NVIDIA und AMD bei Meta: 4 Milliarden Dollar für KI-Agenten und Infrastruktur

NVIDIA und AMD beteiligen sich mit insgesamt 4 Milliarden US-Dollar an Metas Aktienemission und erweitern ihre Zusammenarbeit bei KI-Systemen.

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NVIDIA und AMD weiten ihre strategischen Kooperationen mit Meta deutlich aus. Ziel der Vereinbarungen ist es, die Entwicklung von autonomen KI-Agenten und die Infrastruktur für eine sogenannte persönliche Superintelligenz voranzutreiben. Begleitend zu den technologischen Vereinbarungen beteiligen sich beide Chiphersteller an einer massiven Kapitalmaßnahme des Social-Media-Konzerns.

Milliardeninvestitionen in Metas Aktienemission

Im Rahmen einer umfassenden Kapitalbeschaffung engagieren sich beide Halbleiterkonzerne finanziell bei Meta. NVIDIA investiert 3 Mrd. US-Dollar in Metas Aktienemission, während AMD sich mit 1 Mrd. US-Dollar beteiligt. Zusammen beläuft sich das Engagement der beiden Partner damit auf 4 Mrd. US-Dollar. Meta hatte zuvor am Montag erklärt, dass NVIDIA, AMD und Broadcom an Aktien im Umfang von bis zu 5 Mrd. US-Dollar interessiert seien.

Meta plant die bisher größte Kapitalbeschaffung der Geschichte. Ursprünglich sollten bis zu 95 Mrd. US-Dollar aufgenommen werden – davon zunächst 35 Mrd. US-Dollar über unterzeichnete öffentliche Emissionen und weitere 60 Mrd. US-Dollar über ein At-the-Market-Programm. Diese Summe erhöhte der Konzern auf 97,5 Mrd. US-Dollar.

Die Struktur umfasst 25 Mrd. US-Dollar an Stammaktien zu 625 US-Dollar pro Aktie sowie 250 Mio. Wandelvorzugsaktien zu je 50 US-Dollar, was 12,5 Mrd. US-Dollar entspricht. Das ergänzende At-the-Market-Programm über bis zu 60 Mrd. US-Dollar soll nach Handelsbeginn der Class-C-Aktie starten, der für das erste Quartal 2027 geplant ist.

Neue Hardware-Generationen für Agenten-Entwicklung

Auf technologischer Seite vertieft NVIDIA die Zusammenarbeit mit Meta rund um das hauseigene KI-Angebot Muse und die zugehörige Modellfamilie, wobei Training, Inferenz und die Gesamtbetriebskosten optimiert werden sollen.

Meta plant hierfür den Ausbau von NVIDIA Vera Rubin, Vera CPU sowie den Netzwerktechnologien Spectrum-X Ethernet und BlueField-4. Eine Einheit des Systems DGX Vera Rubin NVL72 fasst dabei 72 Grafikprozessoren und 36 Prozessoren.

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Zudem prüft Meta die Referenzarchitektur NVIDIA OpenShell für sichere Implementierungen von KI-Agenten sowie NVIDIA Sentry für deren Überwachung. Jensen Huang von NVIDIA betonte in diesem Zusammenhang, dass KI-Agenten ein neues Paradigma der Datenverarbeitung darstellen.

Parallel dazu testet Meta AMDs Helios-Rackscale-Systeme im Rahmen erster Installationen, wobei ein breiterer Einsatz vorgesehen ist. Ein solches Helios-Rack beinhaltet 72 Instinct MI450 Grafikprozessoren sowie Epyc-Prozessoren und Pensando-Netzwerkkomponenten.

AMD liefert zudem Epyc-Prozessoren für den Betrieb von Metas Muse-Agenten. Meta hat bereits Millionen Epyc-Einheiten über mehrere Generationen hinweg im Einsatz, fungiert als Lead-Kunde der sechsten Generation und arbeitet mit dem Chiphersteller am Projekt Verano.

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Für Trainings-, Ranking- und Empfehlungsdienste setzt Meta AMDs Instinct-Beschleuniger produktiv ein. Der Konzern agiert zudem als früher Definitionskunde für den MI450 und plant eine eigene Custom-Instinct-Variante, während sich die Roadmap bis zum MI500 erstreckt.

Für die Softwaremodelle Muse Spark Open und Muse Glimmer bietet AMD unmittelbare Unterstützung ab Tag null auf Instinct- sowie Ryzen-AI- und Radeon-Plattformen. Lisa Su von AMD hob hervor, dass man Infrastruktur in einer Größenordnung von Gigawatt aufbaue und einsetze.

Muse als Kern von Metas KI-Strategie

Das System Muse, intern auch als Hatch bezeichnet, bildet den Mittelpunkt von Metas Plänen für eine persönliche Superintelligenz. Konzeptionell orientiert sich der Dienst am Open-Source-Agenten OpenClaw. Bei entsprechender Freigabe durch die Nutzer kann das System Schnittstellen zu E-Mails, Kalendern, Bezahldiensten, Gesundheitsdaten, Einkäufen sowie zur Heimvernetzung herstellen, wobei diese Zugriffsrechte widerrufbar bleiben.

Die Vereinbarungen fügen sich in eine Serie strategischer Investments beider Chiphersteller ein. NVIDIA baute seine Firmenbeteiligungen im Bereich der künstlichen Intelligenz stark aus und verzeichnete 2026 laut Dealroom 121 Beteiligungsrunden gegenüber 13 im Jahr 2022, darunter Investitionen in OpenAI, Anthropic, Intel und xAI.

AMD wiederum verzeichnete 25 Finanzierungsrunden im Jahr 2026 im Vergleich zu 2 Runden im Jahr 2022 und hatte bereits im Juli eine Beteiligung von bis zu 5 Mrd. US-Dollar an Anthropic angekündigt.