Nvidia RTX 5070: 12 GB VRAM für Laptops angekündigt

Nvidia reagiert auf Speicherknappheit und bringt eine 12-GB-Variante der RTX 5070 für Notebooks. DLSS 4.5 soll die KI-Leistung steigern.

Der neue 12-GB-Speicher soll KI-Workloads und Gaming entlasten.**

Der Chip-Gigant hat am 28. April 2026 offiziell eine neue Variante der GeForce RTX 5070 für Laptops vorgestellt. Statt der bisherigen 8 GB setzt das Modell auf 12 GB GDDR7-Speicher. Der Schritt kommt nicht von ungefähr: Weltweit fehlen die standardmäßigen 16-Gb-Module (2 GB), was die Produktion der Mittelklasse-Grafikkarten ausbremst. Mit der Umstellung auf 3-GB-Module (24 Gb) will Nvidia die Lieferketten entlasten und gleichzeitig leistungsfähigere Notebooks ermöglichen.

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Technische Anpassung an die Speicherknappheit

Die neue 12-GB-Version basiert auf der Blackwell-GB206-Architektur. Die Kernausstattung bleibt identisch zur 8-GB-Variante: 4.608 CUDA-Kerne, 144 Texture Mapping Units und 48 ROPs. Der entscheidende Unterschied liegt im Speicher-Subsystem. Statt der üblichen 2-GB-Module kommen nun 3-GB-Bausteine von Samsung und Micron zum Einsatz.

Der 128-Bit-Speicherbus bleibt unverändert. Das bedeutet: Die Bandbreite steigt nicht proportional zur Speichermenge. Stattdessen liefert die Karte 384 GB/s – ein moderater Zuwachs gegenüber dem 8-GB-Modell. Branchenbeobachter rechnen damit, dass die 12-GB-Version nicht als Ersatz, sondern als höherwertige Option für anspruchsvolle Nutzer kommt. Besonders für generative KI-Anwendungen und texturenlastige Spiele soll die zusätzliche VRAM-Kapazität entscheidend sein.

„Die Entscheidung zeigt, wie sehr Nvidia unter Druck steht“, kommentiert ein Analyst. „Die ‚RAMpocalypse‘ zwingt selbst den Marktführer zu kreativen Lösungen.“

DLSS 4.5: KI-Boost für die mobile Mittelklasse

Parallel zur Hardware stellte Nvidia DLSS 4.5 vor. Die neue Version bringt einen Dynamic Multi Frame Generation 6X Mode, der speziell für die RTX-50-Serie optimiert ist. Das Feature profitiert direkt vom größeren VRAM: Es generiert zusätzliche Zwischenbilder, um flüssigere Bewegungen zu erzeugen – eine Aufgabe, die bei 8 GB schnell an Grenzen stößt.

Erste Spiele werden DLSS 4.5 bereits ab dem 5. Mai 2026 unterstützen, darunter die verbesserte Version von Conan Exiles mit DLSS Super Resolution und Nvidia Reflex. Auch Diablo IV: Lord of Hatred und der Titel Neverness to Everness sollen die neuen Frame-Generation-Funktionen nutzen.

Für Nutzer lokaler KI-Modelle ist die 12-GB-Kapazität ein Segen. Große Sprachmodelle benötigen oft mehr als 8 GB VRAM, um effizient zu laufen. Bisher mussten sie auf langsameren Systemspeicher ausweichen – das entfällt nun.

Markteinführung und Preise

Die ersten Laptops mit der neuen GPU kommen ab Juni 2026 auf den Markt. Hersteller wie Lenovo, MSI, XMG und ASUS haben bereits bestätigt, dass sie entsprechende Modelle ausliefern werden. Framework, bekannt für modulare Notebooks, listet die 12-GB-RTX-5070 als Upgrade für sein Laptop 16 – zum Preis von 1.199 Euro (umgerechnet aus US-Dollar). Das sind rund 500 Euro Aufpreis gegenüber der 8-GB-Version, die bei etwa 699 Euro liegt.

In Großbritannien liegen die Preise für komplette Laptops mit der neuen GPU zwischen 1.299 und 1.600 Pfund. Die 12-GB-Version positioniert sich damit als Brücke zur teureren RTX 5070 Ti: Sie bietet ähnliche Speicherkapazität, aber eine etwas niedrigere Rechenleistung aufgrund der geringeren Kernanzahl und des schmaleren Busses.

Branchentrend: Premiumisierung und KI-Fokus

Nvidias Schritt ist Teil eines größeren Trends. Die gesamte Tech-Branche rüstet sich für KI-Workloads auf dem Gerät. Apple bereitet für Ende 2026 und Anfang 2027 eine „Ultra“-Strategie vor: Eine „AirPods Ultra“-Variante mit Infrarot-Kameras und H3-Chip, ein faltbares „iPhone Ultra“ für September 2026 sowie ein „MacBook Ultra“ mit OLED-Touchscreen bis Frühjahr 2027.

Das iOS-27-Update, das auf der WWDC (8. bis 12. Juni 2026) vorgestellt wird, soll ebenfalls stark auf KI setzen. Funktionen wie „Extend“, „Enhance“ und „Reframe“ in der Fotos-App nutzen lokale Verarbeitung, um Inhalte zu generieren und Perspektiven anzupassen. 2026 wird damit zum Jahr, in dem Hardware-Spezifikationen zunehmend von den Anforderungen lokaler KI bestimmt werden.

Ausblick: Was bringt die Zukunft?

Die 12-GB-RTX-5070 ist ein pragmatischer Kompromiss. Nvidia umgeht nicht nur die Lieferengpässe, sondern hebt gleichzeitig die Messlatte für KI-fähige Mittelklasse-Notebooks. Die Frage bleibt: Wird der 128-Bit-Bus zum Flaschenhals für den größeren Speicher? Erste Tests werden zeigen, ob die Bandbreite ausreicht, um die 12 GB sinnvoll zu nutzen.

Klar ist: Die Ära der 8-GB-Grafikkarten neigt sich dem Ende zu. Moderne Spiele und KI-Anwendungen verlangen nach mehr. Nvidia setzt mit dieser Variante ein Zeichen – und schafft sich gleichzeitig Luft in einer angespannten Lieferkette. Die kommenden Monate werden zeigen, ob DLSS 4.5 die Hardware-Lücken schließen kann.