Nvidia startet globalen Hackathon für physische KI

Nvidia startet einen globalen Wettbewerb zur Entwicklung von Robotik-KI, basierend auf dem neuen Cosmos Reason 2 Modell. Die Sieger werden auf der GTC-Konferenz gekürt.

Nvidia hat einen weltweiten Wettbewerb gestartet, um die Entwicklung von Robotik und physischer KI zu beschleunigen. Der „Cosmos Cookoff“ fordert Entwickler heraus, mit neuen KI-Modellen reale Interaktionen zu meistern.

Der Halbleiterriese will mit der virtuellen Veranstaltung den Zugang zu fortschrittlichen Robotik-Tools demokratisieren. Hintergrund ist die Veröffentlichung des Cosmos Reason 2-Modells Anfang Januar 2026. Partner wie Nebius und Milestone Systems unterstützen den Hackathon, der die Lücke zwischen digitaler KI und physischer Welt schließen soll.

Wettbewerb für die reale Welt

Teilnehmer entwickeln bis zum 26. Februar Lösungen in drei Kernbereichen: Robotik, autonome Fahrzeuge und intelligente Videoanalyse. Anders als bei Software-Hackathons stehen hier Algorithmen im Mittelpunkt, die physikalische Gesetze verstehen und anwenden müssen.

Verpflichtende Grundlage ist das offene Cosmos Reason 2-Modell. Es handelt sich um ein Vision-Language-Modell, das speziell für physikalisches Verständnis trainiert wurde. Ein „Kochbuch“ mit Code-Beispielen soll die Entwicklung erleichtern. Die Sieger werden Mitte März auf Nvidias GTC-Konferenz in San Jose gekürt.

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Die Technologie hinter dem Wettbewerb

Experten sehen in Cosmos Reason 2 einen möglichen „ChatGPT-Moment“ für die Robotik. Das Modell versteht Kausalität und räumliche Beziehungen – Fähigkeiten, die Maschinen bisher fehlten. Mit Kontextfenstern von 256.000 Tokens kann es lange Video-Sequenzen analysieren und aus vergangenen Ereignissen zukünftige vorhersagen.

Technisch unterstützt das Modell 2D/3D-Lokalisierung, Objektverfolgung und Texterkennung. Diese Features sind essenziell für Roboter in Lagerhallen oder für Echtzeit-Datenanalyse. Verfügbar ist es in Varianten mit 2 und 8 Milliarden Parametern.

Attraktive Preise für KI-Entwickler

Das Preisgeld von über 5.000 Euro wird durch High-End-Hardware ergänzt:

  • Platz 1: 3.000 Euro und ein Nvidia DGX Spark – ein Desktop-Supercomputer mit Grace-Blackwell-Architektur für lokales Modell-Tuning.
  • Platz 2: 2.000 Euro und eine GeForce RTX 5090, die Flaggschiff-Grafikkarte für lokale KI-Inferenz.
  • Platz 3: 500 Euro Cloud-Guthaben bei der GPU-Plattform Brev.

Eine Expertenjury bewertet technische Umsetzung, Design und Praxisrelevanz. Mit dabei sind Vertreter von Datature, Hugging Face und Nexar.

Markt im Wandel

Der Hackathon trifft einen strategischen Zeitpunkt. Die Robotik-Branche bewegt sich weg von starrer Automatisierung hin zu flexiblen, universell einsetzbaren Systemen. Foundation-Modelle wie Cosmos könnten die Einstiegshürden senken – ähnlich wie Sprach-KIs die Software-Entwicklung revolutionierten.

Nvidia baut damit ein Ökosystem für physische KI auf. Die Strategie erinnert an den Erfolg von CUDA, das vor zwanzig Jahren Nvidias Dominanz im beschleunigten Computing begründete.

Besondere Bedeutung hat synthetische Daten: Die Cosmos-Plattform generiert physikalisch korrekte Video-Vorhersagen. Roboter lernen so millionenfach in Simulationen, bevor sie reale Umgebungen betreten. Dies gilt als Schlüssel für sichere und kostengünstige Robotik-Flotten.

Blaupause für die Zukunft

Die Gewinnerprojekte werden voraussichtlich auf der GTC-Konferenz als Machbarkeitsnachweise präsentiert. Langfristig könnten die entwickelten Lösungen Blaupausen für die nächste Robotik-Generation liefern.

Die Integration von Reasoning-Fähigkeiten in Edge-Geräte deutet auf eine Zukunft hin, in der autonome Systeme unstrukturierte Umgebungen wie Haushalte oder Baustellen zuverlässig bewältigen. Der Hackathon könnte genau diese Zukunft entscheidend vorantreiben.

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