Nvidia lockt mit dem Bond-Spiel „007 First Light“ für die RTX-50-serie, während Apple-Fans bei Amazon und B&H Photo zugreifen können.
Die Hardware-Branche erlebt einen strategischen Preiskampf. Nvidia kündigte heute sein neues Software-Bundle für die GeForce RTX 50-Serie an. Käufer eines Modells von der RTX 5060 Ti bis zur RTX 5090 erhalten den kommenden Titel „007 First Light“ kostenlos dazu. Der Shooter erscheint am 27. Mai und soll mit DLSS 4.5 sowie Path Tracing neue grafische Maßstäbe setzen.
Die Aktion läuft bis zum 10. Juni, die Einlösefrist endet am 8. Juli. Auch Corsair beteiligt sich und legt das Bundle seinen Fertig-PCs mit RTX-50-Hardware bei. Besonders auffällig: Die RTX 5060 Ti ist erstmals Teil einer großen Nvidia-Softwareaktion – ein klares Signal, dass der Konzern auch die Mittelklasse ankurbeln will.
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Lieferengpässe bei Spitzenmodellen
Doch die Verfügbarkeit bleibt ein Problem. Die RTX 5090 zum UVP von 1.999 Euro ist bei vielen Händlern ausverkauft. Die RTX 5080 lässt weiter auf sich warten: Branchenbeobachter rechnen nun mit einem Start erst im August 2026. Nvidia setzt derweil auf neue Techniken wie Dynamic Multi Frame Generation und Ray Reconstruction – beides Teil der DLSS-4.5-Suite, die auf der Blackwell-Architektur läuft.
M5 MacBook Pro: Historische Tiefstpreise
Parallel dazu drücken Amazon und B&H Photo die Preise für Apples aktuelle MacBook-Pro-Reihe. Das 14-Zoll-Modell mit M5-Chip (32 GB RAM, 1 TB SSD) fiel Anfang der Woche auf 1.799 Euro – ein neuer Tiefststand, 300 Euro unter dem regulären Preis. Der M5-Prozessor bietet eine 10-Kern-CPU, eine 10-Kern-GPU und eine 16-Kern-Neural Engine, die KI-Aufgaben 3,5-mal schneller erledigt als die Vorgängergeneration M4.
Weitere Schnäppchen zwischen dem 11. und 13. Mai:
- 14 Zoll M5 (24 GB RAM, 1 TB SSD): 1.849 Euro bei Amazon (12 Prozent Rabatt)
- 16 Zoll M5 Pro (48 GB RAM, 1 TB SSD): 2.799 Euro bei B&H Photo (400 Euro Rabatt)
- 14 Zoll M5 Pro (48 GB RAM): neuer Tiefstpreis von 2.299 Euro
Die Geräte mit Liquid Retina XDR Display und bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit positionieren sich zunehmend als Konkurrenz für professionelle Videobearbeitung. Analysten erwarten, dass die Rabatte bis zur WWDC im Juni anhalten, wenn Apple voraussichtlich neue Software-Features für seine „Apple Intelligence“-Plattform vorstellt.
Lenovo ThinkStation P4: Workstation der Superlative
Auch im Profi-Segment tut sich was. Lenovo präsentierte gestern die ThinkStation P4 – die erste Workstation, die AMD Ryzen PRO 9000 mit Nvidia RTX PRO 6000 Blackwell kombiniert. Das System unterstützt bis zu 256 GB DDR5-RAM und satte 12 TB SSD plus 36 TB HDD. Mit PCIe Gen 5 und Wi-Fi 7 ist sie für die anspruchsvollsten Aufgaben gerüstet. Erste Modelle sollen im Juni in ausgewählten Märkten erscheinen, der breite Start in Nordamerika folgt im August.
Intel und Nvidia: „Serpent Lake“ kommt
Intel-CEO Lip-Bu Tan bestätigte gestern die enge Zusammenarbeit mit Nvidia. Seit rund acht Monaten arbeiten die beiden Chipriesen an maßgeschneiderten x86-CPUs für Nvidias KI-Infrastruktur sowie an x86-System-on-a-Chip-Designs, die RTX-GPUs integrieren. Die Produkte mit dem Codenamen „Serpent Lake“ sollen zum Weihnachtsgeschäft 2026 auf den Markt kommen.
Nvidias Finanzen: KI boomt, Gaming lahmt
Die aktuellen Rabattaktionen sind vor dem Hintergrund von Nvidias Q1-Ergebnissen (bis 30. April 2026) zu sehen. Das Rechenzentrumsgeschäft spülte 33,2 Milliarden Euro in die Kassen – 78 Prozent des Gesamtumsatzes. Allein vier Großkunden (Microsoft, Meta, AWS, Google) steuerten rund 26 Milliarden Euro bei. Die Blackwell NVL72-Systeme generierten 8,5 Milliarden Euro.
Ganz anders sieht es im Gaming-Segment aus: Mit 2,9 Milliarden Euro blieb der Umsatz nahezu stagnierend. Das erklärt die aggressive Bundling-Strategie. Zudem bereitet China Sorgen: Die Erlöse fielen auf 412 Millionen Euro – ein Rückgang von über 90 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2024.
Apple: Vision Pro Update, neues Headset frühestens 2028
Apple veröffentlichte am 11. Mai visionOS 26.5 für die Vision Pro – ein reines Bugfix-Update. Ein Nachfolger des Mixed-Reality-Headsets wird laut Analysten frühestens 2028 erwartet. Stattdessen konzentriert sich Apple auf KI-Forschung und Wearables wie AirPods mit integrierten Kameras.
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Ausblick: Heißer Sommer für Hardware-Fans
Die Branche steuert auf einen ereignisreichen Sommer zu. Die WWDC ab 8. Juni dürfte Apples KI-Strategie konkretisieren und die Nachfrage nach M5-Geräten weiter ankurbeln. Im Gaming-Bereich wird „007 First Light“ am 27. Mai zum ersten echten Härtetest für die Path-Tracing-Fähigkeiten der RTX-50-Serie.
Während die aktuellen Rabatte auf Amazon einen guten Einstieg für Käufer von Hochleistungs-Laptops bieten, bleibt die Liefersituation bei Spitzenkomponenten angespannt. Die Verspätung der RTX 5080 und der Ausverkauf der RTX 5090 deuten darauf hin, dass das absolute High-End-Segment bis zum dritten Quartal 2024 mit Engpässen kämpfen dürfte. Spannung verspricht auch die „Serpent Lake“-Kooperation von Intel und Nvidia, die sich dem Jahresend-Debüt nähert.

