Anfang September 2026 haben zahlreiche Hardware-Hersteller, darunter HP, Lenovo, ASUS und LG, eine neue Generation von Notebooks und Computing-Lösungen vorgestellt. Die Präsentationen, die unter anderem im Rahmen der IFA in Berlin sowie auf globalen Innovations-Events stattfanden, markieren einen verstärkten Wettbewerb bei Prozessorarchitekturen.
Im Fokus stehen dabei insbesondere die neue NVIDIA-RTX-Spark-Plattform sowie aktuelle Chipsätze von Intel, AMD und Qualcomm, die auf hohe KI-Leistung und Energieeffizienz optimiert sind.
Hochleistungs-Segmente mit NVIDIA RTX Spark
NVIDIA demonstrierte Anfang September die Leistungsfähigkeit seiner RTX-Spark-Plattform. Die Systeme, die mit einer Blackwell-GPU mit 6144 Rechenkernen, einer 20-Kern-Grace-CPU und bis zu 128 GB Unified Memory ausgestattet sind, erreichen laut Herstellerangaben eine KI-Leistung von 1 Petaflop (FP4). Die Plattform sei in der Lage, komplexe Unreal-Engine-5-Welten mit einer Größe von 90 GB sowie große Sprachmodelle lokal zu verarbeiten.
HP kündigte in diesem Zusammenhang das OmniBook Ultra 16 sowie das OmniBook X 14 an. Das Ultra 16 wird als das weltweit dünnste NVIDIA-RTX-Spark-Notebook für professionelle Anwender beworben und verfügt über ein 16-Zoll-3K-OLED-Display sowie einen 99-Wh-Akku, der eine Laufzeit von bis zu 17 Stunden ermöglichen soll. Das kompaktere X 14 bietet eine Akkulaufzeit von 15 Stunden und unterstützt 140-Watt-Schnellladen. Beide Modelle sollen im Herbst 2026 erscheinen.
Lenovo präsentierte am 3. September das Yoga Pro 9n, das ebenfalls auf die RTX-Spark-Architektur setzt. Mit einem 15,3-Zoll-OLED-Panel, das Bildwiederholraten von bis zu 165 Hz unterstützt, und einem Gewicht ab 1,65 kg richtet sich das Gerät an mobile Profis.
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Erste Auslieferungen dieser Windows-basierten RTX-Spark-PCs werden für Oktober 2026 erwartet. ASUS ergänzte das Angebot durch die ProArt-Modelle P14 und P16 sowie den Mini-PC GR1X, der ebenfalls die Blackwell-GPU-Struktur nutzt.
Vielfalt bei Architekturen und Lifestyle-Konzepten
Neben dem High-End-Bereich adressieren die Hersteller den Massenmarkt mit unterschiedlichen Hardware-Konzepten. Lenovo stellte das IdeaPad Vibe vor, das wahlweise mit AMD-Ryzen-AI-400- oder Snapdragon-X-Prozessoren erhältlich ist.
Während die AMD-Varianten im Oktober 2026 starten, folgen die Snapdragon-Modelle im November. Der Startpreis in Europa liegt bei 799 Euro. Auffällig ist hierbei, dass die Basis-Konfiguration mit 8 GB RAM die Systemanforderungen für Microsofts Copilot+ nicht erfüllt.
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LG setzt beim Gram Book AI 2026 auf die Intel-Wildcat-Lake-Architektur (Core Series 3). Das 1,29 kg schwere Gerät soll eine Akkulaufzeit von bis zu 30,5 Stunden erreichen.
In Südkorea beginnt der Verkauf bereits am 7. September zu einem Startpreis von rund 1,45 Millionen Won. Für den Enterprise-Sektor enthüllte HUMAIN das Horizon Ultra mit dem Snapdragon X2 Elite, das eine NPU-Leistung von 80 TOPS bietet und ab dem 20. September 2026 verfügbar sein soll.
In China bringt Sugon mit dem N50 Pro ein Notebook auf den Markt, das über die weltweit erste mobile CPU mit 64 Threads verfügt. Das System ist auf die lokale Verarbeitung von KI-Modellen mit 35 Milliarden Parametern ausgelegt und bietet bis zu 8 TB Speicherplatz.
Dynamik am Grafik- und Prozessormarkt
Die neuen Hardware-Releases treffen auf einen wachsenden Markt. Marktbeobachter von Jon Peddie Research (JPR) ermittelten für das zweite Quartal 2026 eine Steigerung der weltweiten GPU-Auslieferungen um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorquarteral auf insgesamt 75,5 Millionen Einheiten. Besonders das Segment der Notebook-GPUs verzeichnete mit einem Plus von 16,8 Prozent ein deutliches Wachstum.
Während Intel mit einem Marktanteil von 56 Prozent weiterhin führend bleibt, verlor das Unternehmen im Jahresvergleich fünf Prozentpunkte. NVIDIA (23 Prozent) und AMD (21 Prozent) konnten ihre Marktanteile hingegen steigern.
Bei den reinen CPU-Auslieferungen verzeichnete AMD im zweiten Quartal 2026 ein Wachstum von 12,74 Prozent, während Intel um 8,99 Prozent zulegte. Die steigende Nachfrage nach KI-fähiger Hardware bleibt laut Analysten der wesentliche Treiber für diese Entwicklung.

