NVIDIA SANA-WM: Neue KI generiert 720p-Videos auf der RTX 5090

NVIDIA stellt mit SANA-WM ein offenes KI-Modell vor, das auf Consumer-Hardware hochauflösende Videos erzeugt. Die RTX 5090 erreicht Rekordgeschwindigkeiten, doch die Preise steigen.

NVIDIA veröffentlicht mit SANA-WM ein offenes Weltmodell, das hochauflösende Videos direkt auf Consumer-Hardware erzeugt.

Der US-Chipriese hat Mitte Mai 2026 sein neues Open-Source-Modell vorgestellt. Mit 2,6 Milliarden Parametern produziert SANA-WM 60-Sekunden-Clips in 720p-Auflösung – und das auf einer einzigen Grafikkarte. Möglich macht das eine hybride Aufmerksamkeitsarchitektur, die speziell für die aktuelle Blackwell-Generation optimiert wurde.

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Rekordgeschwindigkeit auf der RTX 5090

Die Leistungsdaten können sich sehen lassen. Auf dem Flaggschiff RTX 5090 rendert das Modell eine volle Minute Videomaterial in rund 34 Sekunden. Das ist schneller als Echtzeit und markiert einen Wendepunkt: Komplexe generative Aufgaben laufen zunehmend lokal, ohne den Umweg über riesige Rechenzentren.

NVIDIA setzt parallel auf weitere Optimierungen. Die Neural Texture Compression (NTC) etwa drückt den Videospeicherverbrauch in Tests von mehreren Gigabyte auf unter ein Gigabyte. Der Haken: Diese Technik benötigt die Tensor Cores der RTX-40er- und 50er-Serien. Besitzer älterer Karten wie der RTX 20 oder 30 gehen leer aus.

Preisexplosion bei der RTX 5090

Doch die technischen Fortschritte haben ihren Preis – im wahrsten Sinne des Wortes. NVIDIA hat seinen Board-Partnern eine Preiserhöhung von umgerechnet rund 280 Euro für die RTX 5090 angekündigt. Hauptgrund ist die weltweite Knappheit bei GDDR7-Speicher.

Die offizielle Preisempfehlung liegt zwar weiter bei 1.999 Euro. Doch die Realität sieht anders aus: In den vergangenen Monaten pendelten die tatsächlichen Verkaufspreise zwischen 3.500 und 4.500 Euro. Analysten befürchten, dass die Preise bei anhaltender Speicherkrise noch 2026 die 5.000-Euro-Marke knacken könnten.

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Um die Kauflaune zu stützen, legt NVIDIA ab Ende Mai ein Spiel bei: Wer eine RTX-50er-Grafikkarte oder ein entsprechendes Notebook kauft, erhält „007 First Light“ kostenlos. Die Aktion läuft bis zum 10. Juni. Das Spiel unterstützt DLSS 4.5 und Multi Frame Generation – und soll im Sommer ein Path-Tracing-Update erhalten.

Milliarden für die KI-Zukunft

Die Entwicklung offener Modelle wie SANA-WM ist teuer. Im Geschäftsjahr bis Januar 2026 gab NVIDIA 17,5 Milliarden Dollar für KI-Initiativen aus. Für das laufende Jahr sind sogar 45,3 Milliarden Dollar eingeplant.

Das Geld fließt nicht nur in Hardware. NVIDIA wandelt sich zunehmend zum KI-Softwarekonzern. Mit Open-Source-Tools wie SANA-WM will der Konzern seine Architektur zum Standard für die nächste Generation von Video- und Weltmodellierungs-Anwendungen machen.

Wettbewerb und Marktentwicklung

Die Konkurrenz schläft nicht. Während NVIDIA auf exklusive Hardware-Features setzt, geht AMD einen anderen Weg: Dessen FSR 4.1 wird ab Juli 2026 auch auf älteren Grafikkarten laufen.

NVIDIAs Entscheidung für Open Source ist strategisch: Ein breiter Entwickler-Pool, der die Power der RTX 50er nutzt, sichert die Marktführerschaft. Doch die hohen Einstiegshürden – teure Hardware, Speicherkrise – könnten die Branche spalten. Profis und Early Adopter profitieren von rasanter, lokaler Videogenerierung. Der Massenmarkt wartet ab.

Ob SANA-WM zum Durchbruch wird, hängt davon ab, wie schnell Entwickler die hybride Architektur in kommerzielle Produkte integrieren. Stabilisiert sich die GDDR7-Produktion, könnten die Preise fallen. Bis dahin bleibt die schnelle Weltmodellierung ein Luxusgut.