Nvidia RTX Spark: 25 Prozent schneller als Apples M5 Max bei lokaler KI

Benchmarks bescheinigen RTX Spark Vorteile bei lokalen KI-Modellen, zeigen aber hohe Latenzen und Grenzen in CPU-abhängigen Spielen.

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Erste Benchmark-Ergebnisse zur neuen Notebook-Plattform RTX Spark von Nvidia zeigen ein zweigeteiltes Leistungsbild. Berichten vom 15. Oktober 2026 zufolge glänzt das System insbesondere bei der Ausführung lokaler künstlicher Intelligenz, offenbart jedoch Schwächen bei Latenzen und in CPU-limitierten Gaming-Szenarien. Die ersten Notebooks auf Basis von Windows on Arm starten am Freitag, 16. Oktober 2026.

Deutlicher Vorsprung bei lokalen KI-Modellen

Im Surface Laptop Ultra, ausgestattet mit 20 CPU-Kernen, 6.144 CUDA-Kernen und 128 GB LPDDR5X-9400-Arbeitsspeicher, absolvierte RTX Spark den AgentPerf-local-Test mit dem Modell Qwen 3.8 27B rund 25 Prozent schneller als ein MacBook Pro mit Apple M5 Max, das über eine 40-Core-GPU, eine 18-Core-CPU und 128 GB Speicher verfügt.

Beim Sprachmodell Qwen 3.6 35B A3B benötigte das Surface Laptop Ultra 8 Minuten, während das MacBook Pro M5 Max 10 Minuten und der AMD Ryzen AI Max+ 395 13 Minuten brauchten. Bei Qwen 3.8 27B benötigte der Ryzen AI Max+ 395 mit rund 40 Minuten doppelt so lang wie die Konkurrenz.

In Standardanwendungen liegt die Version mit 64 GB Speicher in etwa gleichauf mit dem Apple M6 und dem Snapdragon X2 Elite. Gegenüber einem Intel Core Ultra X7 358H fiel das System rund 20 Prozent schneller aus, während ein Ryzen 9 8945HS um das 1,5-Fache übertroffen wurde.

Hohe Latenzen und Hürden bei Spielen

Beim Gaming zeigen sich laut Testberichten vom 15. Oktober 2026 spürbare Kompromisse. In Gears of War: E-Day erreichte das System bei einer Auflösung von 1908×1272 auf hohen Details mit zweifacher Frame-Generierung einen Durchschnittswert von 77,7 Bildern pro Sekunde (FPS), fiel bei den Ein-Prozent-Tiefstwerten jedoch auf 39,9 FPS ab, begleitet von einer Eingabelatenz von 83,5 Millisekunden.

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In Control Resonant standen bei 2560×1440 auf hohen Einstellungen mit dreifacher Frame-Generierung durchschnittlich 109,2 FPS bei 78,3 Millisekunden Latenz zu Buche.

Nvidia stellt bei 1440p mit DLSS und dreifacher Frame-Generierung bis zu 135 FPS in Titeln wie Cyberpunk 2077, 007 First Light, Doom: The Dark Ages, Naraka: Bladepoint und Pragmata in Aussicht. Das Unternehmen deklariert die Plattform als 3- bis 5-mal schneller als bisherige Windows-SoCs, wobei sich dieser Vergleich auf Intel Panther Lake sowie AMD Strix Halo bezieht und Frame-Generierung voraussetzt.

In der Praxis lief Cyberpunk 2077 in 1440p Ultra mit rund 60 FPS auf dem Niveau einer mobilen RTX 5070, während 4K-Auflösungen oft zu langsam blieben.

Red Dead Redemption 2 stürzte unter der Vulkan-Schnittstelle ab und startete erst nach einem Wechsel auf DirectX 12. In CPU-limitierten Titeln wie Horizon Zero Dawn Remastered und Assassin’s Creed Shadows war das System bei maximal 30 FPS gedeckelt, während ein MacBook Pro M5 Max die doppelte Bildrate lieferte.

Architektur und Effizienzwerte

Der von Nvidia gemeinsam mit MediaTek entwickelte N1X-Chip wird bei TSMC im 3-Nanometer-Verfahren gefertigt. Er markiert das erste System-on-a-Chip von Nvidia für Windows-Laptops ohne x86-Hauptprozessoren von Intel oder AMD.

Das Design nutzt Arm-Kerne, die laut Berichten zwei bis drei Generationen hinter den aktuellsten Architekturen liegen. Angeboten werden Varianten mit 18 CPU-Kernen (neun Cortex-X925 und neun Cortex-A725 mit maximal 3,9 GHz) und 5.120 GPU-Shadern sowie Spitzenmodelle mit 20 Kernen (maximal 4,0 bis 4,1 GHz) und 6.144 Shadern.

Im Cinebench-2024-Test erreichte der N1X 68 Punkte im Single-Core, während der Apple M5 Max auf 99,5 Punkte und der Snapdragon X2 Elite Extreme auf 81,7 Punkte kamen.

Bei der Single-Core-Effizienz erzielte der N1X 4,26 Punkte pro Watt, gegenüber 9,57 Punkten pro Watt beim Apple M5 Pro und 5,17 Punkten pro Watt beim Intel Core Ultra X9 388H.

Nvidia-Chef Jensen Huang betonte, die Plattform solle den PC neu erfinden. Die Geräte nutzen Windows 11 on Arm samt Prism-Emulator für x64-Anwendungen. Bei leichter Nutzung lag die Akkulaufzeit bei 13 Stunden und 33 Minuten, schrumpfte bei schwerer KI-Last jedoch auf rund 2 Stunden bei einer Lautstärke von 52 Dezibel.

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Preise im Premium-Segment

Die Anschaffungskosten bleiben hoch: Das Surface Laptop Ultra beginnt bei 2.599 US-Dollar für die Basiskonfiguration mit 24 GB RAM und reicht über 3.700 US-Dollar bis zu 5.900 US-Dollar für die Ausführung mit 128 GB Unified Memory. Das Asus ProArt P16 kostet in Europa 4.199 Euro mit 48 GB, 4.999 Euro mit 64 GB und 6.499 Euro in der Vollausstattung mit 128 GB.