 sei „auf Eis gelegt“. Angeblich gab es Unstimmigkeiten über Zeitpläne und technische Umsetzung. Nvidia-Chef Jensen Huang wies diese Spekulationen jedoch als Unsinn zurück.
Die neue Equity-Beteiligung scheint die Reibungspunkte des alten Abkommens auszuräumen. Sie löst die starren Meilenstein-Vorgaben ab und ermöglicht beiden Parteien eine unkompliziertere Zusammenarbeit.
Wettlauf um die KI-Vorherrschaft
Für OpenAI kommt die Liquidität zum richtigen Zeitpunkt. Die Betriebskosten für das Training neuer Spitzenmodelle und den Betrieb globaler Netze sind immens. Mit dem Kapital kann das Unternehmen im harten Wettbewerb mit Konkurrenten wie Google und Anthropic mithalten.
Die rasante Expansion von KI-Systemen bringt nicht nur technische, sondern auch rechtliche Herausforderungen mit sich. Die EU-KI-Verordnung verlangt jetzt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassifizierung und umfassende Dokumentation — ein kostenloser Leitfaden erklärt praxisnah, welche Pflichten Entwickler, Anbieter und Anwender von KI-Systemen haben und welche Fristen gelten. Ideal für Unternehmen, die KI-Lösungen entwickeln oder einsetzen und rechtssicher handeln wollen. Jetzt kostenlosen KI-Verordnungs-Leitfaden herunterladen
Für Nvidia sichert die Direktbeteiligung den Status als primärer Infrastrukturpartner für OpenAIs nächste Modell-Generation. Auch wenn das konkrete Ziel von „10 Gigawatt“ Rechenleistung aus dem alten Deal entfällt – das Endergebnis bleibt dasselbe: Millionen von Nvidia-GPUs werden weiterhin OpenAIs Rechenzentren antreiben. Die Ankündigung des Deals wird in den kommenden Tagen erwartet.




