NVIDIA NVK: DLSS kommt experimentell auf Linux-Systeme

NVIDIA ermöglicht DLSS auf Linux, Epic veröffentlicht Lore, Yandex präsentiert YaFF. Neue Ära der Transparenz in der Spezialsoftware.

Das Wochenende brachte gleich mehrere wegweisende Entwicklungen für Linux-Gaming, Spieleentwicklung und Datenverarbeitung. NVIDIA, Epic Games und Yandex haben zentrale Komponenten ihrer Technologien als Open Source veröffentlicht – ein klares Signal für mehr Transparenz in der Spezialsoftware-Branche.

NVIDIA NVK-Treiber: DLSS jetzt experimentell auf Linux

Der offene Vulkan-Treiber NVK für NVIDIA-Grafikkarten hat experimentelle Unterstützung für Deep Learning Super Sampling (DLSS) erhalten. Die Integration wurde in den Entwicklungszweig von Mesa 26.2 eingepflegt. DLSS selbst bleibt zwar proprietär, doch der NVK-Treiber ermöglicht nun die Nutzung auf Linux-Systemen – über die VK_NVX_binary_import-Erweiterung lädt er NVIDIAs CUDA-Binärdateien für KI-gestütztes Hochskalieren in Vulkan-basierten Spielen.

Anzeige: Sie möchten DLSS auf Linux nutzen? Der offene NVK-Treiber macht es möglich – mit experimenteller Unterstützung ab Mesa 26.2. In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Sie die Funktion über Umgebungsvariablen aktivieren und Ihren Treiber optimal konfigurieren. Jetzt kostenlose Anleitung anfordern

Entwickler betonen: Die Funktion erfordert derzeit noch die manuelle Aktivierung über spezifische Umgebungsvariablen. Die stabile Version von Mesa 26.2 mit diesen Neuerungen wird für August 2026 erwartet.

Epic Games öffnet Lore-Versionskontrolle

Epic Games hat sein Versionierungssystem Lore unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Die in Rust entwickelte Software Version 0.8.3 ist speziell für Projekte mit riesigen Binärdateien konzipiert. Ihre Architektur setzt auf Merkle-Bäume und chunked Storage – eine clevere Lösung für datenintensive Spieleentwicklung.

Interessantes Detail: Lore ist zwar bereits im Unreal Editor für Fortnite (UEFN) integriert, doch die Open-Source-Version kann nicht direkt mit dem kommerziellen Editor kommunizieren. Grund ist ein proprietäres Kompressionsformat, das Epic nicht mitveröffentlicht hat.

Yandex und RP1: Neue Formate für die Datenautobahn

Der russische Technologieriese Yandex hat YaFF (Yet Another Flat Format) v0.1.0 unter Apache 2.0 veröffentlicht. Dieses Zero-Copy-Wire-Format für das Protobuf-Ökosystem soll die CPU-Auslastung in Yandex-Werbesystemen um 10 bis 20 Prozent senken. Benchmarks zeigen: YaFFs flaches Layout liest deutlich schneller als Standard-Protobuf und FlatBuffers.

Parallel dazu haben RP1 und das Metaverse Standards Forum Sneeze vorgestellt – die erste Open-Source-Metaverse-Browser-Engine. Die auf WebAssembly und OpenXR basierende Software bietet proximity-basierte Diensterkennung und ein spezielles Scene Object Model. Klingt abstrakt? Es ist im Grunde ein Sandkasten für räumliche Computeranwendungen.

Sicherheit und Entwicklung: Updates im Überblick

CyberSentinel AI v3.0 bündelt 33 Penetrationstest-Werkzeuge in einer Plattform. Die KI-Engine unterstützt lokale und Cloud-basierte Modelle und läuft in einem isolierten Kali-Linux-Container.

Im PHP-Bereich wurde Rector 2.5.0 veröffentlicht (20. Juni 2026). Das Update bringt automatisierte Regeln für PHP 8.4 und neue Funktionen zur Verwaltung ungenutzter Code-Importe.

Anzeige: Linux-Gamer aufgepasst: Der NVK-Treiber bringt DLSS auf Ihr System – allerdings nur mit der richtigen Konfiguration. Unser Leitfaden zeigt Ihnen den genauen Weg von der Treiberinstallation bis zur ersten DLSS-Szene. DLSS-Guide für Linux jetzt sichern

Schattenseite: Nordkoreanische Hacker attackieren npm

Die offene Infrastruktur bleibt ein beliebtes Ziel für Cyberangriffe. Microsoft Threat Intelligence meldet: Die nordkoreanische Gruppe Sapphire Sleet hat am 17. Juni 2026 insgesamt 144 Pakete im npm-Registry kompromittiert. Die Angreifer nutzten ein ehemaliges Mitarbeiterkonto, um Malware zu verteilen, die Cloud-Zugangsdaten und Kryptowährungs-Wallets abgreift.

Ein weiterer Sicherheitsfall rund um Anthropics Mythos-Modell hat eine Debatte über die Sicherheit von KI-Veröffentlichungen entfacht. Die Frage: Bieten Open-Source-Releases tatsächlich mehr Sicherheit, weil Schwachstellen schneller entdeckt werden – oder ist die geschlossene Entwicklung doch der sicherere Weg? Die Industrie ist sich uneins.