Nvidia RTX 50: Grafikkartenpreise um 39 Prozent über UVP

Nvidia-Grafikkarten kosten im US-Handel bis zu 39 Prozent über UVP. KI-Startups und Speicherknappheit treiben die Preise weiter an.

Die Markteinführung der neuen Grafikkartengeneration von Nvidia wird im US-amerikanischen Einzelhandel von erheblichen Preisaufschlägen überschattet. Berichten vom 10. August 2026 zufolge sind die Preise für Modelle der RTX-50-Serie um bis zu 39 Prozent über die ursprüngliche unverbindliche Preisempfehlung (UVP) gestiegen. Als Hauptursache für diese Entwicklung gelten massive Kostensteigerungen innerhalb der Blackwell-Lieferkette.

Drastische Aufschläge bei High-End-Modellen

Die Preisspirale betrifft insbesondere das Flaggschiff-Segment. Für die GeForce RTX 5090, die mit einer UVP von 1.799 US-Dollar angekündigt wurde, müssen Käufer im US-Handel derzeit Beträge von 2.500 US-Dollar und mehr investieren. Auch die GeForce RTX 5080 verzeichnet einen deutlichen Preissprung: Statt der empfohlenen 1.199 US-Dollar wird das Modell aktuell für rund 1.600 US-Dollar gelistet.

Analysen von Verkaufsplattformen wie Newegg verdeutlichen, dass der Preisanstieg die gesamte Produktpalette erfasst hat. Im Median liegen die Listings für die RTX 5070 um 36 Prozent über der UVP, während für die RTX 5060 ein Aufschlag von 27 Prozent verzeichnet wird. Branchenbeobachter führen diese Marktsituation auf eine Kombination aus hoher Nachfrage und spezifischen Engpässen bei Komponenten zurück.

KI-Startups und Komponentenknappheit als Preistreiber

Ein wesentlicher Faktor für die angespannte Lage ist das Kaufverhalten von Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Berichten zufolge erwerben KI-Startups Consumer-Grafikkarten auf Blackwell-Basis in großen Mengen, um den Bedarf an Rechenkapazität zu decken. Dies verknappt das für den Endkundenmarkt verfügbare Kontingent erheblich.

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Parallel dazu belasten steigende Kosten für Speicherbausteine die Kalkulationen. Eine anhaltende Knappheit bei GDDR7-Speicher hat die Beschaffung verteuert. Dabei zeigen sich innerhalb der neuen Speichergeneration deutliche Preisunterschiede: Module mit einer Kapazität von 3 GB kosten aktuell etwa das Dreifache von 2-GB-Modulen. Der Speicherhersteller Samsung hat die Preise für entsprechende Module bereits um 20 Prozent angehoben.

Hersteller erwarten weitere Preisrunden

Eine Entspannung der Situation ist kurzfristig nicht in Sicht. Die Hardware-Hersteller Asus, Gigabyte und MSI rechnen damit, dass die Grafikkartenpreise um weitere 20 Prozent steigen werden. Die Unternehmen planen, die von Nvidia vorgenommenen Preiserhöhungen an den Handel weiterzugeben. Es wird erwartet, dass diese zusätzlichen Aufschläge innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen bei den Endverbrauchern ankommen.

Die Verknappung betrifft nicht nur Grafikspeicher, sondern den gesamten Arbeitsspeichermarkt. In den letzten drei Monaten explodierten die Preise für RAM-Komponenten; so stieg der Preis für ein 32-GB-DDR5-Kit in diesem Zeitraum von 130 US-Dollar auf 440 US-Dollar an. Große US-Einzelhändler wie Central Computers und Micro Center reagieren auf diese Volatilität, indem sie ihre Preise zunehmend an den aktuellen Spot-Marktpreisen orientieren. Auch Valve verwies jüngst auf die RAM-Knappheit als Grund für Unsicherheiten bei der Preisgestaltung der hauseigenen Steam Machine.

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Verzögerungen bei der Super-Serie

Die anhaltende Chipknappheit hat zudem Auswirkungen auf die Roadmap künftiger Veröffentlichungen. Die Einführung der RTX-50-Super-Serie wurde verschoben. Mit einem Marktstart wird nun spätestens zur Fachmesse CES Anfang 2027 gerechnet. Erste Spezifikationen zu den kommenden Modellen sickerten bereits durch: Die RTX 5080 Super und die RTX 5070 Ti Super sollen demnach mit jeweils 24 GB Speicher ausgestattet sein, während für die RTX 5070 Super eine Kapazität von 18 GB vorgesehen ist. Solange die Lieferkettenprobleme bestehen, dürften jedoch auch diese Modelle bei Erscheinen unter erheblichem Preisdruck stehen.