NVIDIA Vera Rubin NVL72: Oracle baut OCI-Supercluster auf Multi-Gigawatt-Skala aus

Oracle erweitert seine KI-Infrastruktur mit NVIDIA-Systemen, eigenständigen Vera-CPUs und geplanten Prozessoren weiterer Anbieter.

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Auf der Fachkonferenz Oracle AI World in Las Vegas haben NVIDIA und Oracle am 27. Oktober 2026 den massiven Ausbau der Supercluster der Oracle Cloud Infrastructure (OCI) angekündigt. Die Recheninfrastruktur soll künftig mit NVIDIA Vera Rubin NVL72 auf eine Multi-Gigawatt-Skala gehoben werden. Seit dem Tag der Ankündigung sind die Vera-Rubin-NVL72-Systeme sowie die eigenständigen NVIDIA Vera CPUs allgemein auf OCI verfügbar.

Technische Basis der Supercluster-Erweiterung

Die geplante Multi-Gigawatt-Expansion setzt auf den Architekturen GB200 und GB300 NVL72 auf. Jedes NVL72-Rack integriert 72 Grafikprozessoren über NVLink, wobei das Gesamtnetzwerk über Hunderttausende GPUs skaliert werden kann.

Technisch kombiniert die Erweiterung Strom- und Kühlkapazitäten der Gigawatt-Klasse mit dem Spectrum-X-Ethernet von NVIDIA — einschließlich Spectrum-6 und BlueField-4 DPUs — sowie Oracles Acceleron-Technologie.

Oracle plant zudem, bei einigen NVIDIA-Systemen eigene Acceleron-Netzwerkchips anstelle bestimmter NVIDIA-Chips einzusetzen, um unter anderem Hardware-Isolation für nicht vertrauenswürdigen KI-Code bereitzustellen.

NVIDIA gibt für die Vera-Prozessoren eine Speicherbandbreite von 1,2 TB/s an. Für die OCI-Superclusters nannten die Unternehmen bisher weder konkrete Standorte noch exakte Megawatt-Zahlen.

In Planung befindet sich zudem das System NVIDIA HGX Rubin NVL8 mit acht Rubin-GPUs via NVLink, zwei Intel-Xeon-6-Prozessoren mit jeweils 64 Kernen, 4TB DDR5-Arbeitsspeicher sowie 6,4 Tbps RDMA. Ein Veröffentlichungsdatum dafür steht noch nicht fest.

Unabhängige Skalierung und Einsatz bei OpenAI

Auf OCI stellt Oracle die Vera-CPUs auch als eigenständige Instanzen bereit. Dies erlaubt es Kunden, Rechenressourcen für CPUs und GPUs über die OCI Kubernetes Engine getrennt voneinander anzupassen.

Zu den ersten Nutzern der neuen Technologie zählt OpenAI. Das KI-Unternehmen nutzte bereits vorab einen frühen Zugang zu den Vera-CPUs und überführt diese nun für agentenbasierte Sandbox-Workloads in den regulären Produktivbetrieb. Für das Modell GPT-6 Astra setzte OpenAI auf einen OCI-Supercluster mit über 100.000 NVIDIA-Blackwell-GPUs am Standort Abilene.

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Oracles Multi-Silicon-Strategie und Rechenzentrumsausbau

Der OCI-Präsident Mahesh Thiagarajan begründete den hardwareseitigen Ansatz damit, dass unterschiedliche KI-Aufgaben differenzierte Rechenressourcen erfordern. Über NVIDIA hinaus kündigte Oracle an, fünf externe Prozessorarchitekturen einzubinden.

Für 2027 ist die Bereitstellung von Googles TPU 8t für das Training und TPU 8i für die Inferenz geplant — nach Unternehmensangaben der erste Einsatz von TPUs auf einer Hyperscale-Cloud außerhalb von Google.

Ebenfalls für 2027 sind Systeme von Cerebras für Wafer-Scale-Inferenz und SambaNova SN50 vorgesehen. Mit Intel besteht zudem eine mehrjährige Xeon-Kooperation für geplante Instanzen auf Basis von Diamond Rapids. Finanzielle Details zu den Vereinbarungen gab Oracle nicht bekannt.

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Oracle-Co-CEO Clay Magouyrk berichtete, das Unternehmen habe im Vorquartal 850 MW an Kapazitäten bereitgestellt, betreibe einen Gigawatt-Campus für KI-Training und zähle über 1.000 KI-Kunden.

Gleichzeitig sieht sich der Konzern mit Verzögerungen konfrontiert: Neben Problemen beim Stromzugang in Wisconsin und lokalem Widerstand in Michigan wurde stack Infrastructure eine Mitteilung über höhere Gewalt bezüglich eines für 2028 geplanten 1.400-Acre-Campus im Doña Ana County in New Mexico zugestellt.

Finanzchefin Hilary Maxson kündigte an, dass die Investitionsausgaben im laufenden und nächsten Geschäftsjahr ihren Höhepunkt erreichen sollen; bis zum Geschäftsjahr 2030 seien maximal 20 Mrd. US-Dollar an zusätzlicher Finanzierung vorgesehen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 verzeichnete Oracle einen Cloud-Infrastruktur-Umsatz von 7,4 Mrd. US-Dollar, was einem Zuwachs von 121 Prozent entspricht.

Mehr zum Thema bei Tom’s Hardware: „Standalone Nvidia Vera CPUs land in Oracle Cloud’s multi-gigawatt deployment — our independent benchmarking …“