Nvidia RTX 50: Produktionsstopp droht mit monatelanger Knappheit

Nvidia drosselt die Fertigung seiner neuen RTX-50-Grafikkarten um bis zu 40 Prozent. Engpässe bei Speicherchips und die Fokussierung auf KI-Chips führen zu massiver Knappheit und starken Preisaufschlägen.

Nvidias neue Grafikchips sind kaum erhältlich. Eine drastische Produktionskürzung von bis zu 40 Prozent könnte die Lieferkrise bis in den Herbst verlängern.

Die hochgelobte RTX-50-Serie von Nvidia droht zur Mangelware zu werden. Kurz nach dem Start der neuen „Blackwell“-Generation zeichnet sich eine schwere Versorgungskrise ab. Branchenanalysen deuten darauf hin, dass der Chip-Riese die Produktion seiner Gaming-GPUs im ersten Halbjahr 2026 massiv drosselt. Verantwortlich sind Engpässe bei Speicherchips und eine klare Priorisierung des lukrativeren KI-Geschäfts.

Produktion wird um bis zu 40 Prozent gedrosselt

Aktuelle Berichte aus der Industrie zeigen ein alarmierendes Bild: Nvidia pausiert effektiv die Fertigung für den Großteil seiner RTX-50-Modelle. Die Auswirkungen sind besonders bei den gefragtesten Modellen spürbar. Die Flaggschiff-Karte RTX 5090 sowie die Mainstream-Modelle RTX 5070 Ti und RTX 5060 Ti mit 16 GB Speicher sind praktisch nicht mehr zu bekommen.

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Die Produktionskürzungen sollen laut einer Analyse vom 28. Januar bei 30 bis 40 Prozent liegen. Der Engpass könnte sich über etwa sechs Monate erstrecken und bis in das dritte Quartal 2026 andauern. Damit werden Erwartungen auf eine stetig steigende Verfügbarkeit nach dem Launch zunichtegemacht. Einzig Modelle wie die RTX 5080 oder die 8-GB-Version der RTX 5060 Ti sollen noch in homöopathischen Dosen ausgeliefert werden.

GDDR7-Mangel und KI-Boom als Ursachen

Zwei Hauptgründe treiben die Knappheit an: Ein kritischer Engpass bei GDDR7-Arbeitsspeicher und die strategische Ausrichtung Nvidias auf Künstliche Intelligenz.

Der Wechsel zur GDDR7-Technologie, ein Kernmerkmal der Blackwell-Architektur, bereitet offenbar massive Lieferprobleme. Die Halbleiterhersteller kommen mit der Nachfrage aus Gaming- und KI-Sektor nicht hinterher. Die Konsequenz: Nvidia lenkt die verfügbaren Speicherchips bevorzugt in seine hochprofitablen Rechenzentrums-Produkte um.

Gleichzeitig frisst der globale KI-Boom die Produktionskapazitäten auf. Nvidia verlagert Wafer-Kapazitäten, um die Nachfrage nach seinen Enterprise-KI-Chips der Blackwell-Generation zu bedienen. Diese bringen deutlich höhere Margen als Consumer-Grafikkarten. Für Gamer und Kreativprofis bleibt dadurch weniger übrig.

Leere Regale und explodierende Preise

Die Folgen sind bereits im Handel sichtbar. Bei großen Elektronikhändlern in den USA sind die RTX-5090-Modelle praktisch ausverkauft. Auf Plattformen wie Amazon oder Newegg führt die Suche ins Leere.

Auf dem Graumarkt reagieren die Preise erwartungsgemäß: Dritt-Anbieter verlangen für eine RTX 5090 zwischen 3.800 und 4.500 US-Dollar – mehr als das Doppelte des offiziellen UVP.

Die Situation könnte sich weiter zuspitzen. Gerüchten zufolge hat Nvidia sein „Official Pricing Program“ (OPP) beendet. Dieses Programm sollte Partnerhersteller dazu anhalten, Karten zum UVP zu verkaufen. Fällt dieser Anreiz weg und bleibt die Knappheit, rechnen Analysten mit dauerhaft um bis zu 30 Prozent höheren Straßenpreisen.

Wann kommt Entspannung?

Nvidia selbst betont, man werde die RTX-50-Serie „weiter ausliefern“. Das Volumen dieser Lieferungen bleibt jedoch die große Frage. Die vorherrschende Meinung in der Branche ist eindeutig: Eine nennenswerte Verfügbarkeit wird es frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2026 geben.

Für PC-Bauer und Upgrader bedeutet das eine herausfordernde Zeit. Die angespannte Lage erinnert an die GPU-Krise zu Beginn des Jahrzehnts. Marktbeobachter raten, nicht vor dem späten Herbst 2026 mit einer Normalisierung von Angebot und Preisen zu rechnen.

Eine Kehrtwende könnte Nvidia im vierten Quartal 2026 vollziehen – vorausgesetzt, die Speicherknappheit lockert sich oder die KI-Nachfrage stabilisiert sich. Bis dahin ist der Launch der RTX-50-Serie weniger ein Hardware-Event als ein Geduldsspiel.

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