NVIDIAs neuer Game-Ready-Treiber bringt DLSS 4.5 auf die Blackwell-GPUs und verspricht enorme Leistungssprünge.
Der Grafikriese hat am 12. Mai 2026 die Treiberversion 596.49 WHQL veröffentlicht. Sie führt die neue DLSS-4.5-Software-Suite ein – mit verbesserter Super Resolution und einer Multi-Frame-Generation (MFG), die bis zu 6-fache Bildinterpolation ermöglicht. Das Update kommt genau zum richtigen Zeitpunkt: NVIDIA schließt die schrittweise Markteinführung seiner RTX-50-Serie ab und reagiert auf den wachsenden Leistungsdruck im Gaming- und Profibereich.
DLSS 4.5: Neue Maßstäbe in Forza Horizon 6
Die Leistungsdaten sind beeindruckend. In Forza Horizon 6, das am 15. Mai in den Early Access und am 19. Mai offiziell startet, soll die RTX 5090 bei 4K und maximalen Details über 330 Bilder pro Sekunde liefern. Die RTX 5080 und RTX 5070 Ti – beide mit 16 GB GDDR7-Speicher – kommen auf über 230 beziehungsweise 200 FPS.
Auch andere Titel profitieren: Directive 8020 nutzt Path Tracing in Kombination mit DLSS 4.5, und Subnautica 2 startet am 14. Mai in den Early Access mit optimierten Treibern.
Die Blackwell-Familie: Vom Flaggschiff bis zur Einstiegsklasse
NVIDIAs Produktpalette ist nun fast komplett. Der Launch begann am 30. Januar 2025 mit der RTX 5090 und 5080. Es folgten die 5070 Ti im Februar, die 5070 im März und die 5060 Ti im April. Die RTX 5060 erscheint am 19. Mai 2026, die günstige RTX 5050 soll im Juli folgen.
Die Blackwell-Architektur basiert auf einem maßgeschneiderten TSMC-4nm-Prozess. Die RTX 5090 vereint 92 Milliarden Transistoren und 21.760 CUDA-Kerne mit 32 GB GDDR7-Speicher. Doch die geballte Power hat ihren Preis: Die Karte verbraucht bis zu 575 Watt.
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PhysX-Probleme und schmelzende Stecker
Die hohe Leistungsaufnahme bringt altbekannte Risiken mit sich. Berichte über schmelzende 16-Pin-Stromstecker – ein Problem, das bereits die RTX-4090-Serie plagte – mehren sich erneut.
Zudem fehlt den neuen GPUs die native Hardware-Unterstützung für 32-Bit-PhysX. Spiele wie Assassin’s Creed IV: Black Flag zeigen auf der RTX-50-Serie reduzierte Partikeleffekte. Branchenkenner raten Besitzern älterer Titel, eine zweite, ältere NVIDIA-Karte als dedizierten PhysX-Beschleuniger zu installieren. Die 64-Bit-Version der Technologie bleibt dagegen uneingeschränkt nutzbar.
Profi-Markt: RTX Pro 6000 mit 96 GB
Für Workstations bringt NVIDIA die RTX Pro 6000 Blackwell Workstation Edition – mit 96 GB ECC GDDR7-Speicher und einer Leistungsaufnahme von 600 Watt. Eine „Max-Q“-Variante reduziert den Verbrauch auf 300 Watt, erreicht aber noch 85 bis 88 Prozent der vollen Leistung.
Sicherheitsrisiko: Passwort-Knacken in Rekordzeit
Die Rechenpower der RTX 5090 beunruhigt auch die Sicherheitsbranche. Eine Studie von Kaspersky aus dem Mai 2026 zeigt: Die Karte kann 60 Prozent aller MD5-gehashten Passwörter in unter einer Stunde knacken. Mit 220 Milliarden Hashes pro Sekunde ist sie rund 34 Prozent schneller als die RTX 4090.
Ein komplexes achtstelliges Passwort, das auf einer RTX 4090 noch 59 Minuten benötigte, fällt auf der neuen Hardware deutlich schneller. Experten empfehlen Unternehmen dringend, von MD5 auf sicherere Verfahren wie bcrypt oder Argon2 umzusteigen.
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DRAM-Krise belastet den gesamten Markt
Die Hardware-Branche steckt in einer Zulieferkrise. Die Preise für DRAM-Speicher stiegen im ersten Quartal 2026 um 90 Prozent, ein weiterer Anstieg um 40 bis 50 Prozent wird für das zweite Quartal erwartet. Apple soll laut Branchenkreisen sogar die Einstellung seiner günstigen MacBook-Neo-Modelle erwägen.
PC-Händler reagieren mit strategischen Rabatten auf RTX-50-Karten und Ryzen-9000X3D-Prozessoren, um die Kauflaune trotz steigender Materialkosten zu erhalten.
Milliarden-Investitionen in KI-Infrastruktur
Der Launch der RTX-50-Serie fällt in eine Zeit massiver Investitionen. Gartner prognostiziert für 2026 weltweite IT-Ausgaben von 6,32 Billionen US-Dollar – ein Plus von 13,5 Prozent. Allein für Rechenzentren sollen die Ausgaben um 55,8 Prozent auf 788 Milliarden Dollar steigen, angetrieben von Microsoft, Amazon und Meta.
NVIDIA sichert sich seine Position durch strategische Partnerschaften. Im Mai 2026 unterstützt das Unternehmen IREN beim Aufbau von 5 Gigawatt KI-Infrastruktur, unter anderem in Sweetwater, Texas. Gemeinsam mit Sakana AI stellte NVIDIA zudem „TwELL“ vor – ein neues Sparse-Format und CUDA-Kernel-Set, das das Training großer Sprachmodelle um über 20 Prozent beschleunigt.
Ausblick: Der „GPU Wall“ bleibt eine Gefahr
Mit dem Start der RTX 5060 am 19. Mai konzentriert sich NVIDIA darauf, die hohe Leistung der Blackwell-Architektur mit den Realitäten von Komponentenknappheit und Stromverbrauch in Einklang zu bringen. DLSS 4.5 soll dabei besonders der RTX 5070 helfen, die stark auf softwarebasierte Bildgenerierung angewiesen ist, um mit der Leistung früherer Flaggschiffe mitzuhalten.
Doch die von Analysten beschworene „GPU Wall“ – ein Engpass aus Chip-Kapazitäten, Speicher und Stromversorgung – bleibt eine Bedrohung. Hochwertige Komponenten wie HBM und GDDR7 sind knapp, die Ausgaben für Rechenzentren erreichen historische Höchststände. Die Stabilität des Konsumentenmarkts wird maßgeblich davon abhängen, ob die Hersteller die DRAM-Krise im Laufe des Jahres 2026 in den Griff bekommen.

