Nvidia veröffentlicht ein wichtiges Sicherheitsupdate für ältere GeForce-Grafikkarten. Der neue Treiber schließt fünf kritische Schwachstellen in nicht mehr aktiv unterstützten Modellen.
Die Aktualisierung mit der Versionsnummer 582.28 ist seit Mittwoch verfügbar und richtet sich an die Architekturen Maxwell, Pascal und Volta. Betroffen sind damit populäre Serien wie die GeForce GTX 700, 900 und 10, die noch in Millionen Rechnern weltweit im Einsatz sind. Nvidia stellt klar: Dieser Treiber bringt keine Leistungsverbesserungen, sondern dient ausschließlich der Sicherheit.
Fünf kritische Schwachstellen geschlossen
Das Update behebt fünf spezifische, hochriskante Sicherheitslücken (CVE-2025-33217 bis -33220 und -33237). Ungepatcht könnten Angreifer diese ausnutzen, um beliebigen Code auszuführen, Berechtigungen zu eskalieren oder Denial-of-Service-Angriffe zu starten.
Kritische Grafikkarten-Treiber sind eine Einfallstür für Angreifer. Wenn Treiber‑Schwachstellen wie hier unentdeckt bleiben, können Angreifer Systeme kompromittieren oder Malware verbreiten – besonders in Netzwerken und auf älterer Hardware. Ein kostenloses E‑Book erklärt kompakt, welche Sofortmaßnahmen Sie ergreifen sollten, wie Sie Patch‑Management praktisch organisieren und welche Prioritäten IT‑Verantwortliche setzen sollten. Jetzt kostenlosen Cyber-Security-Guide herunterladen
Besonders relevant ist das für Karten wie die GTX 1060 oder GTX 1080 Ti, die trotz ihres Alters noch in unzähligen Gaming-PCs und als günstige Zweitsysteme laufen. Analysten betonen: Die Sicherheit dieser Systeme ist entscheidend, auch wenn sie für aktuelle Spiele nicht mehr optimiert werden.
Quartalsweise Updates bis 2028 geplant
Der Treiber markiert einen der ersten größeren Updates, seit Nvidia die Architekturen im Oktober 2025 offiziell in den „Legacy“-Status überführt hat. Damals endete der Support mit „Game Ready“-Treibern für neue Spiele. Das Unternehmen kündigte jedoch an, noch bis Oktober 2028 vierteljährlich reine Sicherheitsupdates bereitzustellen – ein Versprechen, das mit dieser Veröffentlichung eingelöst wird.
Technikexperten weisen darauf hin, dass Anwender keine Steigerung der Bildraten erwarten dürfen. Der Fokus liege einzig auf der Schließung von Sicherheitslücken in den Treiberkomponenten.
Bekannte Fehler bleiben wohl ungefixt
Die Update-Hinweise verdeutlichen jedoch auch die Grenzen der Legacy-Unterstützung. Nvidia listet bekannte Probleme auf, die aufgrund des eingestellten aktiven Entwicklungsbetriebs wahrscheinlich nie behoben werden.
So kann es bei Counter-Strike 2 in nicht-nativer Auflösung zu verzerrtem Text kommen. In Like a Dragon: Infinite Wealth sind unter bestimmten Konfigurationen Lichtflackern möglich. Nvidia stellt klar: Ressourcen für Bugfixes werden nur bei Sicherheitsrisiken bereitgestellt.
Für Nutzer, die von diesen spezifischen Fehlern betroffen sind, bleibt nur die Wahl: mit den grafischen Artefakten leben oder auf eine aktuell unterstützte RTX-Serie upgraden.
Installation dringend empfohlen
Sicherheitsexperten raten allen Besitzern betroffener Grafikkarten dringend, den Treiber 582.28 umgehend zu installieren. Er ist über den Reiter „Treiber“ in der Nvidia-App oder direkt über die Website des Herstellers erhältlich.
Auch für Linux-Nutzer gibt es ein entsprechendes Update, das die Schwachstelle CVE-2025-33219 im Kernel-Modul behebt. Die Distributionen werden dieses in den kommenden Tagen über ihre Paketquellen verteilen.
Das nächste Sicherheitsupdate für die Legacy-Architekturen wird in etwa drei Monaten erwartet. In einer Zeit, in der die Branche voll auf KI-getriebene RTX-50-Serie setzt, erinnert dieses Update daran: Auch wenn Hardware für Höchstleistungen veraltet, ist ihr Sicherheitslebenszyklus noch lange nicht beendet.
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