NVIDIA und Lenovo starten Blackwell-Offensive: Neue GPUs und Workstations

NVIDIA veröffentlicht Game Ready Treiber für RTX 50 mit DLSS 4.5. Lenovo zeigt erste Workstation mit Blackwell und AMD Ryzen PRO 9000.

NVIDIA bringt mit dem Game Ready Driver 596.49 offizielle Unterstützung für die RTX-50-Serie – Lenovo präsentiert die erste Workstation mit Blackwell-GPUs und AMD Ryzen PRO 9000.

Die Halbleiter-Branche erlebt Mitte Mai 2026 einen Koordinierten Vorstoß in die nächste KI-Ära. NVIDIA veröffentlichte am Dienstag seinen aktuellen Grafiktreiber, der die GeForce RTX 50 Serie offiziell freischaltet. Parallel dazu enthüllte Lenovo auf der NXT BLD 2026 in London die ThinkStation P4 – eine Workstation, die erstmals NVIDIAs Blackwell-Architektur mit AMDs Ryzen PRO 9000 Prozessoren kombiniert.

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DLSS 4.5 und 92 Milliarden Transistoren

Der WHQL-zertifizierte Treiber 596.49 für Windows 11 ist mehr als nur ein Software-Update. Er bringt die NVIDIA App und vor allem DLSS 4.5 mit Dynamic Multi Frame Generation mit. Die Technologie soll Bildraten und visuelle Qualität in anspruchsvollen Spielen deutlich verbessern.

Die technischen Daten der RTX 50 Serie sind beeindruckend: 92 Milliarden Transistoren, 4 Petaflops KI-Leistung, 380 RT TFLOPS und 125 Shader TFLOPS. Laut ersten Berichten bietet die Blackwell-Generation die dreifache KI-Performance der Vorgänger-Architektur Ada Lovelace.

Bereits im Januar 2026 zeigte sich, dass DLSS 4.5 auch ältere Hardware verjüngen kann. Selbst eine RTX 3070 aus dem Jahr 2020 erreicht in aktuellen AAA-Titeln wie „Crimson Desert“ oder „Resident Evil Requiem“ bei 1440p und DLSS-Quality-Einstellungen stabile 60 Bilder pro Sekunde.

Lenovo ThinkStation P4: Erste Workstation mit Ryzen 9 und RTX PRO 6000

Die ThinkStation P4 setzt neue Maßstäbe im professionellen Segment. Sie ist die erste Workstation, die AMDs Ryzen 9 PRO 9965X3D mit 3D-V-Cache und NVIDIAs RTX PRO 6000 Blackwell vereint. Die GPU liefert 4000 TOPS KI-Leistung und ist mit 96 GB GDDR7 ECC-Speicher ausgestattet – bei einer Speicherbandbreite von 1792 GB/s.

Das System unterstützt bis zu 256 GB DDR5-6400 Arbeitsspeicher und bietet flexible Speicherlösungen: bis zu 12 TB SSD und 36 TB HDD. ThinkShield-Sicherheit und PCIe Gen 5 runden das Paket für den High-End-Unternehmenseinsatz ab.

Die Auslieferung beginnt im Juni 2026 in ausgewählten Märkten, Nordamerika folgt im August. Konkrete Preise stehen noch nicht fest.

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Benchmarks und Software-Innovationen

Erste Tests verglichen die Treiberversionen 596.36 und 596.49 auf einem System mit RTX 5070 (12 GB) und Ryzen 7 9800X3D. Neun Spiele inklusive „Cyberpunk 2077″ und „Alan Wake 2″ zeigen: DLSS 4.5 ist der entscheidende Faktor für hohe Bildraten in 4K.

Parallel dazu arbeiten Forschung und Industrie an spezialisierten Lösungen. Sakana AI und NVIDIA stellten TwELL vor – ein neues Sparse-Format für CUDA-Kernel. Auf H100 und RTX PRO 6000 erzielt es 20,5 Prozent schnellere Inferenz und 21,9 Prozent schnellere Trainingsgeschwindigkeiten für große Sprachmodelle. Der Code ist Open Source.

RADX Technologies präsentierte auf der NI Connect die Catalyst PXIe-GPU-Serie mit passiv gekühlten Blackwell-RTX-Pro-SFF-GPUs. Die Preise liegen zwischen 9.300 und 12.100 Euro, die Lieferzeit bei 30 bis 45 Tagen.

Marktumfeld: Lieferengpässe und Preiskämpfe

Der Blackwell-Start fällt in eine angespannte Marktphase. Seit Anfang der Woche berichten Händler von massiven Lieferverzögerungen bei High-End-Produkten. Das MacBook Pro mit M5 Max und 128 GB Speicher hat Lieferzeiten bis Juni 2026. Ähnlich betroffen sind Mac Studio und Mac mini.

Gleichzeitig senken Händler die Preise für aktuelle High-End-Notebooks. Das 14-Zoll M5 MacBook Pro mit 32 GB RAM erreichte bei Amazon und B&H Rekordtiefststände mit Rabatten von bis zu 280 Euro. Die Geräte bieten 24 Stunden Akkulaufzeit und Liquid-Retina-XDR-Displays.

Ausblick: KI-Beschleuniger für alle

Die zweite Jahreshälfte 2026 verspricht eine Welle neuer KI-zentrierter Hardware. Nach den Desktop- und Workstation-Launches dürften mobile Ableger der RTX 50 Serie folgen. DLSS 4.5 bleibt dabei das zentrale Verkaufsargument.

Auch das Software-Ökosystem wächst: Apple kündigte für den 8. Juni auf der WWDC 2026 eine Vorschau auf watchOS 27 an, das neue KI-Funktionen und Satellitenkonnektivität bringen soll. Die Branche rüstet sich für eine Zukunft, in der KI-Beschleuniger in jedes Gerät Einzug halten.